Wollasch

Wollasch

Joachim Wollasch (* 1. Februar 1931 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Historiker.

Joachim Wollasch studierte in Freiburg und promovierte 1955 mit der Arbeit Königtum, Adel und Klöster im Berry während des 10. Jahrhunderts. 1963 erfolgte die Habilitation über das Thema Mönchtum des Mittelalters zwischen Kirche und Welt. Nach Dozententätigkeit in Freiburg und einem Aufenthalt am Deutschen Historischen Institut in Rom wurde Wollasch 1973 Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster. 1996 wurde er emeritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte waren vor allem die Geschichte des Klosters Cluny in Burgund und die Geschichte des mittelalterlichen Mönchtums sowie dessen Wirkung auf die Umwelt der Klöster. Bedeutende Arbeiten gelangen Wollasch besonders mit einer neuen Interpretation der Totenbücher des Mittelalters, die er durch neuartige Editionen verfügbar machte und deren Namenvielfalt er mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung erschloss.

Schriften

Monografien
  • Cluny - "Licht der Welt". Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft, Zürich 1996, ISBN 3-7608-1129-9.
  • Mönchtum des Mittelalters zwischen Kirche und Welt, München 1973.
Herausgeberschaften
  • zusammen mit Karl Schmid: Memoria. Der geschichtliche Zeugniswert des liturgischen Gedenkens im Mittelalter, München 1984, ISBN 3-7705-2231-1.
  • zusammen mit Gerd Althoff: Die Totenbücher von Merseburg, Magdeburg und Lüneburg, München 1983, ISBN 3-7752-5142-1.
  • Synopse der cluniacensischen Necrologien, München 1982.

Literatur

  • Franz Neiske u.a. (Hrsg.): Vinculum societatis. Joachim Wollasch zum 60. Geburtstag, Sigmaringendorf 1991, ISBN 3-8235-6090-5.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать курсовую

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Joachim Wollasch — (* 1. Februar 1931 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Historiker. Joachim Wollasch studierte in Freiburg und promovierte 1955 bei Gerd Tellenbach mit der Arbeit Königtum, Adel und Klöster im Berry während des 10. Jahrhunderts. 1963… …   Deutsch Wikipedia

  • Benedikt Kreutz — (* 15. Januar 1879 in St. Peter (Hochschwarzwald); † 25. Juli 1949 in Freiburg im Breisgau) war zweiter Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV). Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werk 3 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Corvey — Territorium im Heiligen Römischen Reich Corvey Wappen …   Deutsch Wikipedia

  • Gerd Tellenbach — Gerd Leo Tellenbach (* 17. September 1903 in Berlin; † 12. Juni 1999 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Historiker, Wissenschafts und Bildungspolitiker. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Forschung 3 Schriften …   Deutsch Wikipedia

  • Stammtafel der Welfen — Stammliste der Welfen mit den in der Wikipedia vertretenen Personen und wichtigen Zwischengliedern. Inhaltsverzeichnis 1 Die burgundischen Welfen (800–1000) 2 Die schwäbischen Welfen (850–1055) 3 Die jüngeren Welfen als Herzöge von Bayern und… …   Deutsch Wikipedia

  • St. Marx Abbey — or St. Mark s Abbey (German: Kloster St. Marx; French: Saint Marc) was a Benedictine nunnery in Gueberschwihr (Geberschweier) in Alsace, founded in about 1105. Since 1845 it has been the principal house of the Sisters of St. Joseph of St. Marc,… …   Wikipedia

  • Adelheid II. (Quedlinburg) — Adelheid (* Herbst 1045 wohl in Goslar; † 11. Januar 1096 in Quedlinburg) war die älteste Tochter Kaiser Heinrichs III. aus seiner zweiten Ehe mit Agnes von Poitou. Adelheid war als Äbtissin von Gandersheim seit 1061 und von Quedlinburg seit 1063 …   Deutsch Wikipedia

  • Adelheid II. von Gandersheim — Adelheid (* Herbst 1045 wohl in Goslar; † 11. Januar 1096 in Quedlinburg) war die älteste Tochter Kaiser Heinrichs III. aus seiner zweiten Ehe mit Agnes von Poitou. Adelheid war als Äbtissin von Gandersheim seit 1061 und von Quedlinburg seit 1063 …   Deutsch Wikipedia

  • Ansegisus — Ansegis (* um 770; † 20. Juli 833 oder 834 in Fontenelle) war Abt von Fontenelle (St. Vandrille) und wird von der römisch katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Der aus fränkischem Adel stammende Ansegis wurde in dem berühmten… …   Deutsch Wikipedia

  • Karl Schmid (Mediävist) — Karl Schmid (* 24. November 1923 in Rielasingen bei Singen; † 14. November 1993 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Mediävist und gehörte der Freiburger historischen Schule Gerd Tellenbachs an. Karl Schmid wurde unmittelbar vor dem Abitur… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”