FC Zbrojovka Brünn

FC Zbrojovka Brünn
Zbrojovka Brno
Vereinslogo des 1. FC Brünn
Voller Name FC Zbrojovka Brno a.s.
Gegründet 14. Januar 1913
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Městský fotbalový stadion Srbská
Plätze 10.850 Sitzplätze
Präsident Karel Jarůšek
Vorstandsvorsitzender
Trainer Karel Večeřa
Homepage www.fczbrno.cz
Liga Druhá fotbalová liga (2. Liga)
2010/11 15. Platz, Gambrinus-Liga
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Der FC Zbrojovka Brünn ist ein tschechischer Fußballklub aus der mährischen Stadt Brünn. Der 1913 gegründete Verein wurde 1978 tschechoslowakischer Meister und erreichte 1993 das Endspiel des tschechischen Fußballpokals, das gegen Sparta Prag verloren wurde. Der Klub spielt derzeit in der Gambrinus-Liga, der er seit ihrer Gründung im Jahr 1993 ununterbrochen angehört.

Inhaltsverzeichnis

Vereinsgeschichte

Gründung

Mitglieder des auseinandergefallenen Studentský team Židenice und der Juniorenmannschaft des SK Achilles gründeten am 14. Januar 1913 im Gasthaus U Machů im damaligen Brünner Vorort Židenice einen neuen Verein namens SK Židenice. Initiator war der junge Müllerssohn Cyril Lacina, der seinen gleichnamigen Vater überzeugen konnte, Funktionär und Mäzen des neuen Klubs zu werden.

Das Studentský team Židenice war eine Mannschaft aus Schülern und Studenten, die schon vor ihrer formellen Gründung 1908 einige Jahre zusammen gespielt hatte, aber 1912 auseinandergebrochen war. Der in blau-weiß spielende SK Achilles Brno war ein etwas größerer, bereits 1905 gegründeter Sportverein, der 1907 zwangsweise seinen bisherigen Platz räumen musste und einen neuen in der Nähe des Bahnhofs Židenice fand. Unweit der neuen Spielstätte befand sich ein Lazarett sowie das städtische Schwimmbad. Im SK Achilles wurde nicht nur Fußball gespielt, sondern auch Leichtathletik betrieben, außerdem gehörte der Klub zu den ersten mährischen Eishockeypionieren. Der SK Židenice übernahm 1913 den Platz des SK Achilles.

Anfänge

Das erste Spiel bestritt der zunächst in rot-weiß gestreiften Hemden spielende Klub in Kroměříž, schon bald danach kam es zum ersten Aufeinandertreffen mit dem bereits 1906 gegründeten SK Moravská Slavia Brno, woraus sich das Brünner Derby entwickelte. Unter dem Ersten Weltkrieg litt der inzwischen in dunkelroten Dressen spielende SK Židenice aus zwei Gründen weniger als viele andere Klubs. Erstens konnte Cyril Lacina mit seiner Mühle und dem Mehl Spieler für den SK gewinnen, zweitens bot auch das nahe gelegene Lazarett eine Möglichkeit, Spieler anzuwerben. In dieser Zeit spielten in Židenice Größen wie Rudolf Sloup oder Otto Mazal. 1919 zog der Verein auf einen neuen Platz im benachbarten Brünner Stadtteil Zábrdovice, auch Židenice war in diesem Jahr in das neu entstandene Groß-Brünn eingemeindet worden. Als im September 1920 Cyril Lacina verstarb, wurde das Aus des Klubs befürchtet, seiner Rolle nahm sich jedoch der Fabrikant Rudolf Foller an. Wenig später wurde die staatliche Waffenfabrik Československá zbrojovka in Person ihres Direktors Stanislav Míhal neuer Patron des Vereins.

1922 nahm der SK Židenice als Meister Westmährens an der Tschechoslowakischen Fußballmeisterschaft teil, schied aber schon in der ersten Runde mit 1:6 gegen den SK Hradec Králové aus. Bei der Einführung des Professionalismus 1925 blieb der SK Židenice im Amateurlager. An der ersten Meisterschaftsendrunde nahmen die Brünner nicht teil, da sie im mährischen Finale dem SK Prostějov mit 0:1 unterlagen. Schon ein Jahr später wurde die Mannschaft aber tschechoslowakischer Amateurmeister. Die mährische Meisterschaft gewann die Elf in Spielen gegen den SK Prostějov (4:3) und Moravská Ostrava (5:1). In der Endrunde wartete zunächst der DSV Witkowitz (4:3), im Halbfinale stellte sich dem SK Židenice ein weiterer deutscher Gegner. Die Sportbrüder Schreckenstein wurden auf eigenem Platz mit 2:0 besiegt. Das Finale fand am 14. November 1926 in Prag auf dem Platz von Viktoria Žižkov statt. In einem dramatischen Spiel gewannen die Brünner gegen Sparta Košíře mit 6:5. Diesen Erfolg konnte die Mannschaft nicht mehr wiederholen, 1931 erreichte sie das Halbfinale, schied dort aber gegen den DFC Prag aus.

Im Profilager

Logo des SK Židenice in den 1940er Jahren

Ende des Jahres entschied sich Klub ins Profilager zu wechseln, in der Saison 1931/32 wurde er in die zweite Liga eingeteilt, die er überlegen gewann. In dieser Zeit spielte der SK Židenice nicht mehr auf seinem Platz in Zábrdovice. Die Stadt hatte sich entschlossen, dort ein Kurbad zu errichten und kündigte dem Verein 1929, der zunächst einige Monate auf dem Platz von Makkabi Brünn spielte und schließlich im Norden der Altstadt in der Straße Na rybníčku, auch Na Horymíru genannt, einen neuen Platz baute.

Die Premiere in der höchsten tschechoslowakischen Spielklasse verlor der SK Židenice mit 2:3 bei Sparta Prag. Die erste Saison beendete die Mannschaft in der Zehnerliga auf dem achten Platz. Schon in der nächsten Spielzeit 1934/35 wurde die Mannschaft Dritter in der Endabrechnung und qualifizierte sich somit für den Mitropapokal. In der ersten Runde bezwang man den SK Rapid Wien mit 3:2 und 2:2, in der zweiten Runde erwies sich Ferencvaros Budapest als zu stark. Zwar gewann die Elf das Hinspiel mit 4:2, im Rückspiel unterlag sie deutlich mit 1:6. Ein vierter Rang in der heimischen Liga 1935/36 berechtigte zur erneuten Teilnahme am bedeutendsten europäischen Wettbewerb. Auch diesmal kam die Mannschaft über Lausanne Sports (5:0 und 1:2) in die zweite Runde, wo man aber klar mit 2:3 und 1:8 gegen Inter Mailand ausschied. In der Folgesaison wurde der SK Židenice nur Siebter, schon 1937/38 konnte er den dritten Platz aus der Spielzeit 1934/35 wiederholen. Im Mitropapokal war allerdings schon in der Auftaktrunde Schluss. Ein 3:1 Heimsieg gegen Ferencvaros reichte nicht, da die Mannschaft in Budapest mit 0:3 unterlag. In den Jahren des Protektorats Böhmen und Mähren fand sich der SK Židenice meist im Mittelfeld der Tabelle wieder, Ausnahmen waren die Spielzeiten 1940/41, als man nur knapp dem Abstieg entging und 1942/43 als man Vierter wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Meisterschaft 1945/46 wurde in zwei Zehnergruppen ausgetragen, der SK Židenice wurde hinter Slavia Prag Zweiter in der Gruppe B. Die folgende Saison 1946/47 verlief wesentlich schlechter, vor dem letzten Spieltag waren Viktoria Žižkov und der SK Libeň bereits abgestiegen, ein weiterer Absteiger sollte aus dem Trio SK Židenice, SK Olomouc ASO (je 22 Punkte) und SK Baťa Zlín (20 Zähler) hervorgehen, der gegen den Tabellendritten SK Kladno antreten musste. Kladno verlor überraschend 2:3, beide Vereine wurden anschließend der Korruption überführt und mussten zwangsweise absteigen. Die Untersuchung führte aber auch ans Licht, dass der SK Židenice Kladno Geld angeboten hatte, weswegen die Brünner ebenfalls aus der Liga ausgeschlossen wurden.

Nach dem kommunistischen Februarputsch 1948 fiel der Verein unter das Patronat des Waffenherstellers Československá zbrojovka, entsprechend hieß er nun Zbrojovka Židenice Brno. Nach dem Zwangsabstieg gelang der Mannschaft der sofortige Wiederaufstieg, aber schon 1949 folgte der nächste Abstieg. Drei Jahre später wurde Zbrojovka zwar Erster in seiner Gruppe der zweiten Liga, scheiterte aber knapp im anschließenden Qualifikationsturnier der Gruppensieger. 1953 kam es zur größten Reorganisation in der tschechoslowakischen Fußballgeschichte, DSO Spartak Zbrojovka Brno, so lautete die neue Bezeichnung, war nur noch drittklassig.

Fusion mit RH Brno

Logo des Spartak Brno ZJŠ

Im selben Jahr wurde auf politisches Geheiß der Polizeiverein Rudá Hvězda Brno (deutsch: Roter Stern Brünn), kurz RH Brno, gegründet und in die zweite Liga eingeteilt. Zbrojovka wurde dadurch geschwächt, dass es dem neuen, politisch gewollten Verein Spieler abstellen musste. 1956 stieg RH Brno in die 1. Liga auf, während Zbrojovka, in Spartak Brno ZJŠ umbenannt, weiterhin drittklassig war. In der Saison 1959/60 stieg Spartak Brno ZJŠ in die zweite Liga auf, in der Folgesaison musste RH Brno die höchsten Spielklasse wieder verlassen, sc dass beide Vereine in der Meisterschaft 1961/62 aufeinandertrafen. RH Brno gewann die Gruppe B der 2. Liga, Spartak Brno ZJŠ wurde Achter. Nach der Saison fusionierten beide Klubs, der Name Spartak Brno ZJŠ blieb erhalten. Einige Jahre konnte sich der Klub, der durch den Status Brünns als Messestadt im Messepokal starten durfte, in der höchsten Liga halten, 1967 stieg er ab. Der Wiederaufstieg gelang erst vier Jahre später in der Spielzeit 1970/71, da hieß der Klub schon TJ Zbrojovka Brno.

Logo von TJ Zbrojovka Brno

Auf dem Weg zur Meisterschaft

In der ersten Saison nach dem Aufstieg entging Zbrojovka nur knapp dem erneuten Abstieg. Von diesem Punkt an ging es für die Mannschaft und ihren neuen Trainer František Havránek fast nur noch aufwärts. Platz zwölf 1972/73, Rang zehn in der Folgesaison. Im Wettbewerb 1974/75 erreichte das Team ohne Stars einen hervorragenden vierten Platz. Im Jahr darauf reichte es zwar nur zum siebten Platz, ein Jahr später, Trainer war inzwischen Josef Masopust, stand man in der Endabrechnung erneut auf Rang vier.

Logo von Zbrojovka Brno in den 1970er Jahren

In der Saison 1977/78 erreichte Zbrojovka sportlichen Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte, die tschechoslowakische Fußballmeisterschaft. Havránek hatte die Grundlagen für diesen Erfolg gelegt, Masopust rief vor allem das Offensivpotential der Mannschaft ab, Karel Kroupa wurde mit 20 Treffern Torschützenkönig. Im Europapokal der Landesmeister 1978/79 zog man über Újpest Budapest in die zweite Runde ein, in der man aufgrund der Auswärtstorregel gegen Wisła Krakau ausschied. Zwei Jahre konnte Zbrojovka annähernd das Spitzenniveau halten, wurde 1979 Dritter und 1980 Vizemeister. Zudem erreichte die Elf das Viertelfinale im UEFA-Pokal 1979/80, in dem sich Eintracht Frankfurt als zu starker Gegner erwies.

Der Kader im Meisterschaftsjahr 1977/78 setzte sich wie folgt zusammen:
Josef Hron, Eduard Došek; Jan Klimeš, Karel Dvořák, Josef Pospíšil, Rostislav Václavíček, Josef Mazura, Jiří Hamřík, Vítězslav Kotásek, Karel Jarůšek, Josef Pešice, Jindřich Svoboda, Jiří Hajský, Miroslab Bureš, Jaroslav Petrtýl, Petr Janečka, Karel Kroupa, Jan Kopenec, Libor Došek
Trainer Josef Masopust, Assistent Viliam Padúch

Ende einer Ära

Logo von Zbrojovka Brno in den 1980er Jahren

Es sollte der letzte große Erfolg einer ganzen Spielergeneration bleiben. Schon 1981 fiel Zbrojovka auf den zwölften Tabellenplatz zurück, zwei Jahre später stieg die Mannschaft ab. Sie bemühte sich vergeblich um den Wiederaufstieg, den sie 1985 zwar auf sportlichem Wege erreicht hätte, doch Spielmanipulationen im Hintergrund verwehrten den Erfolg. Erst 1989 kehrte Zbrojovka Brno in die 1. tschechoslowakische Liga zurück, 1991 musste man erneut den Gang in die zweite Liga antreten.

Lubomír Hrstka alias Boby

Logo des FC Boby Brno

Ab der Saison 1991/92, an deren Ende der Wiederaufstieg in die 1. Liga stand, übernahm der ehemalige Eishockeyspieler und jetzige Unternehmer Lubomír Hrstka die Geschicke des Klubs. Dessen Spitzname Boby zierte acht Jahre lang den Vereinsnamen. Schon im zweiten Jahr der Hrstka-Ära konnte Boby Brno mit dem Einzug in das tschechische Pokalfinale einen Erfolg feiern. Zwar unterlag man Sparta Prag mit 0:2, aber weil die Hauptstädter im Europapokal der Landesmeister starteten, qualifizierte sich Brno für den Europapokal der Pokalsieger. Gegen Bayer 04 Leverkusen in der ersten Runde waren die Brünner aber chancenlos und verloren 0:2 und 0:3.

In den 1990er Jahren konnte der Verein immer mal wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen, so beispielsweise in der Saison 1994/95, als die Mannschaft Dritter und 1996/97, als sie Vierter wurde, was zur Teilnahme am UEFA-Pokal 1997/98 berechtigte. Dort schied die Mannschaft in der ersten Runde mit 1:6 und 2:0 gegen den SK Rapid Wien aus.

Logo des 1. FC Brno

Zu dieser Zeit gehörte das Stadion Za Lužánkami zu den bestbesuchten in der Tschechischen Republik. So kamen am achten Spieltag der Saison 1996/97 gegen Slavia Prag 44.120 Zuschauer bei einem Ligadurchschnitt von etwa 6.000 Zusehern. Zur Jahrtausendwende geriet Hrstka in finanzielle Schwierigkeiten und musste den Verein verkaufen. Das Stadion verfiel in einen desolaten Zustand und war 2001 nicht mehr erstligatauglich. Der Klub musste seine Heimat verlassen und spielt seitdem im Stadion Srbská im nördlichen Stadtteil Královo Pole, das von den Fans aber nicht angenommen wurde. In den letzten Jahren landete die Mannschaft meist im Mittelfeld der Abschlusstabelle. Im Juni 2010 kehrte der Klub zu seiner einstigen Bezeichnung Zbrojovka zurück.[1]

Titel und Erfolge

Titel

Wettbewerb Jahr
Tschechoslowakischer Meister 1977/78
Tschechoslowakischer Amateurmeister 1926

weitere Erfolge

Wettbewerb Jahr
Tschechischer Pokal Finale 1992/93
UEFA-Pokal Viertelfinale 1979/80

Europacup-Statistik

Saison Bewerb Gegner Hinspiel Rückspiel Gesamt
1935 Mitropapokal (1. Runde) Österreich SK Rapid Wien 3:2 (H) 2:2 (A) 5:4
Mitropapokal (2. Runde) Ungarn 1918Ungarn Ferencvárosi TC 4:2 (H) 1:6 (A) 5:7
1936 Mitropapokal (1. Runde) Schweiz Lausanne Sports 5:0 (H) 1:2 (A) 6:2
Mitropapokal (2. Runde) Italien AS Ambrosiana Inter 2:3 (H) 1:8 (A) 3:11
1938 Mitropapokal (1. Runde) Ungarn 1918Ungarn Ferencvárosi TC 3:1 (H) 0:3 (A) 3:4
1962/63 Messepokal (1. Runde) Rumänien 1952Rumänien Petrolul Ploiești 0:4 (A) 0:1 (H) 0:5
1963/64 Messepokal (1. Runde) Schweiz Servette Genf 5:0 (H) 2:1 (A) 7:1
Messepokal (2. Runde) Schottland Partick Thistle 4:0 (H) 2:3 (A) 6:3
Messepokal (3. Runde) Belgien RFC Liegeois 0:2 (A) 2:0 (H) 2:21
1964/65 Messepokal (1. Runde) Ungarn 1957Ungarn Ferencvárosi TC 0:2 (A) 1:0 (H) 1:2
1965/66 Messepokal (1. Runde) Bulgarien 1946Bulgarien Botew Plowdiw 2:0 (H) 0:1 (H) 2:1
Messepokal (2. Runde) Italien AC Florenz 0:2 (A) 4:0 (H) 4:2
Messepokal (3. Runde) Schottland Dunfermline Athletic 0:2 (A) 0:0 (H) 0:2
1966/67 Messepokal (1. Runde) Jugoslawien Dinamo Zagreb 2:0 (H) 0:2 (A) 2:2²
1978/79 Europapokal der Landesmeister (1. Runde) Ungarn 1957Ungarn Újpest Budapest 2:2 (H) 2:0 (A) 4:2
Europapokal der Landesmeister (2. Runde) Polen Wisla Krakau 2:2 (H) 1:1 (A) 3:3
1979/80 UEFA-Pokal (1. Runde) Schweden Esbjerg BK 6:0 (H) 1:1 (A) 7:1
UEFA-Pokal (2. Runde) Island ÍB Keflavík 3:1 (H) 2:1 (A) 5:2
UEFA-Pokal (3. Runde) Belgien Standard Lüttich 2:1 (A) 3:2 (H) 5:3
UEFA-Pokal (Viertelfinale) Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Eintracht Frankfurt 1:4 (A) 3:2 (H) 4:6
1980/81 UEFA-Pokal (1. Runde) Österreich VOEST Linz 3:1 (H) 2:0 (A) 5:1
UEFA-Pokal (2. Runde) Spanien Real Sociedad San Sebastián 1:1 (H) 1:2 (A) 2:3
1993/94 Europapokal der Pokalsieger (1. Runde) Deutschland Bayer 04 Leverkusen 0:2 (H) 0:3 (A) 0:5
1995 Intertoto-Cup (Gruppenphase) Niederlande FC Groningen 1:2 (H)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) BulgarienBulgarien Etar Veliko Tarnovo 2:3 (A)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) Belgien KSK Beveren 3:2 (H)
Intertoto-Cup (Gruppenphase) Rumänien Ceahlăul Piatra Neamț 0:2 (A)
1997/98 UEFA-Pokal (1. Runde) Österreich SK Rapid Wien 1:6 (A) 2:2 (H) 3:8
1998 Intertoto-Cup (1. Runde) Färöer-Inseln VB Vágur 3:0 (A) 3:1 (H) 6:1
Intertoto-Cup (2. Runde) Spanien Espanyol Barcelona 5:3 (H) 0:2 (A) 5:5
1999 Intertoto-Cup (1. Runde) Schweiz FC Basel 0:0 (A) 2:4 (H) 2:4
2002 Intertoto-Cup (1. Runde) Israel FC Ashdod 0:5 (H) 1:1 (A) 1:6
2003 Intertoto-Cup (1. Runde) Armenien Esteghlal-Kotayk Abovian 1:0 (H) 2:3 (A) 3:3
Intertoto-Cup (2. Runde) Schweiz FC Thun 3:2 (A) 1:1 (H) 4:3
Intertoto-Cup (3. Runde) Frankreich EA Guingamp 1:2 (A) 4:2 n.V. (H) 5:3 n.V.
Intertoto-Cup (Halbfinale) Spanien FC Villarreal 1:1 (H) 0:2 (A) 1:3

10:1 im Wiederholungsspiel ²Entscheidung durch Münzwurf

Bekannte derzeitige Spieler

Bekannte ehemalige Spieler

Bisherige Trainer

  • Václav Vohralík (1933-1934)
  • Jenő Konrád (1934-1935)
  • Antonín Carvan (1935-1938)
  • Josef Kuchyňka (1938-1941)
  • Josef Smolka (1941-1943)
  • Josef Eremiáš (1943-1946)
  • Jan Smolka (1946)
  • Matthias Kaburek (1947)
  • Josef Bican
  • Rudolf Krčil (1962)
  • Alfréd Sezemský (1963)
  • František Zapletal (1964)
  • Karel Kolský (1964-1966)
  • Karel Nepala (1966-1967)
  • František Čejka (1967)
  • Zdeněk Hajský (1971-1972)
  • Alfréd Sezemský (1971-1972)
  • František Havránek (1972-1976)
  • Josef Masopust (1976-1980)
  • Valerián Švec (1980-1981)
  • Karel Brückner (1981-1982)
  • Viliam Padúch (1982-1983)
  • František Harašta
  • Ferko Mikloš
  • Ján Zachar
  • Ivan Hrdlička
  • Petr Pálka
  • František Cipro (1989-1990)
  • Viliam Padúch (1990)
  • Karol Dobiaš (1990-1993)

Anm.: Die Liste ist unvollständig.

Vereinsnamen

Der 1. FC Brno wurde am 14. Januar 1913 als SK Židenice (Židenice ist ein Brünner Stadtteil) gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß der Verein von 1947 bis 1948 SK Zbrojovka Židenice Brno, ehe eine Umbenennung in Sokol Zbrojovka Židenice Brno folgte. Drei Jahre später, 1951, wurde die Stadtteilbezeichnung Židenice aus dem Vereinsnamen getilgt, der fortan Sokol Zbrojovka Brno lautete.

Schon 1953 musste der Name erneut geändert werden, der Verein hieß nun DSO Spartak Zbrojovka Brno. Weitere Umbenennungen gab es 1956 in TJ Spartak ZJŠ Brno (TJ = Tělocvičná jednota = Turneinheit; ZJŠ = Závody Jana Švermy = Jan-Šverma-Werke), 1962 Fusion mit DSO Rudá hvezda Brno, 1968 in TJ Zbrojovka Brno, 1990 in FC Zbrojovka Brno, 1992 in FC Boby Brno, 2000 in FC Stavo Artikel Brno und 2002 schließlich in 1. FC Brno. Im Jahr 2010 kehrte der Klub zu seiner einstigen Bezeichnung Zbrojovka zurück und heißt nun FC Zbrojovka Brno.

Eishockeyabteilung

Die Eishockey- bzw. Bandyabteilung des SK Židenice wurde durch einen Müller namens Cyril Lacin gegründet. Das erste Bandy-Spiel der Abteilung wurde gegen den Lokalrivalen „SK Moravská Slavia Brno“ ausgetragen und endete mit einem 7:0-Sieg. Zwischen 1919 und 1933 ruhte der Spielbetrieb der Abteilung.

1933 wurde auf Betreiben von Dr. Pelikán, J. Vasicek, Bergert und Divoky die Abteilung wieder mit Leben gefüllt. Vor der Saison 1947/48 fusionierte die Abteilung mit Slavia Trebic. In der Spielzeit 1948/49 belegte die Herrenmannschaft den fünften Platz der höchsten Spielklasse des Landes, der 1. Liga.

Literatur

Adolf Růžička et al.: 1. FC Brno. Computer Press, Brno, 2004 ISBN 80-251-0188-6

Einzelnachweise

  1. Návrat k tradici: Zbrojovka opět na scéně! 1fcbrno.cz vom 16. Juni 2010, abgerufen am 29. Juli 2010, tschechisch.

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