Paolo Giacometti

Paolo Giacometti

Paolo Giacometti (* 19. März 1816 in Novi Ligure; † 31. August 1882 in Rom) war ein italienischer Dramatiker.

Giacometti errang schon als 20jähriger Jüngling, während er sich in Genua dem Studium der Rechte widmete, einen Bühnenerfolg mit seinem Drama Rosilda.

Durch die Verarmung seiner Eltern genötigt, seine Studien aufzugeben und sofort einen Erwerb zu suchen, widmete er sich ganz der literarischen Beschäftigung und entwickelte fortan eine ununterbrochene, äußerst fruchtbare Tätigkeit für die Bühne, die er mit mehr als 80 Stücken ernster wie heiterer Gattung bereichert hat.

Als besoldeter Dichter bald der einen, bald der anderen der wandernden Schauspielergesellschaften Italiens folgend, mit der Verpflichtung, jährlich eine bestimmte Anzahl von Stücken zu schreiben, war er zu einem unsteten Wanderleben verurteilt.

Aber trotz des Ungemachs und trotz seiner körperlichen Zerrüttung, herbeigeführt durch Katastrophen seines Familienlebens, entsprach er immer seinen Verpachtungen und schrieb oft auf dem Krankenlager im Zeitraum weniger Wochen das dem drängenden Impresario schuldige Bühnenstück.

Auch für die berühmte Adelaide Ristori verfasste er eine nicht geringe Anzahl von Stücken, welche dieselbe auf ihren Kunstreisen durch die Alte und Neue Welt bestens zur Geltung brachte. Im Jahr 1861 gründete er sich endlich einen bleibenden häuslichen Herd in Gazzuolo bei Mantua und begann hier eine neue Epoche seiner dichterischen Tätigkeit.

Von den Tragödien Giacomettis mögen genannt sein:

  • Elisabetta, regina d'Inghilterra (1853)
  • La colpa vendica la colpa (1854)
  • Lucrezia Davidson (1854)
  • Torquato Tasso (1855)
  • Giuditta (1857)
  • Bianca Visconti (1860)
  • Sofocle (1860)
  • La morte civile (1861)
  • Maria Antonietta (1870)

Komödien Giacomettis:

  • Il poeta e la ballerina
  • Quattro donne in una casa
  • La donna (1850)
  • Il fisionomista (1850)
  • La donna in seconde nozze (1851)
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