Parensen

Parensen
Parensen
In Blau zwei goldene Balken, überzogen von einem rotbewehrten und rotbezungten hochaufgerichteten goldenen Löwen der in Höhe der Balken von Gold und Rot geteilt ist. Erläuterung: Das Wappen entspricht dem Siegelbild der Familie "von Parensen"[1]
Koordinaten: 51° 37′ N, 9° 54′ O51.6154139.90476140Koordinaten: 51° 36′ 55″ N, 9° 54′ 17″ O
Höhe: 140 m ü. NN
Fläche: 4,204 km²
Einwohner: 714 (2011)
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 37176
Vorwahl: 05503

Parensen ist ein Ortsteil des Fleckens Nörten-Hardenberg im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Parensen liegt am Rand des Leinegrabens, südwestlich von Nörten-Hardenberg. Die Leine fließt östlich, durch den Ort fließt die Harste.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnunge Parensens ist in einer Urkunde Ottos III. überliefert, in der der König seiner Schwester Sophia unter anderem 30 Hufen Land in mehreren Orten des Leinegaus schenkte, darunter als erstgenannter Ort Peranhuson.[2] Der Ortsname enthält einen Personennamen, der als Pero angenommen wird und sich durch Verschärfung des Anlauts aus dem Kurznamen Bero („Bär“) entwickelt haben kann.[3] Im Jahr 1447 wurden die Herren von Plesse durch Herzog Otto Cocles mit dem halben Dorf und dem halben Gericht in Parensen belehnt.[4] Während der Zeit des dreißigjährigen Krieges, im Jahre 1626 wurde der Ort angesteckt und verbrannte. 44 Jahre später im Jahr 1670 wird erstmals vom Vorhandensein einer Schule in Parensen berichtet.[5] In der Karte der Kurhannoverschen Landesaufnahme wurden im Jahr 1784 in Parensen 35 Feuerstellen verzeichnet,[4] im Dezember 1910 lebten 321 Einwohner im Ort.[6]

Sehenswürdigkeiten

Ev. Kirche
  • Die evangelische Kirche ist ein verputzer Saalbau aus dem Jahr 1776. Der Westturm mit Sandsteinquadern stammt aus dem Jahr 1892. Damals wurden auch die Fenster spitzbogig verändert. Zwei Tafelbilder der Innenausstattung werden auf das Jahr 1600 datiert. Sie werden seit der Kirchenrenovierung im Jahr 1981 als Altaraufsatz verwendet.[7]
  • Der Gutshof am Ostrand des Dorfes ist U-förmig mit Öffnung zur Straße angelegt. Das der Straße gegenüberliegende Pächterwohnhaus wurde 1848 errichtet und 1921 um zwei Achsen erweitert. Im Osten (von der Straße aus links) steht quer zur Straße ein massives Wirtschaftsgebäude mit Krüppelwalmdach, im Westen ist der Hof durch eine Fachwerkscheune mit Längsdurchfahrt begrenzt, die 1738 erbaut und 1750 aus Moringen hierher versetzt wurde. 1764 wurde Börries von Münchhausen Besitzer des Gutes,[4] seit dem Zweiten Weltkrieg gehört es der Familie von Breitenbuch.

Verkehr

Durch Parensen verläuft die L 555. Direkt am östlichen Ortsrand verläuft die A 7, die nächste Anschlussstelle befindet sich in 2 km Entfernung bei Nörten-Hardenberg. Der nächste Bahnhof befindet sich ebenfalls in Nörten-Hardenberg.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. Monumenta Germaniae Historica DO III. Nr. 67. Abgerufen am 11. Juli 2011.
  3. Kirstin Casemir, Franziska Menzel, Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB). Teil V, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-607-1, S. 301–303.
  4. a b c Christian Kämmerer, Peter Ferdinand Lufen: Landkreis Northeim, Teil 1. Südlicher Teil mit den Städten Hardegsen, Moringen, Northeim und Uslar, den Flecken Bodenfelde und Nörten-Hardenberg, der Gemeinde Katlenburg-Lindau und dem Gemeindefreien Gebiet Solling. In: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. 7.1, CW Niemeyer, Hameln 2002, ISBN 3-8271-8261-1, S. 197–200.
  5. Heinrich Lücke: Aus der Geschichte des Dorfes Parensen, Goltze, Göttingen, 1971, S 42, 69
  6. Uli Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Königreich Preußen – Provinz Hannover, Regierungsbezirk Hildesheim, Landkreis Göttingen. In: gemeindeverzeichnis.de. Abgerufen am 13. Juli 2011.
  7. PARENSEN. Gem. Nörten-Hardenberg, Kr. Northeim. Ev. Kirche. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, S. 1088 f., ISBN 3-422-03022-0

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