Taube Trespe

Taube Trespe
Taube Trespe
Taube Trespe (Bromus sterilis)

Taube Trespe (Bromus sterilis)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Gattung: Trespen (Bromus)
Art: Taube Trespe
Wissenschaftlicher Name
Bromus sterilis
L.
Taube Trespe (Bromus sterilis)

Die Taube Trespe (Bromus sterilis, Syn.: Anisantha sterilis (L.) Nevski) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie wurde bereits vor 1492 nach Europa vom Menschen eingeführt und gilt deshalb als Archäophyt. Sie kann den Winter als Hemikryptophyt überdauern oder als Samen (Therophyt).

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Bromus ist die Bezeichnung für eine haferähnliche Pflanze. „Sterilis“= „taub“ muss sehr frei als „Nicht-Hafer“ gedeutet werden, denn früher wurde die Art zur Gattung Hafer gestellt. Im Gegensatz zum Saat-Hafer war sie aber nicht als Getreide nutzbar.

Standorte

Man findet die Taube Trespe verbreitet im Unkrautsaum trockener Wege, in lückigen, leicht beschatteten Wiesen, auf Schuttplätzen, an Mauern oder Böschungen, auch in Kleefeldern und Weinbergen Sie bevorzugt lockeren und daher meist sandigen oder steinigen Lehmboden, der mäßig stickstoffreich sein sollte. Sie erträgt Austrocknung gut und kann auch noch auf verkrustetem Steinschutt oder in Mauerritzen leben. Sie liebt warme Standorte. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, subozeanisch verbreitet, bevorzugt mäßig stickstoffreiche Standorte und ist eine Verbandscharakterart annueller Ruderalgesellschaften in gemäßigt warmem Klima (Sisymbrion).

Erkennungsmerkmale

Die Taube Trespe ist eine einjährige oder einjährig überwinternde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 Zentimetern erreicht und kahle Halme besitzt.

Die lockere und herabhängende Rispe ist etwa 10 bis 15 cm lang. Die unteren Rispenäste sind meistens so lang wie Ährchen, die nicht zusammengedrückt sind. Von ihr sind überall raue biegbare Äste abstehend. Die Spelzen sind auf dem Rücken stets abgerundet. Die 15 bis 30 mm lange Granne ist fast doppelt so lang wie die starknervige Deckspelze. Die Ährchen sind mit der Granne 4 bis 6 cm lang und zur Spitze hin verlängert. Die Deckspelze ist 13 bis 23 mm lang. Die untere Hüllspelze ist einnervig, die obere dreinervig. Die Pflanze besitzt fein gezähnte Blatthäutchen.

Ökologie

Die Taube Trespe ist ein 30-80 cm hoher Therophyt und Archäophyt. Die bespelzten Samen werden durch Tiere verbreitet (Epizoochorie). Die rauen Grannen haften im Fell.

Literatur

  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. Auflage, Band 5
  • E. Oberdorfer : Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, Ulmer-Verlag, 2001, ISBN 3-8001-3131-5
  • H. Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 5. Auflage, Ulmer-Verlag, 1996

Weblinks

Steckbrief: [1]

Verbreitungskarte: [2]

Bilder: [3] [4] [5]

 Commons: Taube Trespe – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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