Tubuai

Tubuai
Tubuai
Tubuai aus dem All fotografiert
Tubuai aus dem All fotografiert
Gewässer Pazifischer Ozean
Archipel Australinseln
Geographische Lage 23° 23′ S, 149° 27′ W-23.383333333333-149.45Koordinaten: 23° 23′ S, 149° 27′ W
Tubuai (Französisch-Polynesien)
Tubuai
Anzahl der Inseln 7
Hauptinsel Tubuai
Landfläche 45 km²
Lagunenfläche 85 km²
Höchste Erhebung Mont Taitaa
422 m
Einwohner 2050 (2007)
Blick von einem Motu über die Lagune auf die Hauptinsel
Blick von einem Motu über die Lagune auf die Hauptinsel

Tubuai ist der Name eines Atolls sowie dessen Hauptinsel im Südpazifik, 640 km südlich von Tahiti. Mit 2.050 Einwohnern (2007) auf 45 km² Fläche ist sie die Hauptinsel der zu Französisch-Polynesien gehörenden Austral-Inseln, die daher oftmals auch „Tubuai-Inseln“ genannt werden. Hauptort ist Mataura.

Geschichte

Die Insel wurde am 8. oder 9. August 1777 von James Cook für Europa entdeckt, der aber keinen Grund sah, zu landen und sich mit den kriegerisch anmutenden Einheimischen einzulassen. Er benannte die Insel nach Georg III.

Von Juni bis September 1789 versuchten Fletcher Christian und seine Kameraden von der Bounty sich auf Tubuai niederzulassen und gründeten an der Nordostküste Fort George.

Nach andauernden Streitigkeiten untereinander und bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Einheimischen, unter anderem wegen Frauenraubes, gaben die Meuterer den Siedlungsversuch auf. 66 Menschen, darunter sechs Frauen, hatten sie getötet. Die Europäer hatten selbst nur zwei Verletzte – einen durch einen feindlichen Speer und Christian mit einer Schnittwunde durch sein eigenes Bajonett – zu beklagen gehabt.

Die Bounty kehrte nach Tahiti zurück, wo 16 zurückblieben, bald darauf verhaftet und nach England gebracht wurden, während neun Meuterer, zwei Einwohner Tubuais, vier Tahitianer und zwölf Tahitianerinnen in derselben Nacht heimlich weiterfuhren und letztlich Pitcairn besiedelten.

Die Rekonstruktion von Fort George kann als Touristenattraktion besichtigt werden.

  • 1881: Französische Kolonie
  • 1903: Zusammenfassung der Inseln zu Französisch-Ozeanien

Geographie

Neben der weitaus größten, gebirgigen Insel im Zentrum weist das im Frühstadium seiner Entwicklung befindliche Atoll sechs weitere Inseln auf dem östlichen Riffkranz, nachfolgend im Uhrzeigersinn von Nordost bis Südost aufgelistet:

  1. Tubuaï (Zentrum)
  2. Motu Mautaro (Nordost)
  3. Motu Toena (Nordost)
  4. Motu Moturaa (Ost)
  5. Motu Motihia (Ost)
  6. Motu Ofai (Südost)
  7. Îlot Plat (Südost)

Höchste Erhebung ist mit 422 m Mont Taitaa östlich vom Zentrum der Hauptinsel. Im Südosten liegt der Hanareho, der 325 m Höhe erreicht. Dazwischen liegt flacheres Land, sodass die Insel vom Norden und Süden aus einiger Entfernung wie zwei Inseln erscheint.

Hauptort und Verwaltungszentrum der Australinseln ist das Dorf Mataura an der Nordküste.

2007 betrug die Bevölkerung 2050. Sie verteilte sich auf drei Teilgemeinden (communes associées):

  1. Mataura (954, im Norden) (Hauptort)
  2. Taahueia (552, im Nordosten)
  3. Mahu (544, im Süden)

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