Prinzip der subjektiven Unterforderung

Prinzip der subjektiven Unterforderung

Wenn sich Freizeitsportler (beispielsweise Läufer) moderat so belasten, dass sie subjektiv annehmen, eigentlich zu langsam zu laufen (»das ist ja zu wenig, um Gewinn zu haben«), ist die Wahrscheinlichkeit, das „steady state“ (Sauerstoffgleichgewicht) zu überschreiten, sehr gering. Physiologische Überforderungen werden verhindert und der Säurehaushalt bleibt neutral. Die vorhandenen Potentiale können sich optimal entfalten. Bei dieser Belastungsintensität können selbst Anfänger ohne Mühe eine halbe Stunde Joggen, ohne dabei zwischendurch anhalten zu müssen. Das ist auch auf andere Ausdauersportarten übertragbar. Entgegen häufig geäußerter Meinungen, dass solche niedrigen Reize auch nur geringen Erfolg haben, sind die physiologischen Gewinne dennoch überraschend hoch.

Der Begriff „Prinzip der subjektiven Unterforderung“ wurde erstmals in dem Buch Keine Zeit und trotzdem fit (Moers 1989) von Gert von Kunhardt verwendet.

Literatur


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Überforderung — Als Überforderung bezeichnet man eine Gesamtheit von Anforderungen, zu deren erfolgreichen Bewältigung bzw. zur Erfüllung die Ressourcen bzw. Fähigkeiten, insbesondere die Leistungsfähigkeit, einer Person, einer Organisation, oder eines Systems… …   Deutsch Wikipedia

  • Gert von Kunhardt — (* 18. Juli 1939 in Stuttgart) ist ein deutscher Gesundheitstrainer. Leben Der ehemalige Moderne Fünfkämpfer gehörte von 1963 bis 1966 der Nationalmannschaft an und wurde 1964 Vizeweltmeister. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn war er als… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”