USJFCOM

USJFCOM
Emblem des USJFCOM

Das United States Joint Forces Command (USJFCOM) ist eines der neun Unified Combatant Commands der US-Streitkräfte. Es ist neben dem US Special Operations Command (SOCOM) das einzige, welches sowohl über regionale als auch über funktionale Kompetenzen verfügt. Bis zum Oktober 1999 hieß es Atlantic Command. Der Kommandeur des JFCOM ist seit 2002 zugleich der Supreme Allied Commander Transformation der NATO. Sitz des Kommandos ist Norfolk, Virginia, Befehlshaber ist der Marines-General James N. Mattis.

JFCOM verfügt über 500 Mitarbeiter aller Teilstreitkräfte, sowie 300 zivile Mitarbeiter. Hinzu kommen freie Mitarbeiter, die zum Teil aus der Rüstungsindustrie stammen, mit der das Kommando Technologien zur weiteren Verzahnung der Streitkräfte entwickeln soll.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Atlantic Command

JFCOM wurde 1947 als Atlantic Command im Rahmen des National Defense Act gegründet. Durch diese Mission waren vor allem Marines sowie Angehörige der Navy als Personal dominierend. Es hatte zunächst die Aufgaben eines reinen Regionalkommandos und war der US-Atlantikflotte vorgesetzt. Die Aufgaben waren vor allem defensiver Natur, da der strategische Hauptfeind, die Sowjetunion, über keine Überseeflotte im Atlantik verfügte. So oblag dem JFCOM' vor allem die Sicherung der Handelswege, des Transports von Truppen und deren Versorgung sowie die Überwachung feindlicher U-Boot-Aktivitäten.

Die Bedeutung des Kommandos wuchs, als ihm im Laufe der 1950er immer mehr seegestützte Atomwaffen unterstellt wurden. Erster Krisenfall im Kommandogebiet war die Kubakrise im Jahre 1961. Mitte der 1970er wurden dem Kommando Reserveeinheiten zugewiesen.

Truppen, die dem Kommando unterstanden, intervenierten 1965 in der Dominikanischen Republik. 27 US-Amerikaner starben bei dieser Operation. Nach der Präsidentschaftswahl 1966 wurden alle Truppen aus der Hauptstadt Santo Domingo abgezogen.

Im Jahre 1997 wurde die Karibik als Kommandogebiet dem US Southern Command zugeordnet.

Jahrtausendwende

1999 galt der allgemeine Auftrag des Atlantic Command als überholt, da die Sowjetunion als Bedrohung entfallen war. Im neuen Namen spiegelte sich die Vordenkerfunktion wider. In dieser Rolle war das JFCOM mit der Umsetzung des Joint-Vision-2020-Projektes beteiligt.

Auftrag und Zuständigkeit

Das Joint Forces Command hat den Auftrag die Überwachung möglicher feindlicher Aktivitäten sowie den Schutz der Seewege im Atlantischen Ozean zu gewährleisten. Zudem spielt es eine tragende Rolle als Denkfabrik zur Weiterentwicklung des verbundenen Kampfes der Streitkräfte.

Unterstellte Kommandos und Einheiten

Das JFCOM hat vier Komponentenkommandos:

Zudem sind acht weitere Dienststellen unterstellt:

  • Joint Deployment Training Center (JDTC)
  • Joint Communications Support Element (JCSE)
  • Joint Fires Integration and Interoperability Team (JFIIT)
  • Joint Personnel Recovery Agency (JPRA)
  • Joint System Integration Command (JSIC)
  • Joint Warfare Analysis Command (JWAC)
  • Joint Transformation Command - Intelligence (JTC-I)
  • Special Operations Command-Joint Forces Command (SOCJFCOM), Norfolk (Virginia)

Führung

Stab

Kommandeure

Nr. Name Bilder Beginn der Berufung Ende der Berufung
5 General James N. Mattis (USMC) 9. November 2007 ---
4 General Lance L. Smith (USAF) 10. November 2005 9. November 2007
Interim Lieutenant General Robert W. Wagner (USA) 1. August 2005 10. November 2005
3 Admiral Edmund P. Giambastiani (USN) 2. Oktober 2002 1. August 2005
2 Gen. William F. Kernan (USA) 5. September 2000 2. Oktober 2002
1 Adm. Harold W. Gehman, Jr. (USN) 24. September 1997
(7. Oktober 1999)
5. September 2000

Das US Joint Forces Command ging am 7. Oktober 1999 aus dem, am 1. Dezember 1947 aufgestellten, US Atlantic Command hervor. Letzter Kommandeur des US Atlantic Command seit dem 24. September 1997 und erster Kommandeur des US Joint Forces Command vom 7. Oktober 1999 bis zum 5. September 2000 war Admiral Harold W. Gehman, Jr.

Weblinks


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