Rheinische Kunststoffwerke

Rheinische Kunststoffwerke
Renolit AG
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Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1946 als Renolit-Werke GmbH
Unternehmenssitz Worms, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Unternehmensleitung

Michael Kundel

Mitarbeiter ca. 4.300 (weltweit)
Branche Chemieindustrie
Produkte

PVC- und Polyolefinfolien

Website

http://www.renolit.com

Die Renolit AG in Worms zählt zu den international führenden Herstellern hochwertiger PVC- und Polyolefinfolien zur Oberflächenveredelung und für technische Anwendungen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 4.300 Mitarbeiter – davon rund 900 am Stammsitz in Worms – und betreibt derzeit (Stand: 2008) in 20 Ländern mehr als 30 Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften. Die Gesellschaft gehört gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen RKW SE zur JM Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA, Worms, und ist im Besitz der Gründerfamilie.

Inhaltsverzeichnis

Leistungsprogramm

Die Folienprodukte der Renolit AG werden von zahlreichen Industriezweigen weiter verarbeitet. So entstehen daraus beispielsweise Oberflächen für Büro-, Wohn- und Schlafmöbel, Gestaltungselemente für den Laden- und Messebau, Profile für Kunststoff-Fenster und andere Bauelemente. Sie bilden die Basismaterialien für Abdichtungsprodukte im Bauwesen, für Werbemittel und Artikel zur Büroorganisation, für verschiedene Verpackungs- und Medizinalprodukte und für Innenausstattungskomponenten im Fahrzeugbau.

Unternehmensentwicklung

Mit sieben Mitarbeitern starten die Renolit-Werke mit der Fertigung von Kunststoffplatten als Ersatz für das in der Nachkriegszeit knappe Leder. Mit der ersten Kalanderanlage beginnt 1950 die Herstellung von Kunststofffolien für Möbelpolster und Büromittel für die boomende Möbelindustrie. 1956 gründet Renolit eine spanische Tochtergesellschaft und setzt damit den ersten Schritt in den europäischen Markt. Im gleichen Jahr beginnt in Worms der Bau des heutigen Stammwerks mit Verwaltung und Produktion.

1957 koppelt Jakob Müller die Entwicklung und Produktion von Polyethylenfolien von Renolit ab und gründet die Schwestergesellschaft Rheinische Kunststoffwerke GmbH. Renolit spezialisiert sich als Hersteller von PVC- und Polyolefinfolien und übernimmt 1958 die Elastonwerke in Waldkraiburg.

Mit der Folie Renolit MBAS für den Außeneinsatz wie beispielsweise Fensterprofile hat das Unternehmen 1981 ein richtungsweisendes Produkt entwickelt, mit dem sich Bauelemente erstmals farblich gestalten lassen. Sieben Jahre darauf folgt mit den thermoplastisch verformbaren 3D-Möbelfolien ein ebenso Epoche machendes Produkt für den Designbereich.

Ende der 1990 Jahre beginnt die bis heute fortschreitende Internationalisierung des Unternehmens. Die bereits intensiven Geschäftsbeziehungen mit den USA – Renolit hatte bereits 1963 die Vertriebstochtergesellschaft American Renolit Corp. gegründet – führen 1998 zur Übernahme der Produktionsstätte La Porte aus dem Solvay-Konzern, der in den darauf folgenden Jahren kontinuierlich ausgebaut wird. Ein Jahr später kommt die Folienproduktion der ehemaligen Frankenthaler Pegulan-Werke aus dem Tarkett Sommer-Konzern zum Unternehmensverbund.

Nachdem Renolit 2001 vier Folienstandorte der Deutschen BP übernommen hatte, werden alle drei Konzernunternehmen unter dem Dach der JM Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA 2003 in selbstständige Aktiengesellschaften umgewandelt. Dritter im Bunde ist neben der RKW und Renolit der Anlagenhersteller Paul Kiefel in Freilassing, den das Unternehmen bereits 1955 eingegliedert hatte und der im Jahr 2007 im Rahmen der Konzentration auf das Folien-Kerngeschäft an das Traunsteiner Maschinenbauunternehmen Brückner veräußert wurde.

Im April 2006 übernahm Renolit für 330 Millionen Euro den Geschäftsbereich Industriefolien der Solvay SA, Brüssel. Die Übernahme von 19 Standorten in Europa, den USA sowie Joint-Ventures in China und Brasilien erhöht die Zahl der Mitarbeiter von 2.300 auf rund 4.000 und verdoppelt in etwa das Umsatzvolumen. Renolit verstärkt sich dadurch in den Bereichen Designfolien, sowie Folien für Medizinprodukte, Lösungen am Bau und in der Automobiltechnik. Die durch den Zukauf erworbenen neuen Produktsparten werden in den drei Vertriebsbereichen Renolit Medical, Renolit Waterproofing und Renolit Automotive zusammengefasst. Mit der vollständigen Übernahme der chinesischen Guangzhou TinsPlastics Co., Guangzhou folgte im Juni 2006 die bislang letzte strategische Akquisition. Die Gesellschaft beschäftigt 259 Mitarbeiter fertigt zur Zeit im Jahr 28.000 Tonnen flexible technische Folien.

Unternehmensführung

Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern:

  • Michael Kundel, Vorstandsvorsitzender seit 2. April 2008
  • Dr. Axel Bruder
  • Pierre Winant

Weblinks


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