Neanderstraße

Neanderstraße

Die Heinrich-Heine-Straße in Berlin, bis 1960 als Prinzen- und Neanderstraße bekannt, führt von der Prinzenstraße und Sebastianstraße im Ortsteil Kreuzberg bis zur Köpenicker Straße und Brückenstraße im Ortsteil Mitte. Benannt wurde sie nach dem Dichter Heinrich Heine (1797–1856).

Geschichte

Heinrich-Heine-Straße, rechts der Eingang zum gleichnamigen U-Bahnhof

Angelegt wurde die Heinrich-Heine-Straße im Jahr 1843 auf dem Firmengrundstück des Fabrikbesitzers George Christian Neander (1784–1854) und führte erst nur bis zur Dresdener Straße. Dieser Abschnitt erhielt den Namen Neanderstraße, allerdings nicht nach dem Fabrikbesitzer, sondern nach dem protestantischen Theologen und Kirchenlieddichter Joachim Neander. Der weiterführende Abschnitt von der Dresdener Straße entstand in den Folgejahren und wurde 1849 als Prinzenstraße benannt.

Den heutigen Namen erhielt die Straße durch Magistratsbeschluss vom 22. Juli 1960. An ihrem südlichen Ende befand sich bis zum Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 ein Grenzübergang.

Nach der Einführung der Plattenbauweise, die vor allem in Bebauungsgebieten aus größeren zusammenhängenden möglichst unbebauten Flächen effektiv angewendet werden konnte, wurde das Heine-Viertel in den Jahren 1959–1961 am südlichen Ende der Straße direkt an der Grenze zu Berlin-Kreuzberg errichtet. Später wurde der restliche nördliche Teil dieser Straße, der ab Heine-Viertel in Richtung Köpenicker Straße verläuft, ebenfalls mit Großblockbauten versehen.

Unter der Heinrich-Heine-Straße verläuft der U-Bahn-Tunnel der Linie U8. Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße war in der DDR als Geisterbahnhof nicht zugänglich. Er wurde allerdings von den Grenztruppen als Ein- und Ausgang zum Wachdienst unter der Erde benutzt.

52.50805555555613.4141666666677Koordinaten: 52° 30′ 29″ N, 13° 24′ 51″ O


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