Wolfgang Ramadan

Wolfgang Ramadan

Wolfgang Ramadan (* 1960 in München) ist Autor, Musiker, Schauspieler, Regisseur und als mobiler Kulturreferent im Großraum München tätig.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Ausbildung

Als Kind einer deutschen Mutter und eines brasilianischen Vaters wuchs Wolfgang im Münchner Arbeiterviertel Milbertshofen auf. Der spätere Lebensgefährte seiner Mutter war arabischer Herkunft. So wurde dem jungen Wolfgang die Begegnung mit Kultur aus fernen Ländern schon in die Wiege gelegt, „die Hausmusik tönte zwischen Beatles und arabischer Folklore“. Als Nachbarn hatte Wolfgang den in den Antillen geborenen Sänger Wally Warning, bei dem er seine ersten musikalischen Schritte machte.

Seine bayerischen Freunde frozzelten „bayerischer Neger – weißer!“. Ramadan fand seine individuelle Synthese aus Bayern, Latino und Arabien. Bayerisch ist sein starkes Fundament und die Elemente aus anderen Kulturen werden ins Bayerische eingebaut, später sogar seine Impressionen aus dem fernen Indien oder der Dichter William Shakespeare.

Auf Wunsch seiner Eltern erhielt Wolfgang eine solide Ausbildung, deshalb absolvierte er von 1975 bis 1978 eine kaufmännische Lehre und erhielt von der IHK die Auszeichnung für den besten Abschluss in Süddeutschland.

Seine Liebe und Begabung zu dichten brachten ihn 1978 bis 1981 zu seiner Tätigkeit als Werbetexter. 1981 bis 1984 dominierte die Musik und führte Wolfgang als Straßenmusiker bis nach Portugal. 1983 kaufte er ein Haus in Portugal, in dem er ein Jahr völlig zurückgezogen lebte. Hier entstanden erste Kurzgeschichten. Anschließend war er wieder in München tätig und nahm Musik- und Schauspielunterricht. 1986 ging Ramadan zwei Jahre nach Indien und studierte dort klassischen indischen Gesang und Yoga.

Kunst und Kultur

Wolfgang Ramadan ist Poet und Impresario. Er betont immer, dass er zwei Biografien habe, die des Künstlers und die des Kulturmanagers. Als Künstler bringt er sein inneres mentales und emotionales Potenzial zum Ausdruck. Als Kulturmanager organisiert er kulturelle Veranstaltungen, inklusive Öffentlichkeitsarbeit und Werbeaktionen für Städte, Gemeinden, Theater, Firmen sowie Konzerne.

Heute lebt Ramadan mit seiner Lebensgefährtin in Icking bei München.

Künstler-Vita

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1980–1988

  • Gesangsausbildung & Schauspielunterricht
  • Schauspieler im Stück "Tödlich gilt nicht"
  • Autor, Produzent und Schauspieler in drei Werbefilmen der Modefirma Wöhrl
  • Texte für den Film "Rama dama" von Joseph Vilsmaier, vertont von Prof. Enjott Schneider
  • Darsteller im Film "Rama dama" von Joseph Vilsmaier
  • Texte für verschiedene Komponisten z. B. die "Singphoniker" (auf CD: Musik und Dichtung, 1996) und Elmar Raida (auf CD: RAIDA, die bairische, 1996)
  • Buch "Peng – i hob di gseng!"

1992

  • "Shakespeare auf Bairisch", die Komödie ziemlich frei, höchstwahrscheinlich ganz im Sinne von William Shakespeare ins Bayerische übertragen und bearbeitet (1992).

Januar 1995–April 1998

  • CD "Ramadan, born in Bavaria", gemeinsam mit den Liverpooler Musikern Phil Newton und Neil Vaggers (1996).
  • CD "Einfach so …, Liebe jenseits von Hochdeutschland", gemeinsam mit dem Musiker Jakob Schmidt
  • Zusammen mit Jakob Schmidt jährlich ca. 100 Auftritte mit dem eigenem Stück "Einfach so…" und der Band "Born in Bavaria"

Mai 1998–April 1999

  • Auftritte als Schauspieler und Musiker in Michael Endes "Wunschpunsch" und in der Eigenproduktion "Einfach so…".

Mai 1999–2004

  • Regiearbeiten in Bad Aibling, Andechs, Gut Immling, Schloss Stein, Wolfratshausen
  • CD "Mon A®my", drei Lieder gegen Krieg, für Frieden, gemeinsam mit Jens Ohly, Titus Vollmer, Susanne Knödel, Rob Dietze, Jana Cerno.
  • Mit dem Song "Bomb my Home" trat Ramadan beim Protestsongcontest Vorfinale 2004 in Wien an.
  • Theaterstück "Frieden".
  • Autor für das BR-Vorabendprogramm "Wir in Bayern"

Kulturmanager-Vita

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1980–1988

  • Selbständig mit Event- & Werbeagentur: "Ramadan – Ihr Mann!"
  • Münchner Theaterfestival – Werbung & PR für das Festival
  • Münchner Litfaßsäulen Kunstbiennale

1989

Jan.1990–Dez.1994

  • 5 Jahre Kulturreferent der Stadt Garching bei München
  • Festwoche zur Stadterhebung:
  • Festakt mit Ministerpräsident Edmund Stoiber und Oberbürgermeister Christian Ude
  • Blumenkorso mit 1200 Teilnehmern
  • Straßenfest mit 80 Kulturprogrammen, Biergärten, Festzelt mit 2000 Plätzen
  • Festprogramm mit bayerischem Staatsballett, Staatstheater am Gärtnerplatz u.v.a.m.
  • Spielplan Bürgerhaus Garching mit jährlich ca. 200 Kulturveranstaltungen.
  • Bürgerwoche mit jährlich 70 Veranstaltungen
  • Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkte
  • 70 Kunstausstellungen: Europäische Kunstperspektiven, Skulpturenparks, Lichtinstallaitonen
  • Gründung Studiobühne "Theater im Römerhof"
  • Gründung Sommerkino im Amphitheater mit 1200 Sitzplätzen
  • Bespielung Amphitheater Musikschule
  • Gründung Instrumentenmuseum Musikschule Garching bei München

Mai 1998–April 1999

  • Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Schauspieler und Musiker am Münchner Volkstheater
  • Konzeption, Organisation und Durchführung der Werbung und PR
  • Entwicklung eines neuen Erscheinungsbildes
  • Auszeichnung durch die Deutsche Städtereklame DSR für beste Kulturwerbung

Mai 1999–2004

  • Mobiler Kulturreferent für Firmen und Institutionen.
  • Konzeption & Organisation mehrerer Events für Volkswagen, Lufthansa, Olympia Einkaufszentrum, PEP, Riem Arcaden, Bayerisches Fernsehen etc.

2004–2008

  • Veranstalter von Abos in Icking, München, Garching bei München, Bad Tölz, Aying und Starnberg
  • Veranstalter von "BrotZeit&Spiele"
  • Künstlerische Leitung, Spielplangestaltung, Finanzielle & technische Abwicklung
  • Abonnentenpflege, Kundenakquise, Regionale Aktionsplanung und Umsetzung der aktuellen Marketing- und Promotionaktivitäten

2008

  • Kurator Altstadtringfest 850 Jahre München Isartor/Tal & Viktualienmarkt: 525 Künstler auf 10 Bühnen.

Die Stadt München feierte ihren 850. Geburtstag mit dem schönsten Festsommer Europas. Über 1 Mio. Besucher auf dem autofreien Altstadtring! Isartor/Tal & Viktualienmarkt: Eröffnung durch OB Christian Ude. Kabarett: Bühne im Isartor u. a. mit Jörg Hube & Wellküren. Tanz im Tal: Tanzlmusi, bayerisches Kunsthandwerk, 12 Straßentheatergruppen u.v.a.m.

Aus der Presse

Sandra Maischberger :
"Wolfgang Ramadan ist mit Sicherheit Bayerns bester Liebes-Poet – mein liebster".

Abendzeitung:
"Blues ist eine bairische Lebensform. Ramadan bewies es im Münchner Volkstheater."

Tölzer Kreisbote:
"Es gibt ganz bestimmt nichts besseres. Zumindest nicht auf diesem Sektor."

Süddeutsche Zeitung:
"Sterbensschöne Lyrik, korrespondierend mit dem verzückenden Bogenstrich eines Cellisten. Seufzer allenthalben".

Münchner Merkur :
"Kurzweilig und lustig? Aber hallo! Bis in die nähe des Lachkrampfes. Genial."

Süddeutsche Zeitung:
"Ramadan rockt und fetzt vor der Traumkulisse – 400 Fans jubeln! Ein furioser, musikalischer Kraftakt, der das Publikum restlos begeisterte."

Münchner Merkur :
"Bayerisch, derb und von feinsinniger Ironie, begleitet von fetzigen Rhythmen. So vielschichtig die grundehrliche Musik ist, so tiefgründig sind auch seine Texte. Die Fans ließen sich mitreissen, Tanzten unter freiem Himmel, klatschen und feierten den neugeborenen Musiker, dem man anmerkt, dass jedes seiner Lieder von Tief innen kommt."

Süddeutsche Zeitung:
"Lied vom Schmetterling: Nach vier Extraliedern geht ein prima Konzert zu Ende und viele Gäste summen noch auf dem Nachhauseweg das Lied vom zarten Schmetterling."

Augsburger Tagblatt:
"Wolfgang Ramadan zog in der Lechstadt alle Register. Er brachte ein Programm auf die Freilichtbühne des Stadttheaters Landsberg, das nachhaltig das Publikum beeindruckte. Ein multikulturell geprägter Bayer auf der Suche nach seinen Wurzeln. Mund-Art-Lyrik als Definitionshilfe. Mit bayerischer Bodenständigkeit und Humor, der unverhofft aus den Zeilen guckt, zeigt er die großen und kleinen Freuden der alltäglichen Liebe(n) auf – frei von Duselei nach oben oder unten."

Münchner Merkur + Kreisbote Landberg am Lech:
"Ramaduada: Von Schmuserock bis Rap war so ziemlich jede Stilrichtung vertreten, sogar klassischer Ton. Die Musiker verschmolzen professionellen Pop-Sound mit alpiner Lyrik auf wundersame Weise. Dazu passte perfekt Ramadans Stimme, der das bayerische in allen Facetten und Lautstärken zelebrierte: Gesungen, gesprochen, sehnsuchtsvoll geflüstert, zart gesäuselt oder zornrot gebrüllt: "Wo soi i blos mit meinen Trieben hin?" fragte er lauthals. Na wohin schon: ins Plattenstudio natürlich und dann in unsere CD-Spieler!"

Süddeutsche Zeitung:
"Der charismatische Mundart- und Gefühlslyriker hatte das Publikum fest im Griff. Er verzauberte es mit seinen bald nachdenklichen, bald derbrockigen Songs ebensosehr wie mit Witzen und beiläufig vorgetragenen Mundart-Poesien. Oft wird Ramadan auch fetzig, ja "dreckig". Schließlich lassen die hervorragenden Musiker der Band trotz aller "Bosheit" immer brillante funkige oder jazzige Klänge hören. Alle Talentsucher seien hiermit versichert, dass sie mit der Band einen Hit landen könnten. Zumal dann, wenn stimmt, was Ramadan von sich sagt: "je älter, desto böser werde ich". Ramadan trifft alle Töne, die sanften und härteren, mit bayerisch-zielsicherem Instinkt. Aber am meisten begeisterte er sein Publikum eben, wenn er "böse" wurde."

Weblinks


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