Buedingen

Buedingen


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Büdingen Koordinaten fehlen
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Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 134 m ü. NN
Fläche: 122,87 km²
Einwohner: 21.610 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63654
Vorwahl: 06042
Kfz-Kennzeichen: FB
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 004
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Eberhard-Bauner-Allee 16
63654 Büdingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Erich Spamer (FWG)

Die Stadt Büdingen liegt im Wetteraukreis in Hessen (Deutschland). Ihre historische Altstadt zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas und ist bekannt für ihre zahlreichen Wehranlagen und die malerischen Fachwerkgebäude.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Büdingen liegt im Osten der Wetterau am Fuße des Vogelsberges auf 160 m ü. NN Höhe. Die Stadt am Seemenbach befindet sich 15 km nordwestlich der Barbarossa-Stadt Gelnhausen und etwa 40 km nordöstlich von Frankfurt am Main. Historisch zählt Büdingen zu Oberhessen.

Nachbargemeinden

Büdingen grenzt im Norden an die Gemeinde Kefenrod, im Osten an die die Stadt Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinden Gründau und Ronneburg (beide Main-Kinzig-Kreis), im Südwesten an die Gemeinden Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis) und Limeshain, im Westen an die Gemeinden Altenstadt und Glauburg, sowie im Nordwesten an die Stadt Ortenberg.

Geologie

Büdingen liegt in einem feuchten, sumpfigen Tal. Das Schloss und die Altstadt ruhen deshalb auf jahrhundertealten Eichenbohlen, die auf Buchenpfählen aufgestelzt sind. Der Grundwasserspiegel muss deshalb konstant hoch gehalten werden, damit keine Luft an diesen Unterbau kommen kann.

Stadtgliederung

Bundesstraße 521 Bundesstraße 457 Lahn-Kinzig-Bahn Historischer Stadtkern Büdingen Eckartshausen Diebach am Haag Vonhausen Herrnhaag Lorbach Calbach Orleshausen Düdelsheim Rohrbach Aulendiebach Büches Wolf Dudenrod Michelau Wolferborn Rinderbügen BüdingenBüdingen
Über dieses Bild
Büdingen
Stadtteil Büdingen
Koordinaten: 50° 17′ N, 9° 7′ O50.2908333333339.1125160Koordinaten: 50° 17′ 27″ N, 9° 6′ 45″ O
Höhe: 160 m ü. NN
Fläche: 44,3 km²
Einwohner: 7876 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 63654
Vorwahl: 06042

Zur Stadt gehören seit der Gebietsreform 1972 die 16 Stadtteile Aulendiebach, Büches, Büdingen, Calbach, Diebach am Haag (siehe auch Herrnhaag), Düdelsheim, Dudenrod, Eckartshausen, Lorbach, Michelau, Orleshausen, Rinderbügen, Rohrbach, Vonhausen, Wolf und Wolferborn.

Gleichzeitig erfolgte die Auflösung der Kreises Büdingen und die Eingliederung der Stadt Büdingen in den Wetteraukreis. Die Zuordnung der Stadt Büdingen zum Wetteraukreis war und ist von der Bevölkerung Büdingens ungeliebt. Die bis heute schlechte Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs an die Kreisstadt Friedberg (Hessen) verstärkt diese Einstellung zusätzlich.

Geschichte

Herkunft des Namens Buodingen

Stich Büdingens von Braun-Hogenberg
Stich Büdingens von Matthäus Merian

Der Herkunft des Namens „Büdingen“ ist nicht endgültig geklärt. Ortsnamensforschern gelten zwei Möglichkeiten als wahrscheinlich. Einige Forscher sehen den Namen von „budingun“, einem Königsgericht (Thing), abgeleitet. Andere Historiker leiten den Namen von Nachkommen eines „Buodo“, die „Buodingen“, ab.

Woher die Familie stammt, die sich seit mindestens 1131 „von Büdingen“ nannte, ist nicht geklärt. Gesichert ist jedoch, dass deren Vorfahren große Güter in der Wetterau besaßen und dem Hochadel angehörten. Die Ur-Büdinger waren treue Anhänger der Staufer. Das Geschlecht „von Büdingen“ lebte an der Grenze der Interessensbereiche der geistlichen Fürsten aus Mainz und Fulda, die etwa in der mittleren Wetterau an das Gebiet der Landgrafen von Hessen angrenzten. Über Jahrhunderte waren die Herren von Büdingen Puffer zwischen den beiden Machtblöcken, die ihre Herrschaft auszudehnen versuchten.

Chronologie

Bereits in früher vorchristlicher Zeit war das Gebiet um Büdingen besiedelt. Als Beleg für die keltische Besiedlung der weiteren Region zählt insbesondere der archäologisch sehr bedeutende Fund des Keltenfürsten vom Glauberg aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Wie Funde in Hirzenhain und Rinderbügen belegen, wurde hier Brauneisen verarbeitet. Nach den Alamannen, die zwischen 260 und 500 für Düdelsheim belegt sind, folgte eine weitere Besiedlung durch die Merowinger.

Auf etwa 700 datiert der Beginn der Errichtung der St.-Remigius-Kirche in Büdingen-Großendorf als eine hölzerne Eigenkirche eines unbekannten Grundherrn. Im Jahr 847 wird „Büdingen“ in der Wormser Bischofschronik erwähnt, dabei ist nicht sicher, um welches Büdingen es sich handelt. Die St.-Remigius-Kirche wird etwa 1050 (dendrochronologisch datiert) zur heutigen Gestalt umgebaut und aufgestockt.

1131 werden die Herren „von Büdingen“ erstmals urkundlich erwähnt. Diese wurden 1155 auch Burggrafen von Gelnhausen. Die „villa“ Büdingen wird 1206 erstmals urkundlich erwähnt. Das edelfreie Geschlecht der Herren von Büdingen starb mit Gerlach II. vor 1247 im Mannesstamm aus.

Altstadt (Büdingen)
Gesamtanlage Altstadt

Erben waren seine Schwiegersöhne, die Herren von Hohenlohe-Brauneck, von Ysenburg-Kempenich, von Trimberg, von Breuberg und von Ysenburg. Letzteren gelang es, die anderen Ganerben aus dem Büdinger Burgsitz zu verdrängen. Im Jahr 1259 findet sich die erste Erwähnung des Gerichts Büdingen. Am 26. Juli 1330 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer Luther von Ysenburg, Herrn zu Büdingen, für seine Stadt das Marktrecht:

„Wir Ludwig, von Gottes Gnaden Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reiches, tun kund allen denen, die diesen Brief ansehen oder hören lesen, dass wir dem edlen Manne Luther von Isenburg, unserem lieben Getreuen, von kaiserlicher Gewalt erlaubt haben und erlauben, einen Wochenmarkt zu haben, in seiner Stadt zu Büdingen an dem Montage, und haben ihm auch von besonderen Gnaden daselbst erlaubt, einen Jahrmarkt zu haben, der sein soll jährlich vor Sankt Remigi zwei Tage vor und zwei Tage nach und wollen auch, dass dieselbe Stadt Büdingen mit dem Wochenmarkt und dem Jahrmarkt Freiung und Rechte haben in aller Weise, als sie hat unser und des Reiches Stadt Gelenhausen …“

1442 wurden die Herren von Büdingen zu Grafen erhoben. 1578 begnadete Kaiser Rudolf II. die Grafen zu Büdingen mit dem „Jubilatemarkt“. 1806 wurde die Grafschaft Ysenburg-Büdingen dem Fürstentum Isenburg-Birstein einverleibt. Mit dem Wiener Kongress 1816 wurde das Fürstentum Isenburg zwischen dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und dem Kurfürstentum Hessen-Kassel geteilt, die Stadt Büdingen kam an Hessen-Darmstadt. Graf Ernst Casimir III. wurde 1840 durch Dekret des Großherzogs in den erblichen Fürstenstand erhoben.

Mühltorbrücke

1353 begnadete Heinrich II., Herr zu Büdingen, seine Stadt mit dem großen „Freiheitsbrief“. Nun eigenverantwortlich für den Schutz ihrer Stadt, wurden die Schützen organisiert. Die Büdinger Schützengesellschaft bezieht sich in ihrer Geschichte auf dieses Gründungsdatum.

Zwischen 1480 und 1510 ließ Graf Ludwig II. einen mächtigen Mauergürtel vor die älteren Stadtmauern legen und bestückte diesen mit 22 Türmen und Halbschalen. Diese Mauern sind noch heute vollständig erhalten und eine der bedeutendsten spätmittelalterlichen Festungsanlagen Deutschlands.

Nach dem Wormser Reichstag von 1521 kam Martin Luther auf seinem Weg in sein Eisenacher Exil durch das Büdinger Land und fand im Hause Ysenburg Bewirtung; zumindest wird dies vermutet, da die Herrschaft von Büdingen – und gemäß dem Grundsatz „cuius regio, eius religio“ auch ihre Bürger – schon im gleichen Jahr zum Protestantismus konvertierte. Mit Fortschreiten der Reformationsbewegung in Deutschland wurde die Stadt später calvinistisch.

Das große Bollwerk

1576 raffte die Pest viele Bewohner dahin. 1632 wütete die Pest erneut in Büdingen. 1590 brannten bei einem Großbrand 48 Wohngebäude nebst Scheunen und Stallungen nieder.

1634 nahmen Kaiserliche Truppen (Kroaten) Büdingen ein, vertrieben die Schweden und hausten übel in der Stadt. Verschiedene Bürger kamen ums Leben und viele Häuser brannten nieder.

1601 begründete Graf Wolfgang Ernst die Lateinschule, das heutige „Wolfgang-Ernst-Gymnasium“. Mit einem Toleranzedikt lud 1712 Graf Ernst Casimir I. zum Anbau in Büdingen ein. In der Folge entstand bis 1724 vor dem Untertor (Jerusalemer Tor) die Vorstadt, in der sich Glaubensflüchtlinge aus anderen Gegenden ansiedelten, wie Hugenotten, Waldenser, und Inspirierte.

1822 wurden Verwaltung und Justiz im Großherzogtum Hessen-Darmstadt getrennt. Büdingen wurde Sitz des Landgerichtsbezirks Büdingen, aus dem 1852 der Landkreis Büdingen hervorging. Hessen-Darmstadt war 1828 mit Preußen eine Zollunion eingegangen, die jedoch den Handel mit dem an Büdingen grenzenden Kurhessen-Kassel erschwerte. Die Landbevölkerung der Büdinger Provinz verarmte zunehmend und war durch Teuerungen, Verbrauchssteuern, Arbeitsmangel, niedrige Löhne, hohe Abgaben, Willkür der Polizei und der Verwaltungen verärgert. Um aufkeimenden Unruhen vorzubeugen, hatte die hessische Regierung zum Schutze ihrer Interessen ein Militärkommando nach Büdingen gelegt, das bald eine Stärke von 60 Mann erreichte. 1830 gab es in Büdingen Zollunruhen: In der Nacht zum 30. September versammelten sich 2.000 bewaffnete Bauern vor der Stadt und verlangten Zugang. Zunächst weigerte sich die Stadtregierung, aber als die Zahl der „Aufrührer“ weiter anwuchs, öffnete man ihnen die Tore. Sie verwüsteten das Zollbüro und verbrannten die Akten, bevor sie gegen Abend wieder abzogen. Tage später stellten Butzbacher Dragoner den „Haufen“ und vertrieben die aufrührerischen Bauern.

Im Jahr 1839 wurde die Handwerkerschule (später Gewerbeschule) gegründet. Zwischen 1867 und 1868 entstand das Mathildenhospital. 1879 wurde die „Vorschuß- und Kreditkasse“ (heute Volksbank) gegründet.

Ab 1739 bestand eine Postverbindung zwischen Büdingen und Frankfurt am Main: wöchentlich eine Postkutsche und zweimal ein reitender Bote. 1869–1870 wurde die Eisenbahnlinie Büdingen-Gelnhausen erbaut. 1879 entstand das neue Gymnasium mit Turnhalle und Direktorwohnung. Zwischen 1888 und 1895 baute die Stadt eine Wasserleitung und begann mit einer Teilkanalisierung. 1910 wurde das städtische Gaswerk errichtet. 1913 erhielt Büdingen elektrisches Licht.

1911 wurde in der Brunostraße die neue Volksschule erbaut. Die Gründung der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft erfolgte 1920. 1965 wurde das Bürgerhaus mit Stadtbücherei eingeweiht.

Ab 1936 wurde Büdingen Garnisonsstadt: die Krüger-Kaserne wurde errichtet. Dort waren das Maschinengewehr-Bataillon 3, die Panzer-Abwehr-Abteilung 15 und während des Krieges die Panzer-Abwehr-Ersatz-Abteilung 9 untergebracht. Von 1945 bis 2007 wurde die Kaserne als Armstrong Barracks von verschiedenen amerikanischen Einheiten der United States Army wie der 3. US-Panzerdivision genutzt. Als letzte Einheit verließ Mitte 2007 das Erste Bataillon des Ersten Kavallerieregiments (1st Squadron des 1st Cavalry Regiment der 4th Brigade der 1st Armored Division (Hanau) des V. US-Korps) mit rund 620 Soldaten und mehr als 900 Familienangehörigen Büdingen.[1]

Hexenprozesse

  • Zwischen 1532 und 1699 (Höhepunkt 1633–1653) wurden viele Hexenprozesse durchgeführt und 485 Menschen wegen angeblicher Hexerei angeklagt. Mit über 400 Hinrichtungen ist die kleine Grafschaft Büdingen in die Kernzone der Hexenverfolgung einzurechnen.[2]
  • 1564 wurde die Faulhaberin aus Wächtersbach in Büdingen als angebliche Hexe angeklagt. Von Graf Georg erging die Order, die Faulhaberin im peinlichen Verhör hart anzugreifen (zu foltern). Trotz „zerrissener Glieder und verderbtem Leib“ trotzte sie der Folter und zerriss mit ihrem Schweigen die Kette der Denunziationen.
  • Heftige Kritik an Hexenprozessen und Folter äußerte der ysenburgische Hofprediger Anton Praetorius, dem es 1597 gelang, eine Frau aus der Folterkammer zu befreien. 1598 setzte er seinen Kampf literarisch mit dem Buch „Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern“ fort.

Zeit des Nationalsozialismus

Weitgehend unaufgearbeitet bleibt in Büdingen bislang der Bereich staatlichen Handelns und die persönliche Beteiligung teilweise auch nach dem Krieg angesehener Bürger während der Zeit der totalitären und terroristischen Diktatur der Nationalsozialisten. Erschwert werden solche Nachforschungen, da das Stadtarchiv deutliche Lücken zu dieser Zeit aufweist und die Akten der Kreisverwaltung in den 60er-Jahren weitgehend vernichtet wurden. Die in Büdingen anfangs herrschende Haltung lässt sich zumindest daran ablesen, dass die Stadt und ihre damals selbstständigen Stadtteile bereits 1933 NS-Machthaber, etwa Adolf Hitler, zu Ehrenbürgern ernannt haben. Straßen in verschiedenen Stadtteilen wurden zu Ehren der NS-Herrscher umbenannt. So hießen die heutige Berliner Straße „Adolf-Hitler-Straße“ und die Mackensenstraße „Hermann-Göring-Straße“. Als sogenannte Blutzeugen der Bewegung ehrten die Büdinger Hans (laut Meldekarte: Johann) Handwerk (* 1916, † 5. Juli 1932, erschossen bei Straßenkämpfen in Frankfurt am Main ) und Josef Bleser (erschossen am 28. Februar 1933 in der Kasinostraße, Frankfurt am Main) mit Straßennamen.[3][4]

Von 1933 bis 1938 kam es in Büdingen zu Übergriffen auf Juden und jüdische Einrichtungen. 1938 soll der letzte Jude Büdingen verlassen haben und ausgewandert sein. In Düdelsheim erschien in der Nacht des 9. November 1938 ein „Rollkomando“ der Sturmabteilung aus Büdingen, dem sich Düdelsheimer Gefolgsleute anschlossen. Im Rahmen des inszenierten Pogroms drang der Mob aus Büdinger und Düdelsheimer NS-Leuten (insbesondere SA) in die Synagoge ein, zerschlug die Scheiben und setzte die Vorhänge in Brand. Das Inventar, bestehend aus Tischen, Bänken, Pulten und anderem wurde verwüstet, auf Karren geladen, zur Marktwiese geschafft und dort unter dem Jubel einer großen Menschenmenge verbrannt. Wohnungen der noch in Düdelsheim lebenden jüdische Bürger wurden aufgebrochen, verwüstet und teilweise geplündert. Eine 55-Jährige wurde von der Toilette gezerrt, mit Jauche bespritzt und gemeinsam mit ihrem 52-jährigen Bruder verprügelt und unter Fußtritten zum Rathaus getrieben. Dort wurde ihnen ein Sack über den Kopf gestülpt und sie mussten mit einem Besen in der Hand „tanzen“. Ein 51-Jähriger wurde von zwei Personen durch Düdelsheim geführt, während ihn ein Weiterer auf dem Genick sitzend „ritt“. Die Juden wurden dann im Rathaussaal zusammengetrieben, dort beschimpft und verhöhnt. Einigen wurden Stricke um den Hals gelegt und Mehlsäcke über den Kopf gestülpt, um sie dann am Fenster den Zuschauern „auszustellen“. [5] Eine Messingplatte am historischen Rathaus erinnert an das Schicksal der Büdinger Juden: „Den Toten zu Gedenken, den Lebenden zur Mahnung – Zur Erinnerung und zum Gedenken an unsere durch die nationalsozialistische Diktatur ihrer Existenzgrundlage beraubten verfolgen und ermordeten Mitbürger der jüdischen Gemeinde Büdingen – Wir trauern um das Leid aller Büdinger Juden“

Dem Thema der NS-Zwangsarbeit in Büdingen und in den Stadtteilen widmet sich ein Text von Reiner Bajus, der unter anderem in den Büdinger Geschichtsblättern veröffentlicht wurde.

Büdingen war Standort von 19 Bunkern der Wetterau-Main-Tauber-Stellung (Little Siegfried-Line), von denen nach dem Krieg 18 durch die Amerikaner gesprengt wurden. Einzig Am Hain blieb ein Bunker erhalten.[6]

Gebietsreform 1972

Als ein „besonderes Lehrstück kommunaler Fremdverwaltung“[7] wurde die Gebietsreform im Jahr 1972 durch die Büdinger empfunden. Forciert wurde die Reform ab 1970 vor allem durch die FDP als Juniorpartner der SPD-geführten Landesregierung. Ziel war es, die Zahl der Landkreise und der selbstständigen Gemeinden deutlich zu verringern.

Gemeindegebietsreform

Am 26. November 1971 wurden im Ergebnis freiwilliger Zusammenschlüsse Grenzänderungsverträge mit Altwiedermus, Aulendiebach, Büches, Calbach, Diebach am Haag, Dudenrod, Eckartshausen, Lorbach, Michelau, Orleshausen, Rinderbügen, Rohrbach, Vonhausen, Wolf und Wolferborn unterzeichnet. Düdelsheim hatte vorab mit 7:6 Stimmen die Verhandlungen mit Büdingen abgebrochen. Am 13. Dezember 1971 stimmte die Stadtverordnetenversammlung dem Vertrag mit Mittelgründau zu. Die Landesregierung stellte am 21. Dezember 1971 die Genehmigung der Verträge mit Altwiedermus, Michelau, Mittelgründau und Wolferborn „mit Rücksicht auf die zur Zeit laufenden planerischen Untersuchungen“ zurück. Die Landesregierung beabsichtigte Altwiedermus in die Großgemeinde Ronneburg, Mittelgründau nach Gründau, Michelau und Wolferborn (sowie Gelnhaar) in eine Großgemeinde um Kefenrod einzugliedern. Erst durch Gesetz vom 5. Juli 1972 wurden Michelau, Wolfernborn und Düdelsheim (gegen den Beschluss der Gemeindevertretung) in Büdingen eingegliedert. Eine Klage mit dem Ziel der Eingliederung Mittelgründaus vor dem Verwaltungsgericht scheiterte später.

Kreisgebietsreform

Die Kreisgebietsreform, die zur Zerschlagung des Kreises Büdingen führte, war von heftigem Widerstand und scharfen Protesten der lokalen Akteure gekennzeichnet. Entscheidend für die heutige Aufteilung wurde ein Entwurf der Landtagsfraktion der FDP vom 28. August 1971. Die Stadt Büdingen lehnte mit deutlicher Mehrheit den Anschluss Büdingens an den Kreis Friedberg ab und votierte für einen Zusammenschluss mit Hanau. Der Eingliederungsvertrag wurde am 19. April 1972 in Büdingen unterzeichnet. Der Kreistag stimmte unter Bedingungen mit knapper Mehrheit für einen Zusammenschluss mit Friedberg. Durch das Neugliederungsgesetz vom 5. Juli 1972 setzte sich der Hessische Landtag über die demokratisch gefassten Beschlüsse hinweg und schuf die heutige Struktur.

Religionen

57,9 % der Einwohner (aller Stadtteile) sind evangelisch, 13,9 % römisch-katholisch und 28,2 % gehören sonstigen Glaubensgemeinschaften an oder sind konfessionslos.

Einwohnerentwicklung

Stadtteil Büdingen

Stadt Büdingen

Seit der Gebietsreform

Jahr Einwohner
31. Dezember 1971 ¹ 13.474
31. Dezember 1972 16.810
31. Dezember 1973 16.982
31. Dezember 1974 16.886
31. Dezember 1975 16.845
31. Dezember 1976 16.884
31. Dezember 1977 16.911
31. Dezember 1978 16.853
31. Dezember 1979 17.018
31. Dezember 1980 17.176
31. Dezember 1981 17.276
31. Dezember 1982 17.258
31. Dezember 1983 17.116
Jahr Einwohner
31. Dezember 1984 17.139
31. Dezember 1985 17.083
31. Dezember 1986 17.094
31. Dezember 1987 16.899
31. Dezember 1988 17.013
31. Dezember 1989 17.552
31. Dezember 1990 18.346
31. Dezember 1991 18.885
31. Dezember 1992 19.465
31. Dezember 1993 19.874
31. Dezember 1994 20.183
31. Dezember 1995 20.547
31. Dezember 1996 20.784
Jahr Einwohner
31. Dezember 1997 20.888
31. Dezember 1998 20.889
31. Dezember 1999 21.029
31. Dezember 2000 21.156
31. Dezember 2001 21.468
31. Dezember 2002 21.804
31. Dezember 2003 21.842
31. Dezember 2004 21.771
31. Dezember 2005 21.830
31. Dezember 2006 21.745
31. Dezember 2007 21.656
31. Dezember 2008 21.610
  • ¹ Ohne Düdelsheim, Michelau und Wolferborn

Politik

Magistrat

Der Magistrat setzt sich aus dem Bürgermeister Erich Spamer, Erstem Stadtrat Manfred Hix sowie den ehrenamtlichen Stadträten Kristiane Adler, Christel Pfeiffer und Norbert Mäser (CDU), Lutz Höritzsch und Bernd Leitner (SPD), Heinrich Geiß und Reiner Marhenke (FWG/FDP) und Jürgen Nettelbeck (Grünen) zusammen.

Unter Bürgermeister Spamer kam es in Büdingen zu mehreren Kommunalverfassungsstreitverfahren, da sich dieser weigerte, die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen. Lösungsansätze ergaben sich erst durch eine vom Präsidenten des Verwaltungsgerichts Gießen Ende 2007 durchgeführte Mediation.

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,1 12 39,8 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 30,7 11 41,0 15
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,1 2 6,5 2
FWG/FDP Freie Wählergemeinschaft/Freie Demokratische Partei 30,4 11 12,7 5
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,8 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 48,7 53,1

Siehe auch: Liste der Bürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher ab 1800

Stadtwappen

Stadtwappen von Büdingen
Wappenbeschreibung:

In Gold eine rot gequaderte Zinnenmauer mit schwarzem Tor und goldenem Gatter, hinter der ein zweistöckiger, im oberen Stockwerk mit einem silbernen Schild mit zwei schwarzen Balken belegter, roter Turm hervorwächst, beiderseits mit zwei gleichen, jeweils schwarze Balken auf Silber enthaltende Fahnen besteckt. Der Turm ist begleitet von zwei ebenfalls aus der Zinnenmauer herauswachsenden einstöckigen, roten Zinnentürmen, enthaltend, wie der Mittelturm im unteren Stockwerk, je eine Schießscharte.

Das Stadtwappen ist dem Stadtsiegel entnommen und wurde am 13. Dezember 1982 vom Innenminister des Landes Hessen genehmigt.[8]

Das „Wappentier“ der Büdinger ist der Frosch, was auf die Besiedlung des Stadtgrabens vor den Wehranlagen im Mittelalter mit Fröschen zurückzuführen ist. In vielfältigen Variationen taucht heute der Frosch in öffentlichen und privaten Publikationen und den künstlerischen Darstellungen Büdingens auf.

Logo de Büdinger Partnerstädte

Städtepartnerschaften

Die Stadt Büdingen pflegt Städtepartnerschaften mit Städten aus Belgien, Frankreich, Tschechien, Rumänien, den USA und Brandenburg:

Tschechien Bruntál

Der ehemalige Kreis Bruntál war der Partnerkreis des Wetteraukreises in der Region Mährisch-Schlesien/Tschechien. Auf der Suche nach einer Partnerstadt hat 1999 der damalige Bürgermeister Bruntáls (Freudenthal) Petr Kreici auf den Rat von Landrat Gnadl Kontakt mit der Stadt Büdingen aufgenommen.

Im April 2000 besuchte eine offizielle Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Bernd Luft die Stadt Bruntál. Bald wurden die entsprechenden Beschlüsse in den Stadtparlamenten gefasst. Eine mehr als 100 Teilnehmer umfassende Gruppe aus Büdingen besuchte Ende April 2001 Bruntál. Der Inhalt der Partnerschaft ist die Aussöhnung der Völker untereinander, die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, Vereinskontakte sowie private Begegnungen und der Kulturaustausch.

Deutschland Herzberg

Zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Herzberg in Brandenburg und Büdingen bestanden schon über viele Jahre vor dem Fall der Mauer Kontakte.

Im Januar 1990 besuchte eine offizielle Delegation der Stadt Büdingen unter der Leitung von Bürgermeister Eberhard Bauner und Erstem Stadtrat Wilhelm Kröll die Stadt Herzberg zu ersten Kontaktaufnahme. Noch vor dem Abschluss des Wiedervereinigungsvertrages konnte in Herzberg die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet werden. Erklärtes Ziel der Partnerschaft ist die Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit, das Zusammenwachsen der Bevölkerung und gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz zu erwirken

Frankreich Loudéac

Die Städtepartnerschaft zwischen Büdingen und Loudéac in der Bretagne/Frankreich wurde am 28. Mai 1983 von den damaligen Bürgermeistern der beiden Städte, Yves Ropers (†) und Eberhard Bauner (†), begründet.

1982 besuchte eine offizielle Delegation aus Büdingen Loudéac, um erste Kontakte zur Begründung der Städtepartnerschaft zu knüpfen. Ziel war die Aussöhnung der Völker untereinander, die Pflege und Förderung des europäischen Gedankens, die Förderung von Kontakten der Vereine der beiden Partnerstädte untereinander, die Pflege persönlicher Kontakte der Bevölkerung und die Förderung des kulturellen Austausches.

Die Beziehungen sind auch heute noch von Leben erfüllt. Jährlich im Frühling haben Schüler und Schülerinnen des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums und der Schule am Dohlberg die Möglichkeit eines Schüleraustausches nach Loudéac. Offizielle Austausche zwischen den Städten finden im Zweijahreswechsel, regelmäßige Besuche der Braderie in Loudéac und Besuche der Kindergärten jeweils zum Nikolauswochenende statt.

USA Tinley Park

Die Partnerschaft zwischen Büdingen und Tinley-Park in Illinois/USA rührt aus einer Bekanntschaft zwischen Prinz Ferdinand zu Ysenburg und Büdingen und Hauptmann Patrick E. Rea her, der in Büdingen stationiert war.

1986 besuchte eine Abordnung aus Tinley Park Büdingen. 1988 beschloss die Stadtverordnetenversammlung offiziell die Städtepartnerschaft. Im September 1989 besuchten 148 Büdingerinnen und Büdinger zusammen mit dem Musikzug der Feuerwehr Büdingen für zwei Wochen Tinley Park, um die Partnerschaft zu feiern. Auch 2006 reiste eine größere Delegation in die Partnerstadt.

Ziel der Städtepartnerschaft ist die Aussöhnung der Völker untereinander, der Kultur- und Schüleraustausch, persönliche Kontakte der Familien untereinander, und einfach das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen und der Sitten und Gebräuche.

Belgien Gistel

Aus der Zeit vor der Gebietsreform besteht eine Partnerschaft zwischen dem jetzigen Büdinger Stadtteil Aulendiebach und der Stadt Gistel in Westflandern/Belgien.

Rumänien Sebeş

Zwischen Sebeş (Mühlbach) und den Büdinger Stadtteilen Michelau, Wolferborn, Rinderbügen und Vonhausen sind erste Kontakte für eine zukünftige Partnerschaft aufgenommen worden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Über das Autobahnnetz ist die Stadt erreichbar über die A 66, Anschlussstelle Gründau-Lieblos oder über die A 45, Anschlussstelle Altenstadt. Die südwestlich gelegenen Stadtteile profitieren außerdem von der im Jahr 2007 eingerichteten Anschlussstelle Hammersbach (A 45).

Büdingen liegt an den Bundesstraßen 457 und 521.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stadt über verschiedene Buslinien und mit dem Zug über die Lahn-Kinzig-Bahn erreichbar. Die Bahn-Stationen sind:

  • Büdingen(Oberhess), Bf
  • Büches-Düdelsheim, Hp

Der Flughafen Frankfurt am Main ist per Pkw in 30–40 Minuten erreichbar.

Ansässige Unternehmen

  • Die Accumulatorenfabrik Sonnenschein GmbH mit Stammsitz in Büdingen wurde zwischen 1957 und 1982 vom späteren Bundespostminister Schwarz-Schilling geleitet. Seit 2000 gehört das Unternehmen zur Exide GmbH und damit zur Exide Corporation. Die ehemalige Sonnenschein GmbH, jetzt Deutsche EXIDE GmbH, ist nach wie vor der größte und wichtigste Arbeitgeber in Büdingen.
  • Die Color Chemie Druckfarben GmbH wurde 1980 gegründet. Produziert werden Farben und Lacke auf Wasserbasis. Der Marktanteil bei den Farben für die Wellpappenindustrie in Deutschland liegt bei ca. 60 Prozent. Die Color Chemie hat Tochterunternehmen und Niederlassungen in Bonn, Österreich, Frankreich und Polen.

Bildungseinrichtungen

Ämter

Freizeit- und Sportanlagen

Minigolfanlage in der Büdinger Altstadt, 2005
  • Stadtbücherei mit über 40.000 Medien. Bücher, CDs, DVDs etc.
  • Freibad mit zwei Schwimmbecken, einem Sprungbecken mit Sprungturm (bis 10 m) und einem Planschbecken. Außerdem gibt es hier eine Wasserrutsche und Beachvolleyballfeld.
  • Hallenbad mit einem Becken und abgetrenntem Nichtschwimmerbereich.
  • Sporthallen am Dohlberg. Hier wird hauptsächlich Handball, Basketball und Volleyball gespielt.
  • Städtischer Sportplatz (SG 05 Büdingen (Fußball)) mit Aschenbahn sowie Sportplätze in den 15 anderen Stadtteilen.
  • Willi-Zinnkann-Halle (Bürgerhaus), hier finden regelmäßig Konzerte, Comedy und andere Unterhaltungsveranstaltungen statt
  • 5 Tennis-Sandplätze des Tennisclubs SW Büdingen e.V.
  • Wildpark
  • Kneipp-Anlage im Schlosspark
  • Beachvolleyball
  • Minigolf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturgut- schutzzeichen

Bauwerke

Büdingen wird oft als das Rothenburg Hessens bezeichnet. Im historischen Stadtkern finden sich Fachwerkhäuser, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind. Zumeist ist das Erdgeschoss jedoch in massivem Sandstein gehalten, was seinerzeit dem Brandschutz diente. Sehenswert ist die gut erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage der Stadt: Große Teile der Stadtmauer, der Wehrtürme und Stadttore sind erhalten und teilweise begehbar. Büdingen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße.

Eine besondere Attraktion ist das Untertor (auch bekannt als Jerusalemer Tor) mit vorgelagerter Brücke, vollendet im Jahr 1503. Die Überlieferung besagt, dass dieses Tor nach der Pilgerreise eines Sohnes des Grafen Ludwig als Kopie des Jerusalemer Schafstores erbaut wurde.

Das Büdinger Schloss, ein aus dem 16. Jahrhundert stammender staufischer Wachtbau, war ursprünglich eine Wasserburg. Die Herren von Büdingen bezeichneten ihn jedoch schon immer als Schloss. Noch heute wohnt dort die Familie Fürst zu Ysenburg und Büdingen.

Der äußere Schlosshof ist für Besucher frei zugänglich. Die Gebäude selbst können in geführten Besichtigungen erkundet werden. Direkt hinter dem Schloss befindet sich der weitgehend öffentliche Schlosspark, der den Büdingern heute als Naherholungsziel dient.

Das älteste Wohngebäude der Stadt ist das Steinerne Haus, das im Gegensatz zu den sonstigen Fachwerkhäusern komplett in Stein errichtet wurde. Es hatte mit seiner burgartigen Mauer die Aufgabe, den wichtigen Brückenkopf am Mühltor zu sichern und ist integraler Bestandteil der Stadtbefestigung.

Das historische Rathaus war das Zentrum des Marktes Büdingen und diente als Markthalle, Tanz- und Spielhaus und im Obergeschoss als Hochgericht. Heute beherbergt es das „Heuson-Museum“ und den Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung.

Museen

Albert Einstein bezeichnet Büdingen 1952 nach einem Besuch als Idyll:[9][10]

„Ein Stückchen Mittelalter gezeigt von seiner attraktivsten Seite“

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Am Faschingssonntag findet traditionell die Erstürmung der Stadt durch die Narren am Untertor statt (Faschingsumzug).
  • Das Pfingstschießen der Büdinger Schützengesellschaft 1353 findet alljährlich an Pfingsten statt.
  • Das Altstadtfest findet jährlich um den Sonntag nach Pfingsten statt.
  • Der Gallusmarkt wird am Wochenende um den vierten Sonntag im September ebenfalls in der Altstadt abgehalten.
  • Das Mittelalterfest findet alle zwei Jahre am zweiten Wochenende im Juli statt.
  • Die Landpartie findet immer am zweiten Septemberwochenende statt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1846 – Ludwig Westernacher, Dr. med. (* 5. April 1811 in Echzell, † 6. September 1884 in Büdingen)
  • 1846 – Ernst Carl Casimir Wegelin (* 27. Oktober 1779 in Büdingen, † 13. März 1862 in Büdingen), Großherzöglich Hessischer Landrichter
  • 1902 – Ferdinand Rabenau (* 13. März 1845 in Darmstadt, † 4. Januar 1932 in Büdingen), Oberamtsrichter i. R.
  • 1911 – Friedrich Wolfgang Karl von Thudichum, angesehener Rechtsgelehrter und -historiker sowie Professor der Rechte in Tübingen (* 18. November 1831 in Büdingen,† 17. März 1913 in Wildbad)
  • 1919 – Gustav Christian Dörr (* 5. Juni 1844 in Büdingen, † 9. Januar 1927 in Frankfurt am Main), Kaufmann
  • 1922 – Georg Albert (* 7. Februar 1852 in Büdingen, † in New York)
  • 1931 – Wilhelm Dotter (* 12. Februar 1859 in Büdingen, † 29. April 1934 in Büdingen), Kaufmann
  • 1933 – Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn, † 30. April 1945 in Berlin), Reichskanzler/Führer (Aberkennung des Ehrenbürgerrechts am 21. April 2007)
  • 1933 – Paul von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Westpreußen), Generalfeldmarschall und Reichspräsident
  • 1933 – Ferdinand Werner, Dr., Staatspräsident und Bildungswesen (NSDAP), (Aberkennung des Ehrenbürgerrechts am 3. September 1946)
  • 1933 – Heinrich Müller, Dr., Staatsminister des Inneren, der Justiz und der Finanzen (NSDAP), (Aberkennung des Ehrenbürgerrechts am 3. September 1946)
  • 1948 – Karl Heuson (* 4. November 1869 in Wenings, † 16. Januar 1953 in Büdingen), Lehrer i. R.
  • 1965 – Peter Niess (* 4. Februar 1895 in Rinderbügen, † 21. August 1965 in Büdingen), Gewerbeoberlehrer
  • 1984 – Fürst Otto Friedrich zu Büdingen und Ysenburg (* 16. September 1904 in Halberstadt, † 25. September 1990 in Büdingen)
  • 1985 – Willi Zinnkann (* 27. Oktober 1915 in Worms, † 23. Oktober 1997 in Büdingen), Bürgermeister a. D.
  • 1993 – Hans-Velten Heuson (* 19. Juli 1926 in Wenings, † 14. September 2002 in Büdingen), Realschullehrer a. D.
  • 1995 – Martin Bauss (* 2. November 1920, † 12. Mai 1998 in Büdingen), Kunstmaler
  • 1996 – Willi Ernst Luh (* 31. Oktober 1926 in Großen-Linden), Schulamtsdirektor a. D.
  • 2004 – Christian Schwarz-Schilling, Dr. (* 19. November 1930 in Innsbruck, Österreich) Bundespostminister a. D.

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen:

Siehe auch

Weitere Artikel zu einzelnen Bauwerken in Büdingen
Altstadt Büdingens Altstadt (Büdingen)
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Büdinger Altstadt

Schloss Büdingen Schloss Büdingen
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Schloss Büdingen

Untertor Untertor (Büdingen)
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Untertor

Großes Bollwerk und Hexenturm
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Großes Bollwerk und Hexenturm

Historisches Rathaus Historisches Rathaus
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Historisches Rathaus

Steinernes Haus Steinernes Haus
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Steinernes Haus

Oberhof
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Oberhof

Schlaghaus
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Schlaghaus

Marienkirche
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Marienkirche

St.-Remigius-Kirche
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St.-Remigius-Kirche

Literatur

  • Karl Heusohn u. Peter Niess: Büdingen – seine Geschichte und Denkmäler, Büdingen 1927
  • Geschichtsverein Büdingen (Hrsg.): Kreis Büdingen, Wesen und Werden. Büdingen 1956
  • Karl Winter: Büdingen. München 1966
  • Baudenkmale in Hessen, Wetteraukreis I (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland), S. 69, Braunschweig, Wiesbaden 1982, ISBN 3-528-06231-2
  • Jürgen Ackermann: Verschuldung, Reichsdebitverwaltung, Mediatisierung. Eine Studie zu den Finanzproblemen der mindermächtigen Stände im Alten Reich. Das Beispiel der Grafschaft Ysenburg-Büdingen 1687–1806. (Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 40), Marburg 2002, ISBN 3-921254-93-0
  • Hans-Velten Heuson: Büdingen – Gestern und Heute: Arbeiten zur Geschichte der Stadt und ihres Umfeldes (1300−1945). Aufsatzsammlung von Hans-Velten Heuson. Zum 75. Geburtstag des Autors gesammelt und herausgegeben von Volkmar Stein, Büdingen 2004

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Artikel über den Truppenabzug in Stars and Stripes
  2. Rolf Schulte, Hexenmeister, Frankfurt am Main, 2000, S.72
  3. Buch: Ich Kämpfe : Der alten Garde des Führers zum 10. Jahrestag der Machtergreifung am 30. Januar 1943, Hrsg. Hauptkulturamt, Zentralverlag der NSDAP, 1943
  4. Liste der in der Zeit des Nationalsozialismus umbenannten Straßen in Frankfurt am Main mit Erläuterungen.
  5. Pfr. Rainer Heß, Unbewältigte Vergangenheit. – Die jüdischen Mitbürger in der Zeit der nationalsozialischen Verfolgung (1933−1945) in Chronik Düdelsheim – 792–1992, 1991
  6. Matthias Schneider: Little siegfried-line : Die Geschichte der Wetterau-Main-Tauber-Stellung, S. Roderer Verlag Regensburg 1997, ISBN 3890731694
  7. Dr. Volkmar Stein
  8. Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 1 aus 1983, Seite 5
  9. Dankesschreiben Einsteins an das Schlossmuseum Büdingen, Archiv der Wikimedia
  10. Einstein in Büdingen

Wikimedia Foundation.

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