Ruhr 2010

Ruhr 2010
Das Ruhrgebiet ist mit etwa 5,3 Millionen Einwohnern der drittgrößte Ballungsraum Europas.
Das Dortmunder U: Leuchtturmprojekt der Ruhr.2010
Deutsches Bergbau-Museum in Bochum, eines der offiziellen Besucherzentren der Ruhr.2010
Ruhrschnellweg (A40) bei Essen-Zentrum

RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas ist der Name des Projekts, das Ruhrgebiet im Jahre 2010 als Europäische Kulturmetropole darzustellen. Die Stadt Essen und das Ruhrgebiet gewannen den Wettbewerb am 11. April 2006 vor einer EU-Expertenjury.

Inhaltsverzeichnis

Umsetzung

Zur Verwirklichung dieses Projekts wurde im Dezember 2006 eine gleichnamige Gesellschaft Ruhr 2010 GmbH gegründet, an der der Regionalverband Ruhr, das Land Nordrhein-Westfalen, der Initiativkreis Ruhrgebiet und die Stadt Essen beteiligt sind. Geschäftsführer sind Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt. Im Aufsichtsrat sitzen u.a. Werner Müller (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle AG, inzwischen Evonik Industries) und Essens Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger. Derzeit sind im Projekt etwa 45 Mitarbeiter beschäftigt.

Von allen Kommunen des Ruhrgebiets wurden Ansprechpartner für Ruhr.2010 bereitgestellt. Geplant ist die Förderung von Projekten zur Darstellung der Kultur des Ruhrgebiets.[1] Ferner soll 2010 an jedem Tag mindestens eine Veranstaltung im Ruhrgebiet durchgeführt werden.

Vorbereitungen sind bereits im Gange. So wurden an allen Autobahnen in Richtung Ruhrgebiet inzwischen Tafeln „Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas 2010“ aufgestellt. Das erste Schild enthüllten NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke und Fritz Pleitgen am 22. September 2008 an der Autobahnraststätte Bottrop-Süd an der A2.[2]

Projekte

Das endgültige Programm wird erst Ende 2009 vorgestellt. Einige Projekte stehen jedoch schon fest:

In der sogenannten KIT-Initiative Kreativität – Innovation – Tatendrang haben sich Handwerker, Ingenieure und Kaufleuten zusammengeschlossen, um die innovativen Erfolge des Ruhrgebiets in RUHR.2010 einzubringen. Das Projekt hat den Arbeitstitel „Kultur der Technik - Kultur des Handwerks“. Auch die Kreativität einiger Künstler wird hier einfließen [3].

„SchachtZeichen“ ist ein Leitprojekt der RUHR.2010 im Themenfeld „Stadt der Möglichkeiten“: Vom 22. Mai bis zum 30. Mai 2010 sollen in über 400 ehemaligen bedeutenden Bergbauschächten, verteilt über das gesamte Ruhrgebiet, in bis zu 80 m Höhe große, gelbe Heliumballone aufsteigen. Dahinter steht die Idee, die Geschichte des Bergbaus und den regionalen Strukturwandel im Ruhrgebiet durch eine Kunstinstallation aufzuzeigen. Unter den Ballonen soll über die Geschichte der Zechen informiert werden.

Die Metropole Ruhr leuchtet und gilt als bedeutungsvolle Licht(kunst)landschaft Europas. Eines der Licht-Leitprojekte ist daher die vom 28. März bis 27. Mai 2010 stattfindende erste Biennale für Internationale Lichtkunst. Unter dem Motto open light in private spaces werden zwei Monate lang Werke der Lichtkunst in sechzig privaten Wohnungen und Häusern der Städte Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Hamm, Lünen und Unna gezeigt. Rund 60 international renommierte KünstlerInnen sind zu dem Kunstprojekt eingeladen.

Am 19. Juni 2010 findet die Extraschicht im Rahmen von Ruhr.2010 statt.

Am 18. Juli wird unter dem Titel "Stillleben Ruhrschnellweg" die A40 autofrei.

Seit Anfang Mai 2009 ist allerdings wegen fehlender Sponsorenmittel in Höhe von sieben Millionen Euro die Realisierung einiger Projekte fraglich, darunter auch die "Schachtzeichen". Eine ursprünglich für den 9. Januar 2010 geplante Eröffnungsfeier in der Veltins-Arena wurde gestrichen.[4]

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Übersicht über die Projekte
  2. Pressemitteilung der RUHR.2010 GmbH über die Aufstellung der neuen Schilder
  3. Kultur der Technik - Kultur des Handwerks
  4. Pressemitteilung vom 4. Mai 2009

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