Yahoo Japan

Yahoo Japan
Yahoo! Inc.
Logo von Yahoo
Unternehmensform Corporation
Gründung 1995
Unternehmenssitz Sunnyvale, Kalifornien, USA

37° 25′ 1,6″ N, 122° 1′ 31,01″ W37.41711-122.025287Koordinaten: 37° 25′ 1,6″ N, 122° 1′ 31,01″ W

Unternehmensleitung

Carol Bartz (CEO)
Jerry Yang

Mitarbeiter 14.500 (weltweit)
Umsatz 6,969 Mrd. USD (2007)[1]
Produkte

Internet

Website
Yahoos Hauptquartier in Sunnyvale

Yahoo (eigene Schreibweise Yahoo!) ist ein in Sunnyvale (Kalifornien, USA) ansässiges Unternehmen und gehört mit über 500 Millionen Nutzern weltweit zu den erfolgreichsten und größten Internetportalen mit Online-Produkten und -diensten sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden. David Filo und Jerry Yang gründeten im März 1995 die Firma. Das Unternehmen und die Palette der Angebote wuchsen nach der Gründung rasant an. Im Jahr 1996 ging Yahoo mit 46 Angestellten an die Börse und im Jahr 2005 arbeiteten insgesamt etwa 7.600 Mitarbeiter für Yahoo. Yahoos Service ist mittlerweile in mehr als 20 verschiedenen Sprachen verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgeschichte und -strategie

Im Jahr 1994 arbeiteten die Gründer von Yahoo, David Filo und Jerry Yang – zu jener Zeit Doktoranden an der Fakultät für Elektronik an der Universität Stanford – an einer Navigationshilfe für das Internet. Die Liste der im Webkatalog verzeichneten Internetseiten wuchs rasant an, worauf die Gründer die Inhalte nach Kategorien ordneten. Somit war der Grundstein für eine der erfolgreichsten Marken im Internet gelegt. Nachdem die Seite, welche zunächst unter dem Namen „Jerry and David´s Guide to the World Wide Web“ veröffentlicht wurde, im Herbst 1994 bereits eine Million Anfragen und 100.000 Nutzer verbuchen konnte, wurde Yahoo im darauffolgenden Jahr offiziell gegründet. Yahoo war dabei das Akronym für Yet Another Hierarchical Officious Oracle[2]. Im Jahr 1995 wurde Yahoo in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, ein Jahr darauf folgte der Start an der Börse.

Am 28. Januar 1996 wurde Yahoo Deutschland gegründet, die deutschsprachige Portalseite wurde am 10. Oktober 1996 veröffentlicht. Die Yahoo Deutschland GmbH wurde im November 1996 als Joint Venture mit Softbank (Ziff Davis) gebildet. In den folgenden Jahren erschloss Yahoo weitere nationale Märkte mit der Eröffnung seiner Portale in Japan, Großbritannien, Frankreich (jeweils 1996), Singapur, Australien, Korea, Dänemark, Norwegen, Schweden (jeweils 1997), Italien, Spanien (jeweils 1998), Volksrepublik China (1999), Argentinien, Indien und Kanada (jeweils 2000).

Yahoo gehört zu den Pionieren des Internets und hat in den 1990ern stark vom Boom des Internets profitiert. Mit den steigenden Werbeeinnahmen durch die Onlinewerbung stieg auch der Aktienkurs von Yahoo auf Rekordwerte. Mit dem Zusammenbrechen der sogenannten Dotcom-Blase gingen 2000/2001 auch die Werbeeinnahmen massiv zurück. Der Umsatz sank stark und stagnierte in den folgenden Geschäftsquartalen.

In dieser schwierigen Situation und unter dem neuen Chef Terry Semel änderte Yahoo seine Geschäftsstrategie. Bis zu diesem Zeitpunkt bot Yahoo viele Dienste wie E-Mail-Konten, Online-Terminplaner usw. den Benutzern kostenlos an, um eine möglichst große Zahl von Kundenkontakten auf seinen Seiten zu generieren. Je mehr Kundenkontakte realisiert wurden, desto teurer konnte Yahoo die Werbebanner auf seinen Seiten verkaufen. Diese Strategie basierte zum anderen darauf, dem Kunden alle Dienste, die er 'braucht', aus einer Hand anzubieten, um die Kunden zu binden.

Yahoo erweiterte seine Produktpalette und bot nun auch kostenpflichtige Dienstleistungen an. Hierzu kaufte Yahoo z. B. die Jobbörse HotJobs und die Fotoseite Flickr auf und integrierte diese in seine Angebotspalette. Neben bezahlten Inhalten bzw. Services machen Werbeeinnahmen aber nach wie vor immer noch den Großteil der Umsätze aus.

Yahoo nutzte zunächst die Datenbestände von Altavista, von Inktomi und zuletzt von Google als Grundlage für die eigene Suchmaschine. Im Februar 2004 wurden die Verträge mit Google gekündigt. Seitdem verwendet Yahoo eigene Suchalgorithmen und Indizes. Um gegenüber Google im Suchmaschinen-Sektor Boden gut zu machen, wurden am 7. Oktober 2003 der Spezialist für Online-Suche und -Marketing Overture Services (der später zu Yahoo Search Marketing umgeformt wurde) und am 19. März 2003 der Suchmaschinenbetreiber Inktomi übernommen.

2005 stieg Yahoo für eine Milliarde US-Dollar beim chinesischen Online-Portalbetreiber Alibaba.com ein.

Am 30. April 2007 übernahm Yahoo den Werbespezialisten Right Media. Der Preis soll bei 680 Millionen US-Dollar (500 Millionen Euro) gelegen haben.

Anfang Mai 2007 berichtet die New York Times von Fusionsgesprächen zwischen Microsoft und Yahoo, diese sind jedoch erfolglos abgebrochen worden.

Am 18. Juni 2007 trat Yahoo-Chef Terry Semel zurück. Der Mitgründer Jerry Yang übernahm seine Position.

Ende 2007 erwarb Yahoo das global agierende Online-Werbenetzwerk BlueLithium für knapp 300 Millionen Dollar.

Trotz der abgebrochenen Gespräche im Mai 2007 hat Microsoft am 1. Februar 2008 angekündigt, Yahoo für 44 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Ein entsprechendes Angebot wurde den Aktionären vorgelegt. Dieses Angebot wies Yahoo zurück und forderte pro Aktie rund neun US-Dollar mehr. Am 4. Mai 2008 zog Microsoft das Angebot zurück.[3]

Am 18. November 2008 trat Jerry Yang als CEO von Yahoo zurück.[4] Am 14. Januar 2009 übernahm die Software-Managerin Carol Bartz das Amt.

Geschäftszahlen

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Yahoo in Millionen US-Dollar
Jahr Umsatz Nettogewinn/-verlust
1996 19,6 -4,2
1997 70,3 -25,4
1998 218,2 11,1
1999 557,5 60,8
2000 1005 101,8
2001 717,4 -92,8
2002 953,1 42,9
2003 1472,4 237,82
2004 3574,7 839,3
2005 5256,7 1333,4
2006 6425 750,9

Umsätze ohne Traffic Acquisition Costs (TAC) und Gewinne ohne Sonderposten.

Börsendaten

  • Es gibt 1,36 Milliarden Aktien von Yahoo
  • Der Kurs lag am 24. Februar 2009 bei 9,41 Euro
  • Der Börsenwert lag damit bei 12,8 Milliarden Euro
  • Microsoft bot Anfang 2008 31 Dollar je Aktie, doch Yahoo lehnte ab. [5]
  • Die Yahoo Aktie lag 1997 bei 0,86 Euro, den Höchstwert erreichte sie Anfang 2000 mit 119,55 Euro[6]
  • Unternehmensgründer David Filo hält heute sechs Prozent der Aktien, sein Kollege Jerry Yang vier Prozent[7].

Angebote

Yahoo bietet mit Yahoo Mail seit Jahren auch ein eigenes Freemail-Angebot an und gehört mit etwa 260 Millionen Nutzern neben Hotmail zu den Marktführern bei den Freemail-Anbietern. Ein eigener Instant Messenger namens Yahoo Messenger existiert seit 1998.

Einige Dienste von Yahoo treten unter eigenen Markennamen auf, wie etwa:

Yahoo in der Kritik

Im März 2002 unterschrieben mehr als 300 Unternehmen, darunter auch Yahoo, eine „Öffentliche Erklärung zur Selbstdisziplin“ des chinesischen Staates. Darin verpflichten sich die unterzeichnenden Unternehmen, „keine gefährlichen Informationen zu produzieren, zu veröffentlichen oder zu verbreiten, die die staatliche Sicherheit oder die soziale Stabilität gefährden könnten“. Zwei inhaftierte chinesische Journalisten hatten eine Klage gegen Yahoo angestrengt, weil sie die Ursache für Gefangennahme und anschließende Folterung in der Informationsweitergabe durch Yahoo sahen. Die Klage wurde inzwischen durch einen Vergleich beigelegt.[8]

Auch Reporter ohne Grenzen kritisierte Yahoo 2006 scharf für seine mutmaßliche Rolle bei der Verhaftung von vier chinesischen Dissidenten. [9]

Die britische Journalistengewerkschaft NUJ hat am 2. Juni 2006 ihre 40.000 Mitglieder aufgefordert, Yahoo zu boykottieren. Grund für die Aktion der National Union of Journalists, die auch Mitglieder in Irland hat, ist laut NUJ die Kooperation des Konzerns bei Zensurmaßnahmen Chinas im Internet.

Im Juni 2007 gab es eine erneute Klage der Weltorganisation für Menschenrechte, Yahoo hätte der chinesischen Regierung bei der Identifizierung von regimekritischen Bürgerrechtlern geholfen. [10]

Siehe auch

Weblinks

Artikel über Yahoo! und Yahoo! Produkte

Quellenangaben

  1. Investor Relations
  2. http://docs.yahoo.com/info/misc/history.html Yahoo History auf docs.yahoo.com
  3. Vgl. Yahoo-Flirt mit Google - Microsoft zieht sich zurück vom 4. Mai 2008 bei n-tv.de
  4. Yahoo - Jerry Yang legt CEO-Posten nieder
  5. http://www.heise.de/newsticker/Microsoft-will-Yahoo-kaufen-Update--/meldung/102860
  6. Yahoo Aktie
  7. Ariva.de
  8. Einigung mit Chinesischen Journalisten sueddeutsche.de 14. November 2007
  9. Heise-Newsmeldung
  10. [http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,478158,00.html Meldung von Spiegel Online Netzwelt

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