Sciencefiction im Fernsehen

Sciencefiction im Fernsehen

Seit den 1950er Jahren ist Science Fiction auch Bestandteil des Fernsehprogrammes. Gezeigt werden speziell fürs Fernsehen produzierte Serien und Fernsehfilme sowie Kinofilme (die nicht Schwerpunkt dieses Artikels sind, siehe hierfür Science-Fiction-Film). Oft waren Fernsehserien so erfolgreich, dass sie im Kino ihre Fortsetzung fanden (so etwa Star Trek). Ebenso zeigt sich in den letzten 20 Jahren aber auch der umgekehrte Trend, Kinofilme im Fernsehen fortzusetzen (beispielsweise Stargate).

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Insgesamt werden – im Vergleich zu anderen Genres – relativ wenige Science-Fiction-Filme direkt fürs Fernsehen produziert. Auch reine Science-Fiction-Serien haben es schwer, mehrere Staffeln zu überleben.

Gründe dafür, dass Science Fiction im Fernsehen keine größere Rolle spielt, sind die hohen Kosten für Spezialeffekte und geringe Einschaltquoten aufgrund mangelnden Interesses beim Massenpublikum.

Im US-amerikanischen Raum wurde meist versucht, aufwendige Kulissen zu präsentieren. Viele Serien folgten dem Muster, böse Invasionen durch gute Amerikaner zu verhindern (V – Die außerirdischen Besucher kommen). Im Gegensatz dazu zeigen Serien wie Outer Limits anspruchsvollere Geschichten.

Die europäischen Fernsehmacher hatten meist nicht die finanziellen Mittel für teure Spezialeffekte. So zeigten viele Serien stattdessen bissige Sozial- und Gesellschaftskritik oder nahmen das Genre nicht sehr ernst (wie etwa die englische Serie Doctor Who)

In der DDR (wie auch in der BRD) spielte lange Zeit die Science Fiction nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem gab es auch hier eine Reihe sehr guter Filme, zum Beispiel die Jules-Verne-Verfilmungen vom tschechoslowakischen Regisseur Karel Zeman (zum Teil Kinofilme, die im Fernsehen gezeigt wurden, wie Die Erfindung des Verderbens, Auf dem Kometen, Reise in die Urwelt) oder die ungarischen Zeichentrickfilmserien über Adolar Heißer Draht ins Jenseits und Adolars phantastische Abenteuer. Auch sehr gute Kinofilme gelangten ins Fernsehen, darunter die Filme Solaris, Stalker und Das Opfer des russischen Regisseurs Andrei Tarkowski.

Hervorzuheben ist die für frühe deutsche Fernsehverhältnisse aufwendige Serie Raumpatrouille von 1966, die mit dem Raumschiff Orion in der Gestaltung deutlich mehr nach „Zukunft“ aussah als das zur gleichen Zeit gezeigte Raumschiff Enterprise aus dem jedoch weitaus erfolgreicheren Star-Trek-Universum.

In den USA gibt es einen eigenen Science-Fiction-Fernsehkanal, den SciFi-Channel, der neben Wiederholungen älterer Produktionen auch eigene Serien wie Stargate SG-1 (ursprünglich auf Showtime), Stargate Atlantis, Farscape und Battlestar Galactica produziert.

Meilensteine der Science Fiction im Fernsehen

Eine der bekanntesten Science-Fiction-Serien war Raumschiff Enterprise (Originaltitel: Star Trek), das mit der Besatzung um Captain Kirk und Commander Spock von 1966 bis 1969 im US-amerikanischen Fernsehen lief. Nach nur drei Jahren Laufzeit wurde die Serie wegen schlechter Quoten abgesetzt und erst nach erfolgreicher Syndikation und den darauffolgenden Forderungen von Fans nach neuen Folgen wurde ab 1987 die Nachfolgeserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert gedreht (Original: Star Trek – The Next Generation, mit neuer Crew um Captain Picard) gedreht, die schließlich weltweit zur erfolgreichsten Science-Fiction-Serie überhaupt wurde.

Deutlich länger war jedoch die britische Serie Doctor Who auf den Bildschirmen zu sehen. Sie lief für 26 Staffeln mit 720 Episoden in der BBC von 23. November 1963 bis 6. Dezember 1989. 1996 wurde ein Fernsehfilm gedreht. Seit dem Jahr 2005 kamen weitere neue Folgen hinzu. Damit hält sie den Rekord, die am längsten laufenden Science-Fiction-Fernsehserie der Welt zu sein.

Einflussreich, insbesondere auf den späteren Bereich der Mystery, war die in den 1950er Jahren ausgestrahlte Serie Twilight Zone. Im deutschen Fernsehen hat vor allem Rainer Erler das Genre mit kritischen und interessanten Produktionen bereichert.

Der indische Science-Fiction-Film Sternenkind – Koi Mil Gaya, produziert in Bollywood, wurde am 24. Dezember 2005 im Fernsehen bei RTL 2 gezeigt. Laut Fernsehprogramm ist es der erste indische SF-Film. Er zeigt eine Begegnung mit einem Außerirdischen, der fast magische Kräfte besitzt und ist eingebettet in eine Liebesgeschichte mit traditionellen Tanzszenen.

Science Fiction im deutschen Fernsehen (Auswahl)

2000er

1990er

1980er

1970er

1960er

1950er

Siehe auch

Literatur

  • John Clute: Science Fiction, ISBN 3-453-11512-0
  • Science Fiction Band III, ISBN 3-89324-080-2

Weblinks


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