6. Jh.

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Das 6. Jahrhundert begann am 1. Januar 501 und endete am 31. Dezember 600.

Inhaltsverzeichnis

Zeitalter/Epoche

Europäischer Kulturraum

Das sechste Jahrhundert gilt als das letzte Jahrhundert der Spätantike und zugleich als das erste des Frühmittelalters. In die Mitte des 6. Jahrhunderts fällt das Ende der Periode, die man Völkerwanderungszeit nennt.

Das weströmische Reich war bereits vor einigen Jahrzehnten zerfallen, und in Mitteleuropa begannen sich Reiche von germanischen Stämmen zu bilden: Das Ostgotenreich Theoderichs in Italien, Westgoten in Spanien, das Reich der Franken unter den Merowingern, Burgunden, Thüringer, Gepiden in Ungarn und Siebenbürgen, Vandalen in Nordafrika, Sardinen und Korsika. Die formale und teils auch faktische Oberhoheit der oströmischen Kaiser des Byzantinischen Reiches war aber auch im Westen noch weitgehend unangefochten. Kaiser Justinian I. eroberte Nordafrika, Italien und Teile Spanien; er herrschte 565 nochmals über ein Reich, das sich von Gibraltar über Italien und den Balkan bis nach Ägypten, Syrien und Georgien erstreckte – ein letzter Höhepunkt der spätrömischen Geschichte und zugleich ein mögliches Datum für das „Ende der Antike“.

Ab den späten 560er-Jahren drängten die Langobarden gegen die Nordgrenze des Reiches und fielen in Italien ein, die Baiuwaren besiedelten das nördliche Alpenvorland. In die durch die Völkerwanderung entvölkerten ehemaligen ostgermanischen Gebiete wanderten allmählich slawische Völker (Wenden) ein. Etwa um diese Zeit sind die Slawen auch auf dem Balkanraum, präsent, wenngleich die Landnahme der Slawen auf dem Balkan durch die Balkanfeldzüge des Maurikios ins nächste Jahrhundert hinein verzögert wurde. Zusammen mit den Langobarden drangen auch die ursprünglich zentralasiatischen Awaren in den Raum Ungarn/Östliches Österreich ein. Das Reich der fränkischen Merowinger erreichte um 560 seine vorerst größte Ausdehnung und geriet wenig später aufgrund innerer Wirren in eine Schwächephase. Die Westgotenkönige Spaniens traten 589 zum katholischen Christentum über.

In England bedrängten die Angelsachsen zunehmend die einheimischen romano-keltisch-christlichen Regenten. Der Abwehrkampf ließ wohl die Sage von König Artus entstehen. Die keltische Kirche ging gegen Ende des Jahrhunderts in der römisch-katholischen Kirche auf.

Naher und mittlerer Osten

Von Syrien bis Pakistan und an die Grenzen der Gobi erstreckt sich das neupersische Reich der Sassaniden, unter Chosrau I. auf dem Höhepunkt seiner Macht. Mit einem persischen Angriff beginnt 540 ein Krieg zwischen Ostrom und den Sassaniden – die römisch-persischen Kriege – der (mit zwei kurzen Unterbrechungen) bis 630 dauert und die Islamische Expansion erst ermöglicht.

Wohl um 570 erfolgt die Geburt des Propheten Mohammed, der dann (gemäß muslimischer Tradition) um 610 den Erzengel Gabriel empfangen und damit zum Begründer einer neuen Weltreligion werden sollte.

Ferner Osten

Das Kaiserreich China ist seit 420 in die Südliche und Nördliche Dynastien gespalten, erst die Sui-Dynastie eint 581 das Reich für knapp 40 Jahre wieder, mit wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Neuorganisation. Über die Seidenstraße beginnt sich der Buddhismus in China zu verbreiten, dehnt sich auch nach Korea und auch Japan aus. Hier endet die antike Kofun-Zeit und beginnt die Asuka-Zeit 582 mit der Übernahme des Buddhismus als Staatsreligion, oder 590 mit einer buddhistischen Kaiserdynatie. Damit einher geht die Verbreitung der chinesischen Schrift in Japan.

Ereignisse

Persönlichkeiten


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