Skip Battin

Skip Battin

Skip Battin (* 18. Februar 1934 in Gallipolis, Ohio; † 6. Juli 2003 in Edmonton, Alberta, Kanada; eigentlich Clyde Battin) war ein US-amerikanischer Countryrock-Sänger und -Bassist.

Inhaltsverzeichnis

Musikalische Anfänge bis Skip & Flip

Battins musikalische Anfänge lagen in einer Gruppe namens „Earl Mock & the Mockingsbirds". 1956 traf er auf Gary Paxton. Beide erkannten, dass sie musikalisch auf derselben Wellenlänge lagen. Sie gründeten ihre erste eigene Gruppe Pledges. Danach veröffentlichten sie weitere Aufnahmen unter dem Namen Chuck & the Chuckles, Clyde Gary & his Orchestra oder Gary & Clyde. 1958 schließlich änderten sie den Namen erneut und bildeten das Popmusik-Duo Skip & Flip, das 1959 zwei #11-Hits in den Vereinigten Staaten hatte.

Weiteres Wirken

Gary Paxton verließ das Duo Ende 1961, und Skip Battin bildete mit Johnny Leonard das neue Duo Skip & Johnny. Für das nächste Projekt tat sich Skip mit Kim Fowley zusammen, sie veröffentlichten eine Single.

Anschließend bildete er mit wechselnden Mitstreitern die Gruppen Teak Battyn & his Battmen, Skip Battin Combo, Skip & the Hustlers, Sir Raybould & the Blue Angels, Skip & the Flips und Skip Battin & the Group.

Evergreen Blueshoes bis The Byrds

1967 gründete Battin dann zusammen mit Al Rosenberg die Evergreen Blueshoes, die einige Singles und ein Album veröffentlichten, das sich jedoch als kommerzieller Misserfolg entpuppte. Danach betätigte er sich als Gastmusiker für Gene Vincent und Warren Zevon und schloss sich schließlich den Byrds an, bei denen er bis 1972 spielte. Ebenfalls '72 erschien dann Battins Solo-Debütalbum Skip, auf dem er unter anderem von Roger McGuinn, Clarence White und Spanky McFarlane begleitet wurde.

New Riders of the Purple Sage & Flying Burrito Brothers

1974 schloss sich Battin den New Riders of the Purple Sage an, später zusätzlich den Flying Burrito Brothers. 1981 veröffentlichte er die Solo-LP Navigator und 1983 Don't Go Crazy. Beide blieben fast unbeachtet.

1981 musste Battin die Burritos verlassen, da es deren Management nicht gefiel, dass er ein weiteres Solo-Album („Navigator“) aufgenommen hatte.

Im Sommer des Jahres 1982 fing ein weiteres Gruppenprojekt von Skip Battin an. Das Projekt lief bis Anfang 1983 unter dem Namen „Older Brothers“ und bestand aus Skip Battin, Eddie Ponder und einem Sänger namens Larry Dale.

Solo

Im April und Mai des Jahres 1983 tourte Skip Battin durch Italien. Er wurde von dem italienischen Gitarristen Ricky Mantoan begleitet. Sie spielten beide akustische Gitarren und sie sangen beide. Ihre Auftritte kamen beim Publikum sehr gut an. Das Duo präsentierte den größten Teil der Lieder von Skip Battins nächstem Album sowie einige Klassiker der Byrds, der Burritos und Songs von Buffalo Springfield. Skip Battin trug sogar einige Lieder in italienischer Sprache vor.

Ende 1983 wurde Skip Battins drittes Solo Album veröffentlicht. "Don't Go Crazy" bot einige Überraschungen. Die zweite Seite setzte sich aus italienischen Liedern zusammen, die sogar teilweise italienisch gesungen wurden. Die erste Seite bot Songs, die die Anhänger von Skip Battin bereits gut kannten. Es gab hier die Möglichkeit, die Studioaufnahme von "Santa Ana Wind" zu hören. Der Song gehörte schon lange zu den Höhepunkten der Konzerte. Weiterhin gab es Skip Battins Version von "Do Not Disturb".

Nach seiner Rückkehr nach Amerika versammelte Skip Battin wieder die Formation Battin, Kleinow & Friends mit Peter Kleinow, Greg Harris, Ed Ponder und Gene Parsons um sich . Nach einigen Konzerten änderte die Gruppe ihren Namen und präsentierte nun einen richtigen Gruppennamen: Peace Seekers. Das Repertoire der Gruppe bot für jeden Geschmack etwas: Von Rock'n'Roll-Klassikern wie "Alley Oop" bis hin zu Stücken aus dem Country- oder Bluegrass-Umfeld.

Ende 1984 ließen Skip Battin, Sneaky Pete Kleinow, Greg Harris und Jim Goodall die Flying Burrito Brothers erneut aufleben. Die Band trat während der nächsten zwei Jahre sehr viel auf, und es wurden vier Live-Alben veröffentlicht.

1987 traf Skip Battin John York, der ebenfalls früher bei den Byrds gespielt hatte, und sie beschlossen, gemeinsame Aufnahmen zu machen. Sie flogen nach Italien und trafen sich dort mit Ricky Mantoan und dem Schlagzeuger Beppe D'Angelo. Nach einigen Proben gingen sie in ein Studio und nahmen die Stücke auf. Sie schafften es sogar, nach den Aufnahmen einige Konzerte zu spielen. Als Skip Battin und John York nach Amerika zurückflogen, verschwanden die Aufnahmen in den Archiven der Plattenfirmen, bis sie im Jahre 2001 von der italienischen Plattenfirma Folkestdischi veröffentlicht werden konnten.

Auch später wirkte Skip Battin in vielen verschiedenen Projekten mit, darunter bei der Byrds Celebration, bevor er 1997 seinen Rückzug von allen musikalischen Aktivitäten ankündigte.

Skip Battin starb am Abend des 6. Juli 2003 aufgrund von Komplikationen im Verlauf einer Alzheimer-Krankheit.

Diskografie

Pledges

  • Betty Jean (1957, Rev Records)

Chuck & the Chuckles

  • Bury The Hatchet (1957, Shad Records)

Clyde Gary & his Orchestra

  • Tami’s Dance (1958, Shad Records)

Gary & Clyde

  • Why Not Confess? (1958, Rev Records)
  • The Twister (1959, May Records)

Clyde Battin

  • The Twister (1959, May Records)

Skip & Flip

  • It Was I (1959, Brent Records)
  • Fancy Nancy (1959, Brent Records)
  • Cherry Pie (1960, Brent Records)
  • Hully Gully Cha Cha Cha (1960, Brent Records)
  • Betty Jean (1960, Time Records)
  • Green Door (1961, Brent Records)
  • Over The Mountain (1961, Brent Records)
  • Skip & Flip (EP, 1961)
  • The Very Best of Skip & Flip (Album, 1998 Collectables Records)

Prehistorics

  • Alley Oop Cha Cha Cha (1960, Edsel)

Skip & Johnny

  • The Marathon (1961, Invicta Records)

Ron Scuderi

  • A Million Tears (1961, Kimley Records)

Teak Battyn & hit Battmen

  • Something’s Got A Hold Of me (1961, Invicta Records)

Skip Battin Combo

  • Can’t Stop Twisting (1961, Indigo Records)

Skip & the Hustlers

  • In The Soup (1961, Invicta Records)

Sir Raybould & the Blue Angels

  • Big Top (1962, Cenco Records)

Skip & the Flips

  • Everyday I Have To Cry (1963, California)

Skip Battyn

  • Bunky Battin (1963, Playmouth)
  • Searchin‘ (1964, Groove Records)
  • What’s Mine Is Mine (1964, Groove Records)
  • Love Minus Zero (1965, Egan Records)
  • I Don’t Believe You (1966, RCA)

Kim & the Skippers

  • Daybreaker (1965, Russ Fi)

Skip Battin & the Group

  • Night Time Girl (1967, Aurora)
  • High Coin (1967, Record Records)

Evergreen Blueshoes

  • Maybe Someday (1968, Living Legend)
  • Silver Shadow (1968, Living Legend)
  • Walkin‘ Down The Line (1969, Amos Records)
  • The Ballad of Evergreen Blueshous (Album, 1969 Amos Records)

Skip Battin

  • Central Park (1973, Signpost)
  • The Ballad Of Dick Clark (1973, Signpost)
  • Skip (Album, 1973 Signpost)
  • Navigator (Album, 1981 Appaloosa Records)
  • Don’t Go Crazy (1983, Appaloosa Records)

Für die Zeiten mit The Byrds, The New Riders of the Purple Sage und The Flying Burrito Brothers siehe jeweils dort

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