Bruxelles

Bruxelles
Region Brüssel-Hauptstadt
Flagge der Region Brüssel-Hauptstadt
Basisdaten
Hauptstadt: Brüssel
Ministerpräsident Charles Picqué
Fläche: 161,4 km²
Einwohner: 1.067.557 (4. Februar 2009)
Bevölkerungsdichte: 6.497 Einwohner je km²
Website: www.brussel.irisnet.be
Karte
Position der Region Brüssel-Hauptstadt in Belgien
Stadt Brüssel
Stadt Brüssel (Belgien)
DEC
Stadt Brüssel
Stadt Brüssel
Staat Belgien
Region Brüssel
Bezirk Brüssel-Hauptstadt
Koordinaten 50° 51′ N, 4° 21′ O50.8458333333334.351944444444570Koordinaten: 50° 51′ N, 4° 21′ O
Fläche 32,61 km²
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
148.900 Einw. (4. Februar 2009)
4566 Einw./km²
Höhe 70 m
Postleitzahl 1000 (Brüssel)
1020 (Laken)
1120 (Neder-Over-Heembeek)
1130 (Haren)
Vorwahl 02
Bürgermeister Freddy Thielemans (PS)
Adresse der
Stadtverwaltung
Centre Administratif/
Administratief Centrum,
Boulevard Anspach 6/
Anspachlaan 6,
1000 Brüssel
Webseite www.brucity.be

lp

Unter dem Begriff Brüssel (Frz.: Bruxelles [bʀyˈsɛl] oder [bʀyˈksɛl], Niederl.: Brussel [ˈbrɵsəɫ]) kann die Stadt Brüssel (Frz.: Bruxelles-Ville oder, Niederl.: Stad Brussel) mit 148.900 Einwohnern oder die Region Brüssel-Hauptstadt (Frz.: Région de Bruxelles-Capitale oder, Niederl.: Brussels Hoofdstedelijk Gewest) mit 1.067.557 Einwohnern gemeint sein[1]. Die zur Region Brüssel-Hauptstadt gehörenden anderen 18 Gemeinden bilden zusammen mit der Stadt Brüssel ein zusammenhängendes städtisches Siedlungsgebiet, sind jedoch selbständig verwaltet und zählen dadurch im verwaltungsrechtlichen Sinne nicht zur Stadt Brüssel. Da die Region als ein zusammenhängendes Stadtgebiet wahrgenommen werden kann, wird im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Brüssel meist mit der Region Brüssel-Hauptstadt gleichgesetzt.

Die Stadt Brüssel ist die Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Belgien, Sitz der Institutionen der Flämischen und Französischen Gemeinschaft Belgiens sowie von Flandern und Hauptort der Region Brüssel-Hauptstadt. Zudem stellt die Stadt an der Senne den Hauptsitz der Europäischen Union sowie den Sitz der NATO, ferner den des ständigen Sekretariats der Benelux-Länder, der Westeuropäischen Union und der EUROCONTROL.

996 erstmals urkundlich erwähnt und im Mittelalter zur Hauptstadt des historischen Herzogtums Brabant aufgestiegen, wurde Brüssel mit der Unabhängigkeit Belgiens 1830 zu dessen Hauptstadt erhoben. Zusammen mit seinen umliegenden Gemeinden ist Brüssel heute als Industrie- und Handelsstadt mit zwei Universitäten, mehreren Hochschulen, Akademien, Bibliotheken, Museen und Bühnen ein bedeutendes Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturzentrum sowie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Zentrum des Landes.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Brüssel vom Mont des Arts/Kunstberg

Die Stadt Brüssel befindet sich recht zentral innerhalb des belgischen Staatsgebietes, eingebettet im Brüsseler Becken zwischen dem Flandrischen Tiefland und dem Brabanter Plateau auf einer Höhe zwischen 15 und 100 Metern über dem Meeresspiegel. Die Senne durchzieht die Stadt von Südwesten nach Nordosten, wo sie durch ihre großflächige Überwölbung aus dem 19. und 20. Jahrhundert nicht mehr auszumachen ist. Außerdem quert ein Seekanal, ausgehend von Anderlecht und der westlichen Stadtgrenze mit Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek, das nördliche Stadtgebiet Brüssels und verbindet damit die Stadt mit Charleroi und Antwerpen. Die Region Brüssel-Hauptstadt ist eine der drei Regionen und eines der 43 Verwaltungsbezirke Belgiens. Sie umfasst das zweisprachige Gebiet der Hauptstadt Brüssel und ist in 19 selbständige Gemeinden gegliedert. Die Stadt Brüssel, die das Stadtzentrum Brüssels umfasst, ist eine dieser 19 Gemeinden.

Verwaltungsgliederung

Gemeindegliederung
Die Flagge der Region Brüssel-Hauptstadt

Die Stadt Brüssel (auf der Karte die rote Fläche) bestand ursprünglich nur aus dem Stadtkern von Brüssel (auch Pentagon aufgrund seiner fünfeckigen Form genannt) und fusionierte im Jahr 1921 mit den Teilgemeinden Haren, Laken und Neder-Over-Heembeek. Heutzutage kann man die Stadt Brüssel in sechs Teile aufteilen: Das Pentagon (Stadtzentrum), Laken, Neder-over-Heembeek, Haren, die Südachse Louise/Louiza-Roosevelt (die die Hauptstadtregions-Gemeinde Ixelles/Elsene durchtrennt) und das Europaviertel.

Die Region Brüssel-Hauptstadt (Die gesamte nebenstehende Karte) ist in 19 selbständige Gemeinden gegliedert, die jedoch ein zusammenhängendes städtisches Siedlungsgebiet bilden, siehe Liste der Gemeinden in der Region Brüssel-Hauptstadt. Die Gemeinden haben bis heute ein hohes Maß an politischer Eigenständigkeit bewahrt. In puncto Lebensqualität und Wohncharakter unterscheiden sich die Hauptstadtgemeinden teils sehr stark voneinander. So gelten die südöstlichen und östlichen Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt, unter anderem aufgrund ihrer Nähe zum Erholungsgebiet Zonenwald, allgemein als bevorzugte Wohngegenden. Insbesondere zentrumsnahe Gemeinden wie Schaarbeek, Sint-Joost-ten-Node und Sint-Gillis werden dagegen eher von sozial schwächeren Schichten bewohnt und vermitteln dem Besucher einen heruntergekommenen Eindruck.

Zu Vergleichen ist die Struktur mit der von Greater London und der der City of London.

Ausdehnung des Stadtgebietes / Agglomeration Brüssel

Das verwaltungsrechtliche Gebiet der Stadt Brüssel umfasst 32 km², was etwa 3,5 Prozent der Stadtfläche Berlins entspricht. Dies ist im städtebaulichen Verständnis im deutschsprachigen Raum eher als Stadtteil der Region Brüssel-Hauptstadt aufzufassen. Auch wird mit dem Begriff Brüssel gewöhnlich die zweisprachige Region Brüssel-Hauptstadt bezeichnet, die auf 161 km² ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet mit sehr hoher Bevölkerungsdichte bildet. Rund 1.067.557 Menschen leben in diesem Städtekonglomerat, welches auch als Agglomeration Brüssel bezeichnet wird, wenngleich sich die eigentliche Siedlungsfläche der Brüsseler Agglomeration (im geographischen Sinne) über die Regionsgrenzen hinweg nach Flandern und Wallonien erstreckt. Die Brüsseler Metropolregion kann in drei Arten unterschieden werden. Erstens die operationalisierte Agglomeration (geoperationaliseerde agglomeratie) mit 1.451.047 Einwohnern. Zusammen mit den Vororten (banlieue) sind es 1.831.496 Einwohner. Zusammen mit dem Pendler-Einzugsgebiet (forensenwoonzone) steigt die Population auf 2.676.701 Einwohner[2][3]. Die verwaltungsrechtliche Zersplitterung des Brüsseler Verdichtungsraumes in 19 Gemeinden ist historisch bedingt. Die neue Rolle als Hauptstadt eines unabhängigen Staates und der industrielle Aufschwung Belgiens im 19. Jahrhundert führten auch in Folge einer lebhaften Zuwanderung aus der Wallonie und Frankreich zum starken Anstieg der Bevölkerungszahlen der ehemals ländlichen Vorortgemeinden. Die städtische Bebauung stieß an den kommunalen Grenzen aufeinander, so dass die Siedlungsgebiete um den Brüsseler Stadtkern (Pentagone) zu einem urbanen Konglomerat verschmolzen. Die einzelnen Städte und Gemeinden wurden jedoch bis auf einige königlich erlassene Ausnahmen nicht zur Kernstadt eingemeindet und behielten ihre kommunale Eigenständigkeit.

Bevölkerung

Satellitenfoto des Großraums Brüssel

Die demographischen Verhältnisse der Region Brüssel-Hauptstadt sind äußerst heterogen. Insbesondere der Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist je nach Gemeinde unterschiedlich ausgeprägt. Mit 98% hat Sint-Joost-ten-Noode den höchsten Anteil an Allochthonen aufzuweisen, gefolgt von Sint-Gillis (81%), Schaarbeek und Sint-Jans-Molenbeek (beide 74%). Die beiden Außengemeinden Ganshoren und Watermael-Bosvoorde haben mit jeweils 24% den geringsten Allochthonenanteil. Insgesamt hat Brüssel mit 57% (nach NPDATA) einen für europäische Verhältnisse sehr hohen Anteil an allochthoner Bevölkerung. Interessant ist, dass die französischsprachigen autochthonen Belgier nur noch in wenigen Gemeinden die Mehrheit der Bevölkerung darstellen. Die guten Wahlergebnisse französischsprachiger Parteien in der Region Brüssel-Hauptstadt sind insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung mit Migrationshintergrund vorwiegend französisch wählt. Die niederländischsprachige Minderheit wohnt vor allem in den nördlichen Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt und macht dort einen Anteil von ca. 15% an der Gesamtbevölkerung aus, in den Südbezirken schwindet ihr Anteil auf unter 10%.

Klima

Klimadiagramm von Brüssel

Brüssel liegt mit seiner Vollhumidität in der kühlgemäßigten Klimazone mit maritimem Klima.

Aufgrund der Lage Brüssels in relativer Küstennähe steht die Stadt unter dem Richtung Binnenland schwächer werdenden Einfluss von Meeresluftmassen, welche geringere Temperaturschwankungen im Jahresverlauf bewirken. In Brüssel sind Juli und August mit einer Durchschnittstemperatur von 17,2 beziehungsweise 17,0 °C die wärmsten Monate, das mittlere Temperaturminimum beträgt im Januar 2,5 °C. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 9,7 °C. Die mittlere Sonnenscheindauer liegt bei rund 1585 Stunden im Jahr. Die durchschnittlichen Maximaltemperaturen liegen im Juli bei 22,7 °C, die mittlere Minimum bei 12,1 °C. Im Januar liegt das mittlere Maximum bei 4,3 °C, die durchschnittlichen Minimaltemperaturen bei −1,2 °C.

Die Niederschlagsmengen im Bereich Brüssel bewirken einen humiden Jahresverlauf, wobei im Juni und November mit rund 78 mm Niederschlagshöhe die meisten Niederschläge fallen. Die jährliche Niederschlagsmenge in Brüssel beträgt 821 mm. Die Anzahl winterlicher Frosttage liegt bei rund 60 Tagen.

Geschichte

Die Anfänge

Der Name Brüssel kommt von einer Wortzusammensetzung des altniederländischen Wortes bruoc (neuniederländisch: Broek), Sumpf, und des ebenso altniederländischen Wortes sella, Sessel, Wohnort. Der Stadtname bedeutet also Wohnort im Sumpf.

Der Legende nach wird Brüssel im 6. Jahrhundert durch den heiligen Goorik gegründet. Im Dokument nachweisbar ist die Siedlung jedoch erst 966, in einer Urkunde Otto des Großen, die Bruocsella erwähnt. 977 bis 979 errichtet Karl von Niederlothringen eine Burg und eine Kapelle auf einer Insel im Flüsschen Senne und damit die Grundlage für die weitere Stadtentwicklung. Die Kapelle wurde Gudula gewidmet, der Nationalheiligen von Belgien und Patronin der Stadt. Im 11. Jahrhundert wird eine erste Stadtmauer angelegt. Die Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts spiegelt sich in den Boulevards des kleinen Rings wider.

Stadtkarte von Jacob van Deventer, 1555

Das mittelalterliche Brüssel und die Habsburger

1430 erbt Philipp der Gute, Herzog von Burgund, das Herzogtum Brabant. Er macht Brüssel zur Hauptstadt seines Burgunderreiches. In dieser Zeit entstehen das Rathaus und die ersten Zunfthäuser am Großen Markt. Die Stadt blüht in dieser Zeit wirtschaftlich auf. Bildhauer, Teppichwirker und Goldschmiede finden ihr Auskommen. Künstler wie Pieter Brueghel der Ältere und Rogier van der Weyden lassen sich in der Stadt nieder. Die Enkelin Philipps des Guten, Maria von Burgund, heiratet 1477 Maximilian von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Dadurch kommt Brabant unter die Herrschaft des Habsburgerreiches. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Margarete von Österreich, welche die Residenz nach Mecheln verlegt, wird Brüssel nach 1531 erneut Hauptstadt von Burgund.

Nach dem Tode Karls V., unter seinem Sohn Philipp II. wird der größere Teil des heutigen Belgien, mit Brüssel, Bestandteil der Spanischen Niederlande. Unter Philipp II. kommt es zu Erhebungen gegen die spanische Herrschaft, unter anderem zu den Aufständen der Grafen Hoorn und Egmont. Mit der Hinrichtung der beiden Adeligen auf dem Großen Marktplatz werden diese Aufstände 1568 blutig niedergeschlagen. In Folge dieses gescheiterten Aufstandes kommt es 1578–1579 zur Gründung der Union von Utrecht, der Keimzelle der späteren unabhängigen nördlichen Niederlande. Unter dem Statthalter Spaniens, des Herzogs von Alba, wurden die Anhänger des Protestantismus gnadenlos verfolgt. Diese Repression hat den Exodus der wirtschaftlichen und geistigen Elite, vorwiegend nach Amsterdam, und den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt Brüssel zur Folge.

Brüssel nach dem Dreißigjährigen Krieg

Im Westfälischen Frieden von 1648 werden die nördlichen Niederlande unabhängig, während die südlichen Niederlande und damit Brüssel unter spanischer Herrschaft bleiben. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kämpft Frankreich unter Ludwig XIV. um die Vormachtstellung in Europa. Die Truppen Ludwigs XIV. erobern Westflandern und den Hennegau.

Brüssels Großer Markt wird 1695 drei Tage lang mit Kanonen bombardiert und fast völlig zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 muss Frankreich die belgischen Gebiete wieder abtreten. In Folge des spanischen Erbfolgekrieges, 1701–1714, erhalten die österreichischen Habsburger die Herrschaft über die südlichen Niederlande und damit über Brüssel.

Kampf um die Unabhängigkeit

Gustave Wappers: Szene aus den Septembertagen von 1830, Zeitgenössisches Historienbild von 1835 (Nationalmuseum Brüssel)

1789 wird im Brabanter Aufstand die Unabhängigkeit gegen die Habsburger unter Joseph II. errungen. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, weil 1794 die Truppen der revolutionären französischen Republik das Land erobern. Die französische Herrschaft endet 1815 mit der Niederlage Napoleons auf dem Schlachtfeld von Waterloo, das sich unmittelbar südlich der heutigen Region Brüssel-Hauptstadt befindet. Im Wiener Kongress 1814–1815 werden die südlichen Niederlande mit den nördlichen Niederlanden unter Wilhelm I. von Oranien vereinigt. Doch in Folge der divergenten politischen und kulturellen historischen Entwicklung sind Konflikte zwischen den beiden Landesteilen im Keim angelegt.

Der zum Teil französischsprachige und hauptsächlich katholische Süden fühlt sich gegenüber dem protestantischen, holländischen Norden in der politischen Mitsprache, im Unterrichtswesen und in wirtschaftlicher Hinsicht benachteiligt. Die belgische Revolution führt in kurzer Zeit zur Abspaltung aus dem Vereinigten Königreich der Niederlande und zur Gründung des belgisches Staates. Da die ausländischen Großmächte England, Preußen, Österreich und Russland ein Interesse daran haben, den Konflikt friedlich beizulegen, um einer möglichen Einflussnahme und damit einem Wiedererstarken Frankreichs entgegenzuwirken, bestätigen sie auf der Konferenz von London die Unabhängigkeit des neuen Königreichs. Brüssel wird Hauptstadt dieses neuen Staates, Leopold I. von Sachsen-Coburg wird der erste König einer neuen konstitutionellen Monarchie.

Das moderne Brüssel

Börse

Durch die neue Rolle als Hauptstadt eines unabhängigen Staates und durch den industriellen Aufschwung Belgiens im 19. Jahrhundert erlebt Brüssel einen deutlichen Aufschwung. Die Bevölkerung wächst merklich, auch in Folge einer lebhaften Zuwanderung aus der Wallonie und Frankreich. Ehemals ländliche Gemeinden um den historischen Stadtkern herum verschmelzen zu einem urbanen Konglomerat; große neue Stadtgebiete wachsen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In dieser Zeit entstehen große Gebäude wie der Justizpalast (1866–1883), die Börse (1873), der Königspalast auf dem Mont des Arts (Fertigstellung 1903), der Triumphbogen (Fertigstellung 1905), und die Jugendstilbauten der Stadt, beispielsweise Victor Hortas Bauten.


Obwohl Belgien in beiden Weltkriegen als Vormarschgebiet Opfer der deutschen Offensivstrategie war, blieb Brüssel von Kriegszerstörungen weitgehend verschont. Deshalb prägten bis in die 1960er Jahre (und teilweise noch bis heute) die Architektur und die Straßenzüge der Gründerzeit das Stadtbild. Das große Projekt der schienenmäßigen Verknüpfung der beiden Bahnhöfe Gare du Nord und Gare du Midi und die damit verbundenen Flächenabrisse belasteten allerdings schon ab den 1930er Jahren das Zentrum der Stadt.

Der Jubelpark mit seinem Triumphbogen

Ein Streitpunkt, der Belgien seit seiner Gründung zu spalten droht, macht sich auch in jüngster Vergangenheit in Brüssel wieder zunehmend bemerkbar: Der sprachliche und kulturelle Konflikt zwischen der wallonischen, französischsprechenden Bevölkerung in Südbelgien und der flämischen, niederländischsprechenden Bevölkerung im Norden. Das kleinstädtische Brüssel des frühen 19. Jahrhunderts liegt nördlich der bis heute ansonsten stabilen flämisch-französischen Sprachgrenze. Die niederländisch geprägte Kleinstadt Brüssel wird aber durch ihre Hauptstadtfunktion und das im späteren 19. Jahrhundert dominierende ökonomische und kulturelle Gewicht der damals industriell weiter entwickelten Wallonie „französisiert“. Auch im heutigen urbanen Brüssel dominiert das französische Element, wiewohl sich auch im Süden der Stadt noch flämisch geprägte Randgemeinden finden. Diese Entwicklung wurde und wird von vielen Flamen abgelehnt. Das nationalsozialistische Deutschland versuchte diesen Konflikt für eigene Zwecke zu nutzen. Rechtsextremen Gruppen in Belgien, die darin speziell in den 1930er Jahren politischen Profit suchten, blieb immer wieder durch Kompromisse der Erfolg verwehrt.

EU-Kommissionssitz: Berlaymont-Gebäude

1932–1938 wird Brüssel zweisprachig. Straßennamen, Namen von Stadtteilen und Stationen des öffentlichen Nahverkehrs sind seitdem konsequent zweisprachig beschildert, sofern die Namen nicht in beiden Landessprachen übereinstimmen. 1988 verabschiedet das belgische Parlament ein Gesetz, das Belgien zum Bundesstaat macht, mit den autonomen Regionen Flandern und Wallonie und der Region Brüssel mit besonderem Status. In den letzten Jahren, mit der zunehmenden Internationalisierung Brüssels, verliert dieser flämisch-wallonische Konflikt innerhalb dieser Stadt - im Gegensatz zum übrigen Belgien - mehr und mehr seine Schärfe.

Der Espace Nord mit modernen Hochhausgebäuden

Nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert sich Brüssel auch international als Zentrum: 1958 wird es zum Sitz der EWG, der Vorläuferin der heutigen Europäischen Union. 1958 findet auch die Weltausstellung in Brüssel statt, die uns eines seiner berühmtesten Bauten, das Atomium, hinterlässt. 1967 wird der Sitz der NATO von Paris nach Brüssel verlegt. Urbanistisch erweist sich diese Periode für Brüssel als eher problematisch: Ein Gesetz von 1953, das den Gemeinden die Ankaufs- und Demolierungskosten von Sanierungsgebieten (minus dem geschätzten Bodenwert) staatlich vergütet, wirkt sich in der belgischen Hauptstadt dergestalt aus, dass die Gemeinde zum Abrissspekulanten wird, der, ähnlich privaten Bauherren, an einer maximalen Verwertung des Baugrundes und damit an Hochhausbebauung interessiert ist. Darüber hinaus bewirken Modernitätseuphorie und der Wunsch nach einer autogerechten Stadt Veränderungen des Stadtbildes, die zuweilen als „Brüsselisierung“ charakterisiert werden. Marcel Smets vermerkt, dass Brüssel in den 1960er Jahren „durch die Immobilienspekulation mehr devastiert wurde als durch die Bomben des Zweiten Weltkriegs“. Auch die drohende Ghettoisierung relativ zentraler und kulturell wertvoller Stadtviertel durch Ansiedlung armer und kulturell schwer integrierbarer Zuwandererschichten wird zum Charakteristikum des modernen Brüssel. Am 22. Mai 1967 kam es im Kaufhaus „A l'ínnovation“ während einer gut besuchten Sonderausstellung zu einem Brand, bei dem über 300 Menschen starben.

Sprachen und Gemeinschaften

Sprachenverhältnisse

Entwicklung der Sprachenverhältnisse
Zu Hause gesprochen Sprachen
Zweisprachiges Straßenschild an einem Straßentunnel Brüssels

Die Region Brüssel ist ein mehrsprachiges Gebiet mit zwei offiziellen Amtssprachen, Französisch und Niederländisch.

Von jeher ein niederländischsprachiges Gebiet, wurde erst seit der französischen Herrschaft und vor allem ab 1830 die französische Sprache als anfänglich einzige Amtssprache Belgiens immer wichtiger. Brüssel war als Hauptstadt Standort vielerlei Behörden und jeder Beamte sollte Französisch sprechen. Daher tauschten immer mehr Einwohner ihre niederländische Muttersprache gegen die französische Sprache. Nach Volkszählungsergebnissen entwickelte sich das Verhältnis zwischen Niederländisch- und Französischsprachigen im Gebiet der heutigen Region Brüssel wie folgt:

  • 1846: 68 % Niederländisch- und 32 % Französischsprachige
  • 1910: 49 % Niederländisch- und 51 % Französischsprachige
  • 1930: 35 % Niederländisch- und 65 % Französischsprachige
  • 1947: 26 % Niederländisch- und 74 % Französischsprachige

Weil die letzte Volkszählung Folgen für die Verwaltungssprache der Gemeinden gehabt hätte und deshalb die Zählungen in manchen Gemeinden beeinflusst wurden, das Niederländische überdies als Verwaltungssprache Brüssels im Zweiten Weltkrieg einen schlechten Ruf bekommen hatte, bekämpften die Flamen die Ergebnisse als unzuverlässig und plädierten für die endgültige Festlegung der Sprachgrenzen. 1962 wurden die Sprachgrenzen und somit auch die Grenzen der zweisprachigen Region (damals Verwaltungsbezirk) Brüssel festgelegt. Gleichzeitig wurde beschlossen, bei der Volkszählung nicht mehr nach Sprachenzugehörigkeit zu fragen.

Obwohl es dadurch seit 1947 keine offiziellen Daten über die Sprachverhältnisse mehr gibt, sind verschiedene Studien zu diesem Thema durchgeführt worden. Eine Studie der Freien Universität Brüssel (VUB) zeigte 2001 folgende sprachliche Situation:

  • 50 % einsprachig Französisch
  • 10 % einsprachig Niederländisch
  • 10 % zweisprachig Niederländisch - Französisch, vor allem flämischer Herkunft
  • 10 % zweisprachig mit Französisch und einer anderen Sprache oder mit Niederländisch und einer anderen Sprache
  • 20 % anderssprachig mit weder Französisch noch Niederländisch als Muttersprache

Die heutige Bevölkerung der Region besteht also längst nicht mehr aus nur zwei Sprachgruppen, sondern aus Menschen sehr diverser Herkunft: einheimische dialektsprachige Brüsseler, einheimische französischsprachige Bourgeois, Wallonen, Flamen, Beamte und Mitarbeiter der Europäischen Institutionen, Immigranten aus der damaligen belgischen Kolonie Kongo, ehemalige Gastarbeiter aus Marokko und der Türkei, Flüchtlinge usw. Schätzungsweise ist schon eine Mehrheit der Einwohner ausländischer Herkunft.

Im politischen Bereich gibt es jedoch nur französische und flämische Parteien. Weil die übergroße Mehrheit der Ausländer und sogar viele Zweisprachige die französischen Parteien wählen, gewinnen diese immer die große Mehrheit der Stimmen (gut 85% gegen knapp 15% für die flämischen Parteien).

Sprachliche Gemeinschaften

Die Politikfelder Kultur, Sprache, Bildung und Teile des Sozialwesens fallen in Belgien nicht in die Zuständigkeit der Regionen, sondern in diejenige der Gemeinschaften.

Die französischsprachigen Einwohner der Region Brüssel-Hauptstadt gehören zur Französischen Gemeinschaft Belgiens und werden durch die COCOF (Commission communautaire française; dt. Französische Gemeinschaftskommission) vertreten, die niederländischsprachigen Einwohner gehören zur Flämischen Gemeinschaft und werden durch die VGC (Vlaamse Gemeenschapscommissie, dt. Flämische Gemeinschaftskommission) vertreten. Beide Kommissionen (COCOF und VGC) sind teil der GGC (Gemeenschappelijke Gemeenschapscommissie)/COCOM (Commission communautaire commune; dt. Gemeinsame Gemeinschaftskommission), der vereinigten Versammlung beider Gemeinschaftskommissionen. In Brüssel existieren deshalb viele Institutionen des Bildungswesens und des Kulturlebens doppelt, einmal französischsprachig und einmal niederländischsprachig, in der Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinschaft.

Eine eigene regionale Brüsseler Identität, wie sie in den Regionen Flandern und weniger stark in Wallonien besteht, hat sich reaktiv und in Abgrenzung auch in Brüssel entwickelt.

Politik

Die Region Brüssel-Hauptstadt hat eine eigene Regierung und ein eigenes Regionalparlament.

Die Regierung besteht aus einem Ministerpräsidenten und vier Ministern, zwei von jeder Sprachgemeinschaft. Das Brüsseler Regionalparlament zählt 89 Sitze, 72 für die Französischsprachigen und 17 Sitze für die Niederländischsprachigen. Für sprachliche und institutionelle Angelegenheiten haben beide Sprachgruppen ein Vetorecht (wie auch im belgischen Parlament).

Ministerpräsidenten der Region Brüssel-Hauptstadt

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Partei
Charles Picqué (erstes Mal) 12. Juli 1989 15. Juli 1999 PS
Jacques Simonet (erstes Mal) 15. Juli 1999 18. Oktober 2000 PRL
François-Xavier de Donnéa 18. Oktober 2000 6. Juni 2003 PRL/MR
Daniel Ducarme 6. Juni 2003 18. Februar 2004 MR
Jacques Simonet (zweites Mal) 18. Februar 2004 19. Juli 2004 MR
Charles Picqué (zweites Mal) 19. Juli 2004 amtierend PS

Zusammensetzung des Regional-Parlaments von Brüssel

Partei Sitze
Parti Socialiste (PS) 26
Mouvement Réformateur (MR) 25
Centre Démocrate Humaniste (CDH) 10
Ecolo 7
Vlaams Belang (VB) 6
Front National (FN) 4
Open Vlaamse Liberalen en Democraten (VLD) 4
Socialistische Partij Anders (SP.A) - Flämische Progressive (VP) 3
Christen Democratisch en Vlaams (CD&V) - Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA) 3
Groen! 1
 Total
89

Regierungsparteien sind mit einem Punkt gekennzeichnet (•)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Unternehmen

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Region Brüssel-Hauptstadt 2006 einen Index von 233,3 (EU-27 = 100), den dritthöchsten Wert in der EU.[4]

Die Europäischen Institutionen sowie der Sitz des Nato-Hauptquartiers sind der Grund, dass sich viele internationale Großunternehmen sowie Interessensverbände und Lobbyistenbüros in Brüssel niedergelassen haben. Auch Länderbüros, Kulturinstitute und Botschaften aus aller Welt bringen eine große Kaufkraft nach Brüssel. Auch die weltweite Presse ist stark vertreten.

Verkehr

Straßenverkehr

Brüssel ist das Zentrum des gut ausgebauten, nachts größtenteils beleuchteten belgischen Autobahnnetzes. Die Autobahnen laufen strahlenförmig nach Brüssel bis zur Ringautobahn R0. Die Hauptstraßen wurden häufig an großen Kreuzungen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommen untertunnelt. So führt ein Tunnel direkt von der Autobahn im Osten der Stadt in das EU-Viertel.

Schienenverkehr

Internationale Hochgeschwindigkeitszüge halten in Brüssel

In Brüssel gibt es neben einer großen Anzahl kleinerer Bahnhöfe die drei großen Bahnhöfe Bahnhof Brüssel-Nord, Bahnhof Brüssel-Central und Bahnhof Brüssel-Süd, die miteinander durch eine Nord-Süd-Tunnelstrecke verbunden sind. Zugreisende aus dem Ausland kommen meist am Südbahnhof an, wo Verbindungen aus Paris, Amsterdam, Köln (mit dem Thalys, TGV oder ICE) und London (Eurostar) bestehen. Der Bahnhof Bruxelles Luxembourg abseits der Nord-Süd-Haupttunnelstrecke war ursprünglich ein Bahnhof zur Anbindung der EU-Institutionen, der jetzt nach der Renovierung immer mehr von der allgemeinen Bevölkerung angenommen wird.

Innerhalb der Region Brüssel-Hauptstadt gibt es insgesamt folgende Bahnhöfe, die auch auf Fahrscheinen zusammen als "Zone Bruxelles Agglo" bezeichnet werden:

  • Berchem-Ste-Agathe, Bockstael, Boitsfort, Boondael, Bordet, Bruxelles-Central,Bruxelles-Chapelle, Bruxelles-Congrès, Bruxelles-Midi, Bruxelles-Nord, Bruxelles-Luxembourg, Bruxelles-Schuman, Delta, Etterbeek, Evere, Forest-Est, Forest-Midi, Haren, Haren-Sud, Jette, Meiser, Mérode, Moensberg, Saint-Job, Schaerbeek, Uccle-Calevoet, Uccle-Stalle, Vivier d'oie/ Diesdelle und Watermael.

Öffentlicher Nahverkehr

Eingang der Brüsseler Metrostation De Brouckère

Dem öffentlichen Nahverkehr dienen vier Metro-, zwei Premetro-, 18 Tram-, 50 Bus und 17 Nachtbuslinien (Stand: April 2009)[5]. Alle Haltestellen tragen – sofern sie abweichende Bezeichnungen in den beiden Sprachen haben – jeweils einen Namen in Französisch und Niederländisch. Betreiber des Nahverkehrsnetzes ist die die Gesellschaft für zwischengemeindlichen Verkehr zu Brüssel (STIB/MIVB).

Die Brüsseler Metro (U-Bahn) besteht aus den vier Linien 1, 2, 5 und 6, welche in dieser Streckenführung seit April 2009 in Betrieb sind[6]. Der im Zuge dieses Projektes ausgebaute Westbahnhof (Gare de l'Ouest/Weststation) dient nun als Umsteigestation für alle vier Linien und in Zukunft auch der RER (S-Bahn). Daneben gibt es so genannte Prémetro-Strecken (Nummer 3 und 4) – Straßenbahnlinien, die teilweise unterirdisch geführt werden. Die wichtigste dieser Strecken ist die Nord-Süd-Achse zwischen dem Nordbahnhof und dem Südbahnhof.

Hinzu kommen weitere Straßenbahn- und Buslinien, die den Großraum erschließen und zweistellige Liniennummern tragen sowie zahlreiche Regionalbuslinien in das Umland mit dreistelligen. Die Linien des städtischen Nahverkehrs verkehren etwa bis 0:30 Uhr. Ein Nachtverkehrsnetz existiert in Brüssel – abgesehen von der Nachtbuslinie N71 – nur an Wochenenden. Hier verkehren 17 sogenannte "Noctis" Nachtbuslinien im gesamten Stadtgebiet. Die Fahrpreise sind jedoch höher als tagsüber. Taxis haben ein relativ hohes Preisniveau.

Das Umland der Region Brüssel-Hauptstadt zu dem auch der Flughafen in Zaventem zählt – wird zur Zeit von der Staatsbahn SNCB/NMBS durch Vorortbahnen (teilweise unter dem Namen "CityRail") erschlossen. Um die steigenden Nachfrage zu befriedigen und den Staus auf den Straßen Brüssels Herr zu werden, wurde 2004 der Ausbau eines leistungsstarken S-Bahn-Netzes (Réseau Express Régional/Gewestelijk ExpresNet) nach Pariser Vorbild in Angriff genommen. Bereits 2012 sollen neun Linien in einem 15-/30-Minuten-Taktfahrplan verkehren[7].

Luftverkehr

Siehe dazu: Flughäfen Brüssel
→ auch: Brussels Airlines

Schiffsverkehr

Der Hafen von Brüssel ist mit 7,5 Millionen Tonnen Umschlag einer der größten Belgiens. Über den Meereskanal Brüssel-Schelde ist er mit der Schelde und damit mit dem Hafen von Antwerpen und der Nordsee verbunden. Über den Canal Charleroi-Brüssel ist er mit der Wallonie verbunden.

Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt

Die Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt

Die 19 Gemeinden sind zwar im administrativen Sinne unabhängig voneinander, bilden allerdings ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet, weshalb man sie mit Stadtteilen vergleichen kann.

Brüssel-Stadt

Die Lage des Europaviertels in der Region Brüssel-Hauptstadt

Siehe auch: Stadt Brüssel

Die bekannteste und wichtigste Gemeinde der Region, ist die Stadt Brüssel. Hier findet man die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Im Pentagon (wegen der fünfeckigen Form) befindet sich das Quartier Royale mit vielen Museen und dem Königspalast, das Quartier du Centre mit dem Grand Place, vielen Gallerien, Restaurants und Bars, den Fressgassen, der Börse Manneken Pis und das Europaviertel. Im Quartier des Sablons finden sich viele kleine Restaurants, Hotels und die Kirche "Notre Dame du Sablon". Im Quartier des Marolles finden in regelmäßigen Abstände Wochen- und Antiquitätenmärkte statt. Des Weiteren befindet sich hier der Jusizpalast und der Place Polaert, welcher einen Überblick auf die Unterstadt Brüssels bietet. Das Luxusviertel um die zum Brüsseler Stadtgebiet gehörende Louisenallee, das zum Flanieren und Shoppen einlädt, trennt die Geimeinde Ixelles/Elsene in zwei Teile.

Europaviertel von Brüssel

Das Europäische Parlament aus Sicht der Gemeinde Etterbeek

Wichtige Gebäude des Europaviertels sind das Berlaymont-Gebäude, in der die Europäische Kommission ihre Hauptsitz hat, das Justus-Lipsius-Gebäude dem Sitz des Rates der Europäischen Union und das Europäische Parlament.

Anderlecht

Siehe auch: Anderlecht

Anderlecht liegt im südwesten Brüssels und ist im Ausland besonders durch den Fußballverein RSC Anderlecht bekannt. Das Constant-Vanden-Stock-Stadion liegt auf dem Gebiet der Gemeinde. Außerdem erwähnenswert ist die Sint-Guido-Kirche. Ansonsten ist die Gemeinde von Wohngebieten geprägt.

Auderghem/Oudergem

Siehe auch: Auderghem/Oudergem

Die Gemeinde hat Anteil am großen Brüsseler Stadtwald, dem Forêt de Soignes/Zoniënwoud. Am Waldrand liegt die ehemalige Abtei Rotes Kloster, eine weitere ehemalige Abtei ist Herzoginnental im gleichnamigen Park. In den 1950er Jahren wurden die Römischen Verträge weitgehend in Val-Duchesse (so der französische Name) ausgearbeitet.

Berchem-Sainte-Agathe/Sint-Agatha-Berchem

Siehe auch: Berchem-Sainte-Agathe/Sint-Agatha-Berchem

Die Gemeinde liegt am westlichen Rand Brüssels. Das Gemeindegebiet beginnt unmittelbar hinter der Basilique Nationale du Sacré-Cœur auf dem Koekelberg, die damit der wichtigste Orientierungspunkt ist, ohne jedoch selbst zur Gemeinde zu gehören. Zentrum der Gemeinde ist der Albert-Schweitzer-Platz an der Chaussée de Gand/Gentse Steenweg, einer Ausfallstraße nach Nordwesten.

Etterbeek

Eine der vielen sehenswerten Kirchen Brüssels

Siehe auch: Etterbeek

Etterbeek liegt im Osten des Stadtzentrums von Brüssel. Sehenswert sind die Boulevards (unter anderem die Prachtstraße Avenue de Tervuren/Tervurenlaan), der Triumphbogen im Jubelpark, die Jugendstil-Wohnviertel. Etterbeek grenzt an das benachbarte Europaviertel.Etterbeek beherbergt nicht zuletzt aufgrund seiner unmittelbaren Nachbarschaft zum Europäischen Viertel eine Vielzahl von Vertretungen und Kommissionsdienststellen. Allerdings gibt es in Etterbeek wenige große administrative Bürogebäude. Die ursprüngliche Bausubstanz und der Charme der Gemeinde konnten somit bewahrt werden. Auf dem Jourdanplatz (Place Jourdan) befinden sich zahlreiche Cafés, eine der bekanntesten Frittenbuden der Region und Restaurants und ein angesehener Markt. Einkaufsmöglichkeiten sind vor allem im Bereich Avenue de la Chasse/Jachtlaan zahlreich vorhanden.

Evere

Siehe auch: Evere

Durch Evere führt die wichtige Ausfallstraße Chaussée de Louvain/Leuvensesteenweg sowie der Flughafenzubringer Boulevard Léopold III/Leopold III-laan, an dem sich das Hauptquartier der NATO befindet. In Evere liegt außerdem der größte Friedhof der Gesamtstadt.

Forest/Vorst

Siehe auch: Forest/Vorst

In Forest/Vorst liegen zwei große Parkanlagen (Parc de Forest/Park van Vorst und Parque de Duden/Dudenpark), die Abtei St. Dionys und ein Audi-Werk.

Ganshoren

Siehe auch: Ganshoren

Ganshoren liegt im Nordwesten der Region. Das kleine Gemeindegebiet ist fast vollständig bebaut, größere Grünflächen sind der Schlosspark Rivieren und der König-Balduin-Park im äußersten Norden der Gemeinde. Sehenswert sind das Schloss von Rivieren und die Sümpfe von Ganshoren.

Ixelles/Elsene

Blick über Ixelles/Elsene

Siehe auch: Ixelles/Elsene

Die Gemeinde liegt im Südosten der Stadt Brüssel. Das Gemeindegebiet ist zweigeteilt, weil die mitten durch Ixelles/Elsene verlaufende Prachtstraße Louisenallee (Avenue Louise oder Louizalaan) zur Stadt Brüssel gehört. Der Name Elsene entstammt einer Bezeichnung des Dorfes Elsele, und bedeutet so viel wie Erlenheim (Else für Erle). Das afrikanisch anmutende Viertel Matongé rund um das Namener Stadttor ist für seinen multikulturellen Charme bekannt, dessen Ursprung sich im Maison Africaine findet, dem ehemaligen Studentenwohnheim für kongolesische Studenten. Vor allem in der Rue de la Longe Vie/Lang Levenstraat entfaltet sich abends das afrikanische Nachtleben. In den frühen 2000er Jahren kam Matongé wegen Krawallen und Kriminalität als Problemzone zeitweilig in Verruf. Das Boondaelviertel, zwischen den beiden Universitätscampi der ULB gelegen, gilt als studentisches Szeneviertel und ist ebenso lebhaft wie das multikulturelle Viertel Flagey, welches eine Aufwertung durch den derzeitigen Umbau seines zentralen Platzes Eugène Flagey erfahren soll. Im eher bürgerlichen Kastanienviertel (am Place du Chatelain/Kasteleinsplein) findet man überdurchschnittlich viele Restaurants gehobener Klasse, Biolebensmittelläden, Büchereien und Kunstläden. Das Leopoldsviertel und der Bahnhof Brüssel-Luxemburg gehören teilweise zu Ixelles/Elsene, ebenfalls einige der gleich hinter dem Bahnhof stehenden Gebäude des Europäischen Parlaments. Durch seine Nähe zu den Europäischen Institutionen ist Ixelles/Elsene eine beliebte Wohngegend für junge Mitarbeiter und Praktikanten der Institutionen und Verbände geworden.

Jette

Siehe auch: Jette

Obwohl das Gemeindegebiet überwiegend städtisch bebaut ist, gibt es einige Wälder und große Parkanlagen (Poelbos, Laarbeekbos, Dielegem, König-Balduin-Park). Am König-Balduin-Park befindet sich das große Heilig-Herz-Kloster. In Jette liegt außerdem die Universitätsklinik der Freien Universität Brüssel, eines der größten Krankenhäuser der Gesamtstadt.

Koekelberg

Siehe auch: Koekelberg

Landesweit bekannt ist die auf dem gleichnamigen Hügel stehende Basilique Nationale du Sacré-Cœur, eine der größten Kirchen der Welt. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und steht am Ende einer monumentalen Straßenachse. Vor der Basilika befindet sich der Elisabethpark.

Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek

Siehe auch: Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek

Die Gemeinde liegt unmittelbar westlich der Brüsseler Altstadt (Porte de Flandre/Vlaamsepoort), von dieser durch den Charleroi-Kanal getrennt. Hauptstraße der Gemeinde ist die am Flämischen Tor (Porte de Flandre/Vlaamsepoort) beginnende Chaussée de Gand/Gentse Steenweg. Der Rathausplatz ist Fußgängerzone und Mittelpunkt der Gemeinde, die eher wie ein Innenstadtbezirk als wie eine selbständige Kommune wirkt. Die Bevölkerung von Sint-Jans-Molenbeek hat einen hohen Anteil vor allem marokkanischer Einwanderer. Im Edmond-Machtensstadion trägt der Fußballverein FC Molenbeek Brussels Strombeek seine Heimspiele in der Jupiler League aus. Der Verein entstand aus der Fusion der Clubs KFC Strombeek und RWD Molenbeek.

Saint-Gilles/Sint-Gillis

Eine der zahlreichen Eckkneipen in Brüssel

Siehe auch: Saint-Gilles/Sint-Gillis

In Saint-Gilles/Sint-Gillis liegt der Brüsseler Südbahnhof (Gare de Bruxelles-Midi/Brussel-Zuidstation), der wichtigste Bahnhof der Stadt. Am heute noch erhaltenen, jedoch klassizisch-romantisch weitgehend verfremdeten ehemaligen Stadttor nach Halle (Porte de Hal/Hallepoort) beginnt die Chaussée de Waterloo / Waterloose Steenweg, die Hauptgeschäftsstraße von Saint-Gilles/Sint-Gillis, die in den weltbekannten Vorort im Süden Brüssels führt. Hier steht auch die Kirche, die der Gemeinde den Namen gab. Sehenswert sind weiter das Rathaus und die Jugendstil-Wohnviertel.

Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node

Siehe auch: Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node

In Saint-Josse-Ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node liegen der von Hochhäusern (darunter ein World Trade Center genanntes) umrundete Brüsseler Nordbahnhof und der Botanische Garten (Le Botanique/Kruidtuin) am Schaarbeeker Tor, zu dem auch ein Kulturzentrum gehört. Die Gemeinde hat Anteil an der repräsentativen Königstraße, die vom königlichen Stadtschloss nach Schaerbeek/Schaarbeek verläuft. St. Joost-t-N ist gemessen am Durchschnittseinkommen der ansässigen Bevölkerung die ärmste Gemeinde Belgiens. Zudem hat keine andere Gemeinde Belgiens einen so hohen Allochtonenanteil wie St. Joost-t-N. Der Bürgermeister Jean Demannez sagte 2003, dass nur noch 20 % der Bevölkerung einen belgischen Großvater hat[8]Der offizielle Anteil an Ausländern liegt jedoch bei nur 33% (Januar 2008), da die meisten Allochtonen die belgische Staatsbürgerschaft angenommen haben. NPData schätzt den tatsächlichen Allochtonenanteil anhand von Wahlergebnissen auf 98% (2006).[9]. Sehenswürdigkeiten sind die Neobarocke St. Joostkirche von 1865, das Charlier Museum, der frühere Bahnhof an der Chaussée de Louvain/Leuvensesteenweg von 1885, welcher denkmalgeschützt ist heute eine Begegnungsstätte für Jazzmusiker "Jazz Station" beherbergt. In der Gemeinde stand zwischen 1960 und 2001 das sogenannte Rogierzentrum, entworfen durch den Architekten J. Cuisenier. Der gigantische Komplex war einst Symbol des Nachkriegsmodernismus, wurde jedoch nach seiner Verwahrlosung abgerissen. Zwischen 2002 und 2006 entstand an derselben Stelle das Hauptquartier der Dexia Bank. Dieses Gebäude erstrahlt nachts in verschiedenen Farben. Teilweise können Passanten per SMS Grußmeldungen an die Häuserwand senden.

Schaerbeek/Schaarbeek

Die typische architektonische Vielfalt Brüssels (Schaerbeek/Schaarbeek)

Siehe auch: Schaerbeek/Schaarbeek

Die Geburtsstadt von Jacques Brel ist bekannt für ihre außergewöhnlich gut erhaltenen Jugendstil-Wohnviertel mit herausragenden Exemplaren wie dem 1893 von Victor Horta gebauten Maison Autrique (Chaussée de Haecht/Haachtsesteenweg). Sehenswert ist der Josaphatpark, eine 1904 angelegte englische Gartenanlage mit Stadion, Spielwiesen, kleinem Zoo, Anlagen für Bogenschießen, Minigolf und vielen künstlerischen Skulpturen aus verschiedenen Epochen. Vom Park aus kann man eine gute Sicht auf Brüssel genießen. Architektonisch interessante Gebäude sind außerdem das Kulturzentrum "Les Halles", die Daillykaserne und die romanisch-byzantinische Marienkirche. Der RTBF-Fernsehturm in Schaarbeek ist mit ca. 300 Metern das höchste Gebäude Belgiens. Schaerbeek/Schaarbeek ist in der ganzen EU die Großstadt mit dem höchsten Anteil türkischer Einwohner, noch vor Gelsenkirchen und Duisburg. Schaarbeek hat – gemessen an den 18 anderen Brüsseler Gemeinden – außerdem einen hohen Anteil der flämischen Minderheit.

Uccle/Ukkel

Siehe auch: Uccle/Ukkel

Die Gemeinde hat Anteil am südlichen Stadtwald, dem Forêt de Soignes/Zoniënwoud, die an ihn angrenzenden Wohngebiete gehören zu den vornehmsten der belgischen Hauptstadt. Hier besitzen viele reiche Persönlichkeit ihre Villen auf riesigen, teilweise parkähnlichen Grundstücken. Zu den bekannten Einrichtungen in Uccle/Ukkel zählen die Königliche Sternwarte, das Königliche Meteorologische Institut sowie Einrichtungen der Universität Lüttich.

Watermael-Boitsfort/Watermaal-Bosvoorde

Siehe auch: Watermael-Boitsfort/Watermaal-Bosvoorde

Die Gemeinde ist ein beliebter Wohnstandort und liegt am Forêt de Soignies/Zoniënwoud, dem Stadtwald im Süden Brüssels.

Woluwe-Saint-Lambert/Sint-Lambrechts-Woluwe

Das Gemeindehaus von Woluwe-Saint-Lambert/Sint-Lambrechts-Woluwe

Siehe auch: Watermael-Boitsfort/Watermaal-Bosvoorde

Woluwe-Saint-Lambert/Sint-Lambrechts-Woluwe ist vorwiegend eine Wohngemeinde mit hohem Ausländeranteil, insbesondere aus EU-Ländern. Im Osten der Gemeinde befindet sich die medizinische Fakultät nebst Universitätsklinik Saint-Luc der Université catholique de Louvain. Viele High-Tech-Unternehmen, Radio und TV-Stationen (z.B. RTL) haben sich in der Gemeinde angesiedelt. Das 2006 eröffnete Wolubillis ist das neue Kulturzentrum der Gemeinde, dessen Theater fast 500 Zuschauern Platz bietet. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Avenue Georges Henri/Georges Henrilaan und im Woluwe Shopping Centre. Einige der Hauptachsen der Gemeinde sind nach berühmten belgischen Staatsmännern benannt, so z.B. nach Broqueville und Hymans. Die Linkedemühle (Lindekemale) am Woluwebach, erstmals erwähnt 1129, ist eine besondere Sehenswürdigkeit der Gemeinde, ebenso wie das neoklassizistische Malouschloss 1776 und der Spatzenhof Hof ter Musschen nahe dem Bach. Die romanische St. Lambertikirche mit Turm aus dem 12. Jahrhundert und das im Art Déco-Stil der 1930er Jahre gebaute Gemeindehaus sind weitere architektonische Besonderheiten.

Woluwe-Saint-Pierre/Sint-Pieters-Woluwe

Siehe auch: Woluwe-Saint-Pierre/Sint-Pieters-Woluwe

Mit dem Woluwepark besitzt die Gemeinde eine der größten Grünanlagen in ganz Brüssel. An der Avenue de Tervueren/Tervurenlaan befindet sich das Brüsseler Museum für Stadtverkehr, eine Sammlung alter Straßenbahnen. Für die deutschsprachige Bevölkerung der Region Brüssel bestehen zwei Kirchen, eine evangelische und eine katholische, in diesem Ort, der damit das kulturelle Zentrum der Deutschen in Brüssel ist.

Sehenswürdigkeiten / Kultur

Vorlage:Großes Bild/Wartung/Breite mit Einheit

Panorama-Ansicht des Grand Place bei Nacht
Panorama-Ansicht des Grand Place bei Nacht

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Panorama-Ansicht des Jubelparks mit Triumpfbogen
Panorama-Ansicht des Jubelparks mit Triumpfbogen


Das Atomium vor seiner Renovierung
Blumenteppich auf dem Grand Place mit Rathaus und „Haus des Königs“

Hauptsehenswürdigkeiten sind der Grand Place, der seit 1988 in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht, mit dem gotischen Rathaus im alten Zentrum, die Kathedrale Saint Michel und das Atomium in Laeken, das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958. Auch das Manneken Pis, eine 60 Zentimeter hohe Bronzefigur in der Altstadt ist eine Touristenattraktion.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Triumphbogen im Park Cinquantenaire, die Art-Deco-Basilika Sacré-Cœur, die Börse, der Kunstberg, der Justizpalast, das Schloss Laeken (Palais Royal) mit Park und großen Gewächshäusern sowie die Gebäude der EU im Europaviertel Leopold.

Zum großen Kulturangebot Brüssels gehören viele Theater sowie das Opernhaus Monnaie-Theater und Museen aller Art – vom königlichen Kunstmuseum über das Waffenmuseum bis zum Comicmuseum. Brüssel verfügt ebenfalls über eine großes Musikangebot von Musikbars über Konzerthallen bis hin zu Technoclubs.

Manneken Pis

Das Stadtbild im Zentrum wird von flämischen Bürgerhäusern geprägt. Besonders auffällig ist der Jugendstil, der durch den Brüsseler Architekten Victor Horta ins Leben gerufen wurde. In der Blütezeit des Jugendstils schossen in Brüssel neue Vorstädte aus dem Boden. Die Architektur der Viertel Schaerbeek, Etterbeek, Elsene und Saint-Gilles ist besonders sehenswert. Ein weiteres Beispiel des Brüsseler Jugendstils ist das in der Avenue de Tervueren 281 gelegene Palais Stoclet vom Wiener Architekten Josef Hoffmann. Die modernen Gebäude im Quartier Leopold oder Espace Nord runden das Bild ab.

Königspalast

In der Stadt gibt es von jeher eine große Künstlerszene. Der berühmte belgische Surrealist René Magritte beispielsweise hat in Brüssel gelernt. Die Stadt gilt auch als eine Hauptstadt des Comics: In Deutschland am bekanntesten sind Lucky Luke, Tim und Struppi, Cubitus, Gaston und das Marsupilami. Graue Häuserwände werden mit riesigen Bildern belgischer Comic-Helden bemalt, Metrostationen werden von Künstlern gestaltet. Im Centre Belge de la Bande Dessinée verbinden sich zwei künstlerische Leitmotive Brüssels, denn dieses nationale Comicmuseum ist im ehemaligen, 1906 errichteten und ebenfalls von Victor Horta entworfenen Jugendstil-Kaufhaus Waucquez untergebracht.

Das König-Baudouin-Stadion ist eine Konzert- und Wettkampfstätte mit 50.000 Sitzplätzen. Hier stand früher das Heysel-Stadion, in dem sich 1985 die mit 39 Toten und über 400 zum Teil Schwerverletzten schlimmste Katastrophe des europäischen Fußballs ereignete. Englische Hooligans fielen über italienische Fußballfans her und lösten eine Massenpanik aus.

Gastronomie

Rue des Bouchers, die „Fressgasse“
Brüsseler Waffeln

Das gastronomische Angebot umfasst rund 1.800 Gaststätten mit einer einer Vielzahl hochklassiger Lokale. Neben den klassischen Restaurants gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Cafés, Bistros sowie das übliche Angebot internationaler Fastfood-Ketten. Die Cafés ähneln eher Kneipen mit einem Bier- und kleinem Speisenangebot, Kaffeehäuser im deutschen Verständnis sind die Salons de Thé. Ebenfalls weit verbreitet sind die Brasserien, die meistens eine große Anzahl Biersorten und typische nationale Gerichte anbieten.

Die belgische Küche zeichnet sich durch die Verbindung der französischen Küche mit der eher deftigen flämischen Küche aus. Kulinarische Spezialitäten Brüssels sind besonders Waffeln (Gaufres) und Miesmuscheln (meist als „Moules frites“ mit Pommes Frites serviert). Die Stadt ist eine Hochburg der Schokoladen- und Pralinen-Hersteller mit Traditionsunternehmen wie Godiva oder Neuhaus. Pommes frites werden wie auch die Waffeln in Brüssel auch an Straßenständen verkauft. Die bekannten belgischen Biersorten wie Hoegaarden, Jupiler, Stella Artois, die Brüsseler Spezialität Geuze und das Kirschbier Kriek sind ebenfalls überall in der Stadt erhältlich.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Ein Victor-Horta-Haus in Brüssel
Ein Haus mit Zeichnungen nach Hergé

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. nieuwsblad.be: Einwohnerzahlen 2009
  2. Statistics Belgium; Population de droit par commune au 1 janvier 2008 (Excel-Datei) Die Bevölkerungszahlen aller Gemeinden Belgiens, vom 1. Januar 2008.
  3. Statistics Belgium; De Belgische Stadsgewesten 2001 (PDF-Datei) Definition von Metropolregionen in Belgien.
  4. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)
  5. Brüsseler Nahverkehrslinien
  6. Webseite zum neuen Metro-Netz
  7. Webseiten der SNCB/NMBS zur Planung der RER-Brüssel (dt., niederl., franz. und engl.)
  8. Jean Demannez, Interview vom 24.11.2003
  9. NPDATA



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