Willkommen zu Hause

Willkommen zu Hause
Filmdaten
Originaltitel: Willkommen zu Hause
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: 90 Minuten
Stab
Regie: Andreas Senn
Drehbuch: Christian Pfannenschmidt
Produktion: SWR
Musik: Johannes Kobilke
Besetzung

Der TV-Film Willkommen zu Hause erzählt kritisch anhand eines Einzelschicksals von den negativen Folgen der deutschen Friedensmission in Afghanistan.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In der pfälzischen Kleinstadt Deidesheim herrscht Freude. Unversehrt kehrt der freiwillig Wehrdienst leistende Soldat Ben Winter (Ken Duken) nach einem dreimonatigen Afghanistan-Einsatz aus Kundus zurück. Zumindest äußerlich hat er keinen Schaden davongetragen. Jedoch ein Attentat, bei dem er zusehen musste, wie sein Freund Torben starb, hat bei ihm eine Posttraumatische Belastungsstörung hervorgerufen. Damit Ben die Freude seiner Umwelt nicht trübt, versucht er den Schock zu überspielen. Bei den Nachbesprechungen bei der Bundeswehr leugnet er seine Probleme. Als er dennoch im­mer heftigere Gefühls­aus­brüche zeigt, reagieren Freundin Tine (Mira Bartuschek) und die Eltern verstört. Lediglich Nachbarin Lona (Ulrike Folkerts) erkennt als Ärztin, dass Ben Hilfe braucht.

Hintergrund

Ursprünglich war die Ausstrahlung bereits für den 3. September im Ersten geplant, doch die ARD setzte dann den 5. November 2008 fest. Dieser Termin wurde jedoch verworfen, da dieser Abend ganz im Zeichen der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten stehen würde. Aufgrund dessen wurde der 23. Oktober als Alternativ-Sendeplatz gewählt. Dieser Termin kollidierte jedoch mit dem Fußball-Event UEFA-Cup. „Willkommen zu Hause“ wurde am 2. Februar 2009 erstmalig ausgestrahlt.

Parallel zu Willkommen zu Hause entwickelte eine andere Redaktion des SWR einen weiteren Film, der das Thema eines aus Afghanistan traumatisiert zurückkehrenden Soldaten behandelt: Nacht vor Augen wurde auf der Berlinale 2008 erstmals gezeigt und ist mehrfach preisgekrönt. Die Handlungen der beiden Filme unterscheiden sich nur leicht.[1]

Trivia

Es sind einige formale Fehler im Bezug auf die Bundeswehr im Film zu sehen. Unter anderem kehren in der Bundeswehrmaschine am Anfang des Filmes Gefreite aus dem Einsatz zurück, was unter Berücksichtigung der Zeit im Auslandseinsatz, Ausbildungszeiten und Beförderungszeiten nicht vorkommen kann. Ein Soldat, der nach seiner Uniform nicht der Bundeswehr angehört, trägt in einer Szene ein G36. Das G36 wird aber innerhalb der ISAF nur von Deutschland benutzt. Der Psychologe der Bundeswehr trägt einmal die Schulterklappen eines Oberstabsarztes und in einer anderen Szene die eines Leutnants (Sanitätsoffizieranwärter). Der Hauptdarsteller, Hauptgefreiter Winter, meldet sich bei seinem Kompaniechef fälschlicherweise in der dritten Person ab, er sagt: "Herr Hauptmann, Hauptgefreiter Winter meldet sich ab.", anstatt korrekterweise: "Herr Hauptmann. Hauptgefreiter Winter, melde mich ab.".

Einzelnachweise

  1. TAZ.de: Der Kampf geht weiter, vom 1. Februar 2009

Weblinks


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