Nu-Skool Breaks

Nu-Skool Breaks

Als Nu-Skool Breaks, auch Nu-Breaks, bezeichnet man eine Breakbeat-Variante, die gerade in den letzten Jahren immer mehr an Attraktivität gewann. Diese Musikrichtung wurde, wie viele andere Breaks Richtungen, in England geboren. Nu-Skool Breaks als Begriff tauchte zum ersten Mal 1998 auf, als Tayo, Adam Freeland und Rennie Pilgrem eine Party Serie Namens "Friction" im Londoner Club "Bar Rhumba" starteten. Etwa zur gleichen Zeit schickte der noch junge Adam Freeland sein Label "Marine Parade", benannt nach einer Straße in Brighton, an den Start.

Inhaltsverzeichnis

Die Anfänge

Mitte der 1990er Jahre begannen die Chemical Brothers und Fatboy Slim einen neuen Sound zu kreieren. Das Neue daran: Anders als bei den meisten zu dieser Zeit populären Genres wie Techno, House oder Trance, verwendeten sie Beats die nicht in jedem Viertel eines Taktes einen Bassschlag beinhalten. Die Basstrommel (Bassdrum) ging also nicht voll durch den Takt, sondern setzte innerhalb eines Taktes aus. Von hier darf auch die Bezeichnung Breakbeat abgeleitet werden. Die in dieser Zeit entstandene Musik wird als Big Beat bezeichnet. Bereits 1998 erreichte die Welle ihren Höhepunkt, was Produzenten wie DJs in England veranlasste nach neuen Richtungen und Klängen Ausschau zu halten. Viele fanden ihr Glück im sich neu formierenden Genre "Nu-Skool Breaks". Diverse etablierten Künstler (Terminalhead, BLIM, BT etc.) konnten sich mit der Musikrichtung identifizieren und steuerten erste wegweisende Releases zur noch jungen Stilrichtung bei.

Heute

Manche sehen Nu-Skool Breakbeat als Ganzes, jedoch lassen sich grundsätzlich einige Grundvarianten definieren.

Digitale „technoide“ Breaks

Einflüsse aus Trance und Techno dominieren diesen Part. Verarbeitet werden oft Klänge und Synthesizer Sounds die wenig an irgendwelche realen Instrumente erinnern - abgesehen von den Drums. Vocals und Stimmen sind meist durch digitale Filter bearbeitet und verfremdet. Es wird beim Hören im Allgemeinen ein ruhigeres Gefühl vermittelt. Oft bezeichnen diese Richtung manche als Electro. Tatsächlich verschwimmen die Grenzen beider Genres manchmal in den Arbeiten der Produzenten und DJs.

Typische zugehörige Musikproduzenten sind Adam Freeland, Evil 9, Meat Katie, Christian J, Koma & Bones, Funk Senator, General Midi, Hybrid.

Typische zugehörige Labels sind Marine Parade, Kingsize, Chi Recordings, Streetwise, Distinctive, Thursday Club Recordings.

Analoge „housige“ Breaks

Elemente des Acid, House und Funk finden sich hier vorwiegend wieder. Die Anordnung der drums gleicht oft der des Drum’n’Bass. Dadurch wird dieser Stil mehr als tanzbar und aggressiv empfunden. Viel wesentlicher als beim "digitalen" Pendant werden Stimmen und Gesänge beim Hören wahrgenommen. Zudem sind auch reale Instrumente viel öfter in Verwendung. Analoge Breaks behielten im Laufe der Zeit ihre Ähnlichkeit mit der Ur-Form Big Beat. Manche DJs aus der House-Szene verwenden solche Breaks zur Erweiterung ihrer DJ-Sets.

Typische zugehörige Musikproduzenten sind Plump DJs, Krafty Kuts, Meat Katie, Jammin, Stanton Warriors, Boogie Army, Funk Senator, Cedric Benoit & Matsa, Layo & Bushwacka.

Typische zugehörige Labels sind Finger Lickin', Against the Grain, Lab-rok, Bingo Beats, Bingo Soul, Botchit & Scarper (vereinzelt), 697 Recordings, Skint.

Sonstige Formen

Wie so oft bei elektronischen Musikarten entwickelten sich zahlreiche Subgenres. So gibt es zum Beispiel auch eine vom Tempo her schnellere Art der Nu-Breaks, deren Sounds und Drums aggressiver gestaltet werden. Aquasky vs Masterblaster, DJ Quest, Breakfastaz und Distorstionz veröffentlichen auf Labels wie Passenger, Against the Grain, Cyberfunk oder Shadowcryptic solche Nummern. Die Vocals und Gesänge stammen manchmal von Reggae und Dancehall MCs.

Popularität

In seinem Ursprungsland Großbritannien genießen Nu-Skool Breaks große Beliebtheit. Weitaus größer ist die Beachtung jedoch in Australien, dem eigentlichen Mekka für Breakbeat und Südspanien, wobei in Australien eher Funky Breaks bevorzugt werden, während in Südspanien die schnelle und härtere Spielart vorherrscht. Weitere nennenswerte Szenen existieren in Europa mit Ausnahme von Ungarn nicht. Jedoch gibt es in praktisch allen Europäischen Ländern eine wachsende Zahl von Anhängern.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Nu skool breaks — (often abbreviated to nu skool or breaks) is a term used to describe a sub genre of breakbeat. The sub genre is usually characterized by its darker and heavier bass lines that are normally dominant throughout the track. Typically, tracks range… …   Wikipedia

  • Nu Skool Breaks — Le Nu Skool Breaks (comprendre « nouveau breakbeat »), parfois connu sous l appellation Nu Breakbeat, est un genre musical issu des tendances électroniques provenant d Angleterre. Comme le big beat, la drum and bass ou le dubstep, il… …   Wikipédia en Français

  • Nu skool breaks — Nu breakbeat Le nu breakbeat (comprendre nouveau breakbeat ) est un genre musical issu des tendances électroniques qui nous viennent d Angleterre. Comme le big beat, la drum bass ou le dubstep, il appartient à la grande famille du breakbeat.… …   Wikipédia en Français

  • Breaks — Breakbeat Le breakbeat est initialement un modèle rythmique binaire issu de la musique funk. On trouve les premiers exemples de breakbeats dans les accompagnements musicaux d artistes funk et soul comme James Brown, Herbie Hancock ou Lyn Collins …   Wikipédia en Français

  • Nu-Breaks — Als Nu Skool Breaks, auch Nu Breaks, bezeichnet man eine Breakbeat Variante, die gerade in den letzten Jahren immer mehr an Attraktivität gewann. Diese Musikrichtung wurde, wie viele andere Breaks Richtungen, in England geboren. Nu Skool Breaks… …   Deutsch Wikipedia

  • Breakbeat nu skool — Este artículo o sección necesita referencias que aparezcan en una publicación acreditada, como revistas especializadas, monografías, prensa diaria o páginas de Internet fidedignas. Puedes añadirlas así o avisar …   Wikipedia Español

  • Florida breaks — Florida breaks, also referred to as Florida breakbeat, Funky Breaks, and Tampa Breaks, is a genre of breakbeat music which, as the name suggests, is most popular in the areas around the US state of Florida. Florida breaks were popular in the club …   Wikipedia

  • Rave breaks — is a genre aiming to incorporate and combine elements of old skool rave music with modern breaks. The music is largely composed of a simple breakbeat, intense bassline sounds, melodic piano lines, staccato synthesizer riffs, and vocals. Tempo… …   Wikipedia

  • Hardcore breaks — is a genre of electronic music written in the style of old skool rave music or breakbeat hardcore using modern technology. The music is composed of from looped, edited and processed breakbeat samples, intense bassline sounds, melodic piano lines …   Wikipedia

  • Kickin' It Old Skool — Infobox Film name = Kickin It Old Skool caption = Promotional poster for Kickin It Old Skool imdb id = 0772178 producer = director = Harvey Glazer writer = Trace Slobotkin Josh Siegal Dylan Morgan starring = Jamie Kennedy Bobby Lee Miguel A.… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”