Riess-Passer

Riess-Passer
Susanne Riess-Passer

Susanne Riess-Passer (* 3. Jänner 1961 in Braunau am Inn) ist eine ehemalige österreichische Politikerin (FPÖ).

Sie besuchte 1967–1971 die Volksschule Mattighofen, 1971–1979 das Neusprachliche Gymnasium in Salzburg und absolvierte danach ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck (Dr. iur.) 1979–1984.

Sie war unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel von 2000 bis zu den von ihm vorgezogenen Nationalratswahlen 2002 Vizekanzlerin und Bundesministerin für öffentliche Leistung und Sport.

Im Zuge der Regierungsbildung 2000 wurde sie auch Bundesparteiobfrau der FPÖ und somit Nachfolgerin von Jörg Haider, nachdem sie zuvor schon seit 1996 geschäftsführende Bundesparteiobfrau war. Als solche hatte sie sich bereits den Ruf erworben, strikt loyal zu Haider zu sein und dessen Willen in der Partei durchzusetzen, wodurch sie auch zu ihrem Spitznamen „Königskobra“ kam. Daher wurde ihre Position als Parteiobfrau anfangs von vielen als rein formell angesehen und die eigentliche Macht weiterhin bei Haider vermutet. In ihrer Funktion als Sportministerin bemühte sie sich auch, dass die Fußball-EM 2008 auch in Österreich stattfinden sollte, welche im Jahr 2002 für Österreich und die Schweiz zugesagt wurde.

Nach einem schweren Zerwürfnis mit ihrem politischen Ziehvater Haider (siehe Knittelfelder Putsch) trat sie schließlich – ebenso wie der Klubobmann der FPÖ im Nationalrat, Peter Westenthaler, sowie der Finanzminister Karl-Heinz Grasser – von sämtlichen Funktionen zurück. Bis zur erneuten Regierungsbildung blieb sie bis 2003 provisorisch Vizekanzlerin und schied anschließend aus der Politik aus.

Seit 2004 ist Susanne Riess-Passer Generaldirektorin der österreichischen Bausparkasse Wüstenrot AG und ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Bundestheater Holding.

Auszeichnungen

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