Vereinigte Henriette

Vereinigte Henriette
Vereinigte Henriette
Abbau von Eisenerz
Größte Tiefe 675 m
Förderung/Gesamt ca. 400.000 t Eisenerz
Seltene Mineralien Goethit
Beschäftigte 226
Betriebsbeginn 23. Juli 1870
Betriebsende 7. November 1923
Geografische Lage
Koordinaten 50° 50′ 45″ N, 7° 57′ 8″ O50.8459722222227.9522222222222Koordinaten: 50° 50′ 45″ N, 7° 57′ 8″ O
Vereinigte Henriette (Nordrhein-Westfalen)
Vereinigte Henriette
Lage Vereinigte Henriette
Gemarkung Niederschelden / Niederschelderhütte
Gemeinde Siegen / Mudersbach
Kreis Kreis Siegen-Wittgenstein
Revier Bergrevier Siegen I

p1p2p4

Die Verbundgrube Vereinigte Henriette lag auf der Grenze zwischen dem Siegener Stadtteil Niederschelden (Kreis Siegen-Wittgenstein) und dem Mudersbacher Ortsteil Niederschelderhütte (Landkreis Altenkirchen) im Siegerland.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Goethit, gefunden in der Grube Rosengarten

Die Grube entstand am 23. Juli 1870 durch eine Konsolidation mit mehreren kleinen Gruben, wobei die Hauptgrube im Gebiet der Gruben „Rosengarten“ und „Rosenzweig“ in Niederschelden lag. Der ab dem 15. August 1860 angelegte „Charlotten-Erbstollen“ („Erbstollengerechtigkeit“) diente als Erbstollen der Grube. Am 25. August 1908 konsolidierte die Grube abermals. 1909 arbeiteten im Verbund 226 Belegschaftsmitglieder. Am 7. November 1923 wurde die Grube stillgelegt. Bis zur Stilllegung wurden im Erzfeld „Beerberg“ ca. 400.000 t Eisenerz abgebaut.

Tiefbau

Die beiden Hauptschächte der Grube lagen im Gebiet der oben genannten Gruben. 1869 wurde in „Rosengarten“ ein 4,71 x 2,38 m großer und 185 m tiefer Blindschacht angelegt. Ab 1914 wurde mithilfe elektrischen Stroms auf den 5 Sohlen Erz abgebaut. Im Jahr 1900 wurde ein Tagesschacht in „Rosenzweig“ abgeteuft. Dieser hatte die Maße 5,4 x 2 m. Die Gesamtteufe der Grube lag bei 675 m, auf die 13 Abbausohlen verteilt wurden.

Konsolidationen

Hauptgruben

  • Rosengarten“ in Niederschelderhütte. Entstand durch eine Konsolidation am 30. Oktober 1858. Im Jahr 1863 wurden 7.502 t Eisenerz gefördert und stand damit an neunter Stelle in der Förderstatistik.[1] Tiefbau wurde ab 1871 betrieben. 1869 wurde mit einem Blindschacht mit den Maßen 4,71 x 2,38 m begonnen. Er hatte eine Teufe von 185 m, auf die 5 Sohlen verteilt wurden. Ab 1914 wurde elektrisch abgebaut.
  • Rosenzweig“ in Niederschelderhütte, Konsolidation am 3. September 1849. Tiefbau wurde hier ab 1874 betrieben. Der Schacht hatte eine Größe von 4,78 x 1,5 m, 1900 wurde ein Tagesschacht mit den Maßen 5,4 x 2,0 m angelegt.

Weitere Gruben

Die Verbundgrube hatte eine Reihe von zugehörigen Konsolidationsgruben. Hier die größten Betriebe:

Grube Ort Ersterwähnung / Konsolidation Sonstiges
Alter Beerberg Niederschelden 1815 5. September 1857 Kons. aus Alter Beerberg, Held Friedrich & Held Bonin
Brüche Niederschelden 1852-12-29
Cavour Niederschelden 1861-01-02
Egidius Niederschelderhütte 1858-12-03
Gerhard Niederschelderhütte 1861-06-29
Gordian Niederschelderhütte 1858-12-03
Hinterster Schönschacht Niederschelderhütte 1851-06-14 Konsolidation
Hinterstes Hühnchen Niederschelderhütte 1839-02-25
Hirsch Niederschelden 1848-10-23 Konsolidation
Jäger (bei Hench's Hütte) Niederschelden 1865-06-28 Konsolidation
Junger Eisenmann Niederschelderhütte 1860-03-09
Knorrenberg Niederschelderhütte 1858-12-09 Konsolidation aus sechs Einzelbetrieben
Marcellus Niederschelderhütte 1859-02-03
Mittelstes Hühnchen Niederschelderhütte 1858-12-07
Nachbar Niederschelden 1866-06-29
Neptun Niederschelden 1847-10-09
Neue Bernhardine Niederschelderhütte 1861-02-26 Konsolidation
Oberstes Hühnchen Niederschelderhütte 1858-07-02
Rother Hahn Niederschelderhütte 1849-04-07 Konsolidation, Teufe: 440 m
Saynischer Neptun Niederschelderhütte 1860-02-08
Schindenbach Niederschelderhütte 1849-09-03 Konsolidation
Strackezeche Niederschelden 1876-08-31 Konsolidation
Unterster Schönschacht Niederschelderhütte 1833-03-19
Victor Effenberg Niederschelderhütte 1865-09-29 Konsolidation
Vorschlag Niederschelderhütte 1830-06-23
Weber Niederschelden 1859-11-23
Weigand Mudersbach 1865-04-18

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Hans Dietrich Gleichmann: Der Füsseberg – Die große Zeit des Siegerländer Eisenerzbergbaus, Bertelsmann Fachzeitschriften-Verlag Gütersloh, 1994.

Weblinks

 Commons: Grube Vereinigte Henriette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать реферат

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Zeche Vereinigte Henriette (Dortmund) — Zeche Vereinigte Henriette Abbau von Steinkohle Förderung/Jahr max. 88.792 t Beschäftigte bis max. 355 Betriebsbeginn 1831 Betriebsende 1881 Nachfolgenutzung …   Deutsch Wikipedia

  • Zeche Vereinigte Henriette (Essen) — Zeche Vereinigte Henriette Andere Namen Zeche Henriette Abbau von Steinkohle Förderung/Jahr max. 61.805 t Beschäftigte bis ca. 238 Betriebsbeginn 18. Jahrhundert Betriebsende …   Deutsch Wikipedia

  • Zeche Vereinigte Henriette — Mit dem Namen Zeche Vereinigte Henriette gab es in Deutschland mehrere Bergwerke. Dies waren unter anderem: Die Zeche Vereinigte Henriette (Dortmund) in Dortmund Eichlinghofen Die Zeche Vereinigte Henriette (Essen) in Essen Byfang Siehe auch… …   Deutsch Wikipedia

  • Henriette (Begriffsklärung) — Henriette steht für: Henriette, weiblicher Vornamen Henriette (Minnesota), Stadt in den Vereinigten Staaten Henriette (Sallgast), Ortsteil der Gemeinde Sallgast, Brandenburg Vereinigte Henriette, Bergwerk in Niederschelden / Niederschelderhütte… …   Deutsch Wikipedia

  • Henriette (Minnesota) — Henriette Lage im County und in Minnesota …   Deutsch Wikipedia

  • Grube Henriette — Vereinigte Henriette Abbau von Eisenerz Größte Tiefe 675 m Förderung/Gesamt ca. 400.000 t Eisenerz Seltene Mineralien Goethit Beschäftigte 226 Betriebsbeginn 23 …   Deutsch Wikipedia

  • Zeche Henriette Catharina — Abbau von Steinkohle Betriebsbeginn um 1800 Betriebsende vor 1855 Nachfolgenutzung Zeche Vereinigte Henriette Catharina Geografische Lage …   Deutsch Wikipedia

  • Zeche Vereinigte Himmelsfürster Erbstollen — Abbau von Steinkohle und Abbau von Kohleneisenstein Förderung/Jahr max. 20.710 t Beschäftigte max. 70 Betriebsbeginn …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Bergwerken in Nordrhein-Westfalen — Die Liste von Bergwerken in Nordrhein Westfalen umfasst Steinkohlebergwerke, Braunkohlebergwerke, Erzbergwerke, Schiefergruben und Salzbergwerke. Zu den Bergbaurevieren zählen das Rheinische Braunkohlerevier, das Aachener Steinkohlenrevier, das… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Bergwerken im Siegerland — Die Liste von Bergwerken im Siegerland umfasst Bergwerke im Siegerländer Erzrevier, unterteilt in die Kreise Siegen Wittgenstein und Altenkirchen sowie die dortigen Städte und Gemeinden bzw. Verbandsgemeinden. In den Bergwerken des Siegerlandes… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”