Bücher des Blutes

Bücher des Blutes

Bei den Büchern des Blutes handelt es sich um eine Sammlung von Horrorkurzgeschichten, verfasst von Clive Barker, der auch die Cover zeichnete. Insgesamt existieren sechs „Blutbücher“, die jeweils fünf bis sechs Geschichten enthalten. Die Bücher, erstmals veröffentlicht zwischen 1984 und 1985, gewannen die British Fantasy Awards und die World Fantasy Awards.

Die Hauptfiguren der Stories sind zumeist ganz normale Menschen, die durch Zufall in schreckliche Vorgänge verwickelt werden. Obwohl sie in der Gegenwart der 1980er angelegt sind, verwendet Barker auch Elemente der Fantasyliteratur.

Candyman’s Fluch ist die Verfilmung einer der Geschichten aus den Büchern des Blutes, ebenso wie Lord of Illusions, den Barker selbst inszenierte und The Midnight Meat Train, den er produzierte.

Inhaltsverzeichnis

Das erste Buch des Blutes

Die erste Geschichte des ersten Buches erzählt die fiktive Entstehung der Bücher des Blutes.

Das Buch des Blutes

Das Haus am Tollington Place 65 ist eine Kreuzung für Geister. Diese Vorstellung der Menschen nutzt der junge Simon McNeal aus, um sich in den Mittelpunkt des Interesses zu spielen. Eine Untersuchungskommission stellt fest, dass es im obersten Zimmer des Hauses regelmäßig spukt. Geister scheinen einzutreffen und ihre Unterschrift an den Wänden des Raums zu hinterlassen. In Wahrheit ist es der immer anwesende McNeal, der Namen aus dem Telefonbuch an die Wände kritzelt und dabei einen Höllenlärm macht. Den Geistern scheint das nicht zu gefallen, sie fallen tatsächlich in das Haus ein und beschließen zu schreiben. Jedoch nicht an den Wänden, sondern auf Simon McNeals Körper. Vor den Augen von Doktor Florescu, Mitglied der Untersuchung, ritzen sie blutige Buchstaben in McNeals Körper. Er überlebt entstellt.

Der Mitternachts-Fleischzug

In New Yorks U-Bahn geht ein Killer um, der schöne Menschen umbringt. Was Kaufman nicht weiß, ist, dass er bei seinem aktuellen U-Bahn-Trip auf den Spuren des Mörders ist. Als Kaufman kurz einschläft, bemerkt er nicht, dass der Schlächter im benachbarten Wagen dabei ist drei Menschen umzubringen. Nach einem kurzen Kampf tötet er den Schlächter. In der Zwischenzeit erreicht die U-Bahn ihr Ziel, eine Grotte voller uralter Menschenfresser, und nach dem Mord am Schlächter wollen sie Kaufman als ihren neuen Ernährer.

Das Geyatter und Jack

Das Geyatter, ein unsichtbares Furienwesen, das von der Hölle den Auftrag erhalten hatte, die Seele des Gewürzgurken-Importeurs Jack Polo zu besorgen, ist am Verzweifeln, denn der Mann lässt sich einfach nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich wittert das Geyatter zu Weihnachten seine endgültige Siegeschance. Es schafft Jack mit seinen paranormalen Scherzen auf die Palme zu bringen, doch als dieser beschließt, an die frische Luft zu gehen um sich zu beruhigen, ist der Auftrag des Geyatters gefährdet. Es bricht zwei der Regeln seines „Jobs“; es folgt Jack nach außerhalb des Hauses und versucht, ihn mit eigenen Händen zu töten. Daraufhin wird es sichtbar und zu Jacks Diener.

Aus dieser Kurzgeschichte entstand 1994 der Comic „Ein höllischer Gast“.

Schweineblut-Blues

Mister Redman, ein ehemaliger Polizist, ist ein neuer Lehrer auf dem Jugendgefängnis Tetherdowne. Seine Vorgesetzte Doktor Leverthal benimmt sich ihm gegenüber normal, der junge Thomas Lacey allerdings verhält sich auffällig. Bei einer Schlägerei wird er verletzt und kündigt Redman an, Kevin Henessy sei hier. Später erfährt er von der „Farm“ neben der Gefängnisanlage, wo er auf verwahrloste Tiere, aber auch eine große, hübsche, gepflegte Sau trifft. Außerdem erzählt Lacey ihm, Henessy habe sich in der Farm erhängt, weil er befürchtete, als Mann nicht ewig leben zu können, wie er es sich wünschte. Die grausige Wahrheit: Obwohl Redman nicht an Geister glaubt, muss er akzeptieren, dass Henessys Geist in die große Sau gefahren ist, als diese ihn verspeiste. Die Jungen der Anstalt müssen ihn/sie nun mit Menschenfleisch füttern. Als Redman während eines Rituals unabsichtlich den Schweinestall anzündet, wendet Lacey sich von ihm ab und verbündet sich mit dem teuflischen Schwein.

Sex, Tod und Starglanz

Terence Calloway ist der Organisator des Stückes „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, in dem der Seifenopernstar Diane Duvall die Hauptrolle der Viola spielt, und nebenbei schläft er mit ihr. Calloway hat ein bestimmtes Interesse am Gelingen der Aufführung und trifft auf Richard Lichfield, dessen Frau Constantina einst die Hauptrolle im Stück spielte. Als Lichfield Diane überwältigt und sie ins Koma fällt, bleibt Calloway nichts übrig, als Lichfields Frau die Hauptrolle zu überlassen. Doch die Aufführung ist keine normale ihrer Art. Die Toten kriechen aus der Erde um dem Stück beizuwohnen. Auch Diane kehrt zurück um Calloway zu ermorden, Lichfield und seine Frau sind ebenfalls Untote. Das Stück wird ein voller Erfolg, doch die lebenden Teammitglieder erschaudern jäh als ihnen auffällt dass das gesamte Publikum aus Untoten besteht.

Im Bergland: Agonie der Städte

Mick und Judd sind frisch zusammen und haben in Europa ihre Flitterwochen. Beide gehen sich gegenseitig unglaublich auf die Nerven. Sie fahren mit ihrem VW durch Jugoslawien, und wenige Kilometer entfernt von ihnen, spielt sich ein Wettkampf ab. Zwei Städte gegeneinander im Gigantenkampf. Die Körper der Einwohner beider Städte zusammengebunden zu zwei riesigen Geschöpfen. Podujevo gegen Popolac. Als Podujevo verliert und umstürzt, bedeutet es den Tod aller Einwohner der Stadt. Die Blutwelle, die aus dem Körper strömt, erfasst den VW der beiden frisch Verheirateten. Sie können ihren Augen nicht trauen, und als sie aus dem Auto aussteigen, um sich umzusehen, wird es von Vaslav Jelovsek, dem Schiedsrichter des Wettstreits, gestohlen. Es kommt zu einem Unfall, Vaslav erzählt den beiden, als sie ihr Auto finden, genau, was passiert ist, sie können es aber nicht glauben. In einer anderen Stadt suchen sie Zuflucht, doch der Koloss Popolac holt sie ein. Als er das Haus zertritt, stirbt Judd, Mick jedoch hält sich an Popolac fest und entkommt.

Das zweite Buch des Blutes

Moloch Angst

Steve studiert, einer seiner Kollegen ist Quaid. Quaid hat ein erstaunliches Interesse an der Angst anderer Menschen, von ihm Grauen genannt. Er entwickelt auch ein Interesse an der strengen Vegetarierin Cheryl Fromm, Steve geht ihm aus dem Weg, da er Angst vor ihm bekommt, da er glaubt, Quaid könnte auch um seine Ängste wissen. Nach den Sommerferien trifft er wieder auf Quaid, und nimmt dessen Einladung zu sich nach Hause an. Der Grund für den Besuch soll sein, dass Quaid Steve ein paar Fotos zeigen will. Bilder von Cheryl, wie sich herausstellt. Quaid nennt es sein Experiment, er hat Cheryl in ein Zimmer eingesperrt, um heimlich Fotos von ihr zu machen. Die Situation: Sie steckt fest in diesem spartanisch eingerichteten Zimmer; als einzige Nahrung findet sie ein Stück Fleisch auf einem Tisch – wie Quaid herausgefunden hat das Nahrungsmittel, wovor sie sich am meisten fürchtet. Nach dem Experiment, als sie das Fleisch verschlungen hatte, hatte er sie laufen lassen.

Steve ist zutiefst bestürzt. Quaid kann ihn durch einen Trick überwältigen. Später erwacht Steve in einer Art dunkler Röhre, auf einem Rost liegend. Eines seiner Beine ist festgekettet. Als er einschläft, gibt ihm Quaid zu Essen und zu Trinken, schnallt ihm aber auch eine Vorrichtung um den Kopf, die ihm die Ohren verschließt. Die Angst von Steves Kindheit: Taub sein, nichts mitbekommen von der Welt um ihn, nur die Geräusche in seinem Kopf hören. In diesem Zustand wird er verrückt. Er wird freigelassen, betäubt und erwacht wieder auf offener Straße. Ein Polizist glaubt, einen durchschnittlichen Junkie gefunden zu haben, muss aber feststellen, dass der Junge tatsächlich verrückt ist. Er bringt ihn in ein Asyl, wo Steve, als ein Kampf ausbricht, sich mit einer Axt unbemerkt davonmacht. Er macht sich auf zu Quaid, um das zu werden, was sein Peiniger am meisten fürchtet: Ein lächelnder, tanzender, mit einer Axt bewaffneter, mörderischer Clown.

Das Höllenrennen

In London findet ein Wohltätigkeitsrennen statt, und einer der Teilnehmer ist der schwarze Joel Jones, begleitet von seinem Manager Cameron. Als das Rennen beginnt, sieht Cameron in einem Auto ein Double eines Wettläufers sitzen. Er wittert Betrug und folgt ihm in einen unterirdischen Kellerraum. Gregory Burgess stellt sich ihm vor und gibt sich als Gesandter der Hölle zu erkennen. Er präsentiert ihm des Weiteren zwei Gestaltwandler, die seinem Willen unterworfen sind, und für ihn als Menschen getarnt das Rennen mitlaufen. Denn wenn die Hölle das Rennen gewinnt, wird er über England herrschen. Falls nicht, herrscht weitere hundert Jahre Frieden (Demokratie). Währenddessen sterben Läufer auf der Strecke mysteriöse Tode – und zwar nur, weil sie zurückgesehen haben. Joel liegt nur einen Platz hinten und holt unaufhaltsam auf. Joels Manager Cameron entflieht Burgess, als eine Höllenkreatur aus einem Loch im Raum heraufsteigt. Doch er stirbt auf seinem Fahrrad, da auch er zurückgesehen hat. Joel hat sich inzwischen an die Spitze vorgekämpft und sein Rivale zeigt sein wahres Gesicht als Gestaltwandler. Er tötet Joel und wäre kurz davor gewesen das Rennen für sich zu entscheiden, liefe da nicht einer der Außenseiter des Rennens über die Ziellinie. Zurück in der Hölle, bittet diese Burgess, sich nach ihr umzusehen, und als er dies verweigert, bricht sie ihm das Genick.

Jacqueline Ess: Ihr Wille, ihr Vermächtnis

Jacqueline ist nicht zufrieden mit ihrem Leben und will sich umbringen. Als ihr Freund Ben sie aufhalten kann, kommt sie zu einem Psychiater, dessen Gequatsche sie so nervt, dass sie ihn tötet. Aber nicht auf normale Weise und auch nicht absichtlich, denn sie entdeckt zum ersten Mal ihre besonderen Fähigkeiten: Körper zu verformen. Sie tötet Ben und kommt mit Oliver Vassi in Berührung, von dem sie sich aber ebenfalls distanziert, da sie von Titus Pettifer, dem reichsten Mann weit und breit, lehren lassen will, wie man Macht einsetzt. Vassi sucht inzwischen nach ihr. Sie geht auch von Pettifer, lebt ihr Leben allein, bis sie von ein paar Männern entführt wird, wehrlos, sich in einen Raum einsperren lässt. Pettifer ist der Auftraggeber, und kommt sie besuchen, um sie zu bitten, ihn zu töten. Als sie ihm nicht folgen will, bringt er sie so in Rage, dass sie ihn letztlich doch umbringt. Sie flüchtet und gerät in die Fänge des Zuhälters Koos. Koos sperrt sie auf ihren eigenen Wunsch in einen Raum und fesselt sie ans Bett, wo sie mit ihren Freiern schläft und sie tötet, bis Vassi kommt. Sie vernichtet Koos und schließlich sich selbst, indem sie Vassi und sich beim Liebesspiel verschmelzen lässt.

Wüstenväter

Davidson ist mit seinem Wagen gerade unterwegs durch Arizona, als dieser ihm plötzlich abstirbt. Er bemerkt, weit entfernt in der Wüste, eine Tanzprozession mit merkwürdiger Musik. Er rennt ihnen hinterher, doch als er sich nähert, bemerkt er, dass es sich bei der Karawane um abscheuliche, unwirkliche Monster handelt. Eines davon verfolgt ihn, zerstört seinen Wagen und wandert weiter in die Stadt Welcome. Dort kann es von den Bewohnern überwältigt werden, verstümmelt aber vorher noch den Sheriff, Packard. Inzwischen ist Lucy, eine Bürgerin, wieder nahe am Verzweifeln: Ihr Mann Eugene schlägt seinen Stiefsohn Aaron. Dabei ist er ihr ganzer Stolz, und sie erinnert sich genau, wie er gezeugt wurde: Mehrere Monster hatten sich über sie hergemacht, und Aaron war entstanden. Und jetzt kommen die Monster ihn holen, reißen das Dach des Hauses ab und nehmen Aaron mit. Inzwischen beschließen die Bürger, geleitet von Packard und Eugene, die Monster zu verfolgen und zu erledigen. Ihre heldenhafte Absicht nimmt ein jähes Ende, als Aaron beginnt, sich in ein Monster zu verwandeln (allerdings von Eugene erschossen wird). Die Monster kehren in die Erde zurück, fließender Treibsand zieht die Bewohner in den Erstickungstod, nur Lucy ist die einzige, die Hilfe holen kann.

Neue Morde in der Rue Morgue

Der alte Lewis, der stolz darauf ist, der Verwandte des berühmten Romanhelden C. Auguste Dupin von Edgar Allan Poe zu sein, geht während eines Winters nach Frankreich um dort seine Freunde Phillipe und Catharine zu besuchen. Phillipe wird des Mordes an einem jungen Mädchen, mit dem er zusammen war, beschuldigt. Lewis findet jedoch heraus, dass es in Wirklichkeit der unbekannte Mann gewesen sein muss, der immer wieder auftaucht. Seine schreckliche Befürchtung: Der fremde Mörder ist ein zu menschlich gewordener Affe, der unaufhaltsam mordet. Dieser taucht auch bei der Beerdigung Phillipes auf, nachdem dieser Selbstmord begangen hatte. Lewis folgt dem Affen zu seiner Wohnung, wo der ein junges Mädchen verführt. Später findet man Lewis, wie er absichtlich in einen kalten Fluss springt, um dort zu sterben.

Das dritte Buch des Blutes

Rohkopf Rex

Rohkopf ist der letzte seiner Gattung von Ungeheuern, ein 2,70 Meter großes humanoides Wesen, mit einer Vorliebe für Kinderfleisch. Gerade erst wurde er aus seinem lebendig begrabenem Zustand befreit und schon geht er auf Beutejagd. Er tötet, mordet und frisst sich durch die kleine, friedliche Stadt Zeal. Ron Milton, dessen Sohn von Rohkopf gefressen wurde, erhält vom sterbenden Reverend Coot den Rat, auf dem Altar der Kirche nachzusehen, nach einer Waffe gegen Rohkopf. Ron findet einen Stein, mit dem es ihm gelingt, Rohkopf einzuschüchtern und dem überwältigten Biest damit den Schädel zu zertrümmern.

Bekenntnisse eines (Pornographen-)Leichentuchs

Ronald Glass ist ein anständiger, kleiner Buchhalter, jedenfalls bis zu dem Tag, als er erfährt, dass die Firma seines Chefs Michael Maguire tief im Pornografie-Gewerbe steckt. Im Lagerhaus entdeckt er stapelweise Pornohefte und ist fassungslos. Wenig später muss er in der Zeitung lesen, er selbst sei der Chef der Pornobande, der Pornozar. Seine Frau nimmt mit den Kindern Reißaus, Ronnie schwört bittere Rache. Als erstes tötet er die beiden Handlanger Maguires, Dork und Henry B., doch man kommt ihm auf die Schliche und erledigt ihn vorzeitig. In der Leichenhalle strömt sein Geist schließlich in sein Leichentuch und formt eine Art menschliche Stoffpuppe. Er tötet den Pathologen und macht sich auf den Weg, Maguire umzubringen. In seinem Haus kann Ronnie ihn schließlich erledigen, lässt nur seine kleine Tochter Tracy zurück, denn Maguire hatte zuvor ihre Mutter samt ihrem Liebhaber erschossen. Ronnie will nun beichten, doch in der Kirche ist Pater Rooney mit einem Mädchen beschäftigt. Ronnie stirbt noch bevor er seine Sünden gestehen kann. Der Pater nimmt das halbverrottete Leintuch mit den Worten, es habe bestimmt was zu erzählen, an sich.

Der Zelluloidsohn

Barberio ist gerade erst aus dem Gefängnis ausgebrochen, als er eine eiserne Gittertür aufbricht um sich in dem Raum dahinter vor der Polizei zu verstecken. Dort stirbt er einen unerwarteten, sofortigen Tod. Später befinden sich nur noch die dicke Birdy, Ricky, Lindi Lee und Lindis Freund im Kino, zu welchem der Raum gehört, in dem Barberio sich versteckt hatte. Sie werden von unglaublichen Filmillusionen heimgesucht. Ricky gerät auf dem Klo in einen Western, wo er sieht, wie Lindis Freund aus dem Saloon kommt und tot umfällt. Später ist er auch in der Realität tot. Lindi ist unauffindbar, doch Birdy kann den Ursprung des üblen Spiels ausmachen: Ein Dämon hat sich in einem Tumor aus Barberios Körper festgesetzt und trachtet nach ihren Seelen. Birdy kann ihn ausschalten, doch es gibt noch einen zweiten Dämon: Er sitzt in Lindis Körper. Als Birdy an ihrer Wohnung steht, zerplatzt Lindi und der Krebsdämon kommt zum Vorschein. Birdy muss auch ihn endgültig ausschalten.

Sündenböcke

Eine Frau und ihre Freunde Ray, Angela und Jonathan befinden sich auf einer Bootstour mit der „Emanuelle“. Sie kentern auf einer nicht verzeichneten, völlig desolaten Insel. Während die Frau mit Jonathan eine Affäre beginnt, erkunden die anderen die Insel. Sie finden drei Schafe, die auf einem kleinen Fleck Gras stehen. Jonathan erschlägt in Rage eines der Schafe, und die merkwürdigen Vorkommnisse beginnen. Die Schiffbrüchigen finden heraus, dass die Insel ein Grabmal für Kriegstote und angeschwemmte Ertrunkene darstellt. Die Freunde der Frau werden getötet, ein Seefahrer stößt zu der Frau und klärt die Situation: Die drei Schafe waren als Opfergaben für die Verstorbenen gedacht, und Jonathans Eingriff in das Ritual hat sie erzürnt. Der Fremde will mit der Frau auf einem Ruderboot fliehen, doch die Arme der Toten reißen sie in die Meerestiefen zu sich.

Menschliche Überreste

Gavin ist einer der gefragtesten Stricher der Szene und sehr stolz auf sein makelloses Gesicht. Einer seiner Freier ist der wohlhabende Kunstsammler und Archäologe Kenneth Reynolds. Er lädt ihn zu sich nach Hause ein. Als er ein verdächtiges Geräusch hört, zieht er sich kurz zurück, kehrt aber nicht wieder. Gavin sucht ihn im Haus und findet ihn verletzt vor. Reynolds fordert ihn auf zu verschwinden, doch vorher findet Gavin noch eine seltsame Statue in der gefüllten Badewanne. Später will der Zuhälter Preetorius Gavin an den Kragen, da er angeblich einen seiner Stricher verletzt hätte. Gavin versucht ihn davon zu überzeugen, dass er es nicht gewesen sei, doch Preetorius' Schläger ziehen ihn in eine Ecke und versuchen ihn zu verunstalten. Doch es kommt jemand zu Gavins Hilfe. Der Unbekannte tötet alle drei und nimmt mit Gavin Kontakt auf. Es ist die Statue aus der Wanne, doch Gavin erkennt, dass sie ihm ähnlicher sieht. Die Statue erklärt ihm, dass sie langsam zu seinem Ebenbild würde. Reynolds hatte versucht, Gavin an die Statue zu „verfüttern“. Gavin sucht Reynolds auf und will Klarheit, doch Reynolds kann ihm nicht viel sagen. Gavin lässt die Statue sogar bei sich wohnen, und als er auf dem Friedhof, vor dem Grab seines Vaters merkt, wie ähnlich ihm die Statue geworden war, zieht er sich völlig zurück.

Das vierte Buch des Blutes

Das Leibregime

Charlies Hände tun nicht mehr das, was ihr Herr ihnen befiehlt. Während der Nacht unterhalten sie sich unter anderem, wie sie sich von ihrem lästigen Anhängsel, dem Diktator, losreißen können. Eines Nachts erdrosseln die Hände Charlies Frau Ellen, bevor die Rechte die Linke mit einem Messer vom Arm abtrennt. Sie kann entkommen, während die Polizei eintrifft. Inzwischen fangen im ganzen Land Hände an, gegen ihre „Besitzer“ zu rebellieren. Sie wollen sich der Revolution anschließen, die von Charlies rechter Hand, dem Messias, angeführt wird. Bevor dies jedoch gelingen kann, stürzt Charlie sich von einem Hochhaus, und reißt so die Rechte und alle anderen Hände mit in den Tod.


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