Aluminiumsulfid

Aluminiumsulfid
Kristallstruktur
Aluminiumsulfid-Struktur
Allgemeines
Name Aluminiumsulfid
Verhältnisformel Al2S3
CAS-Nummer 1302-81-4
PubChem 16684788
Kurzbeschreibung

Gelbliches Pulver oder kleine Kriställchen[1]

Eigenschaften
Molare Masse 150,158 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,02 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1100 °C[3]

Siedepunkt

1500 °C (sublimiert)

Löslichkeit

heftige Reaktion mit Wasser unter Freisetzung von Schwefelwasserstoff[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
EUH: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: 26-27-36/37/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Aluminiumsulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfide mit der Formel Al2S3.

Darstellung

Aluminiumsulfid kann einfach aus den Elementen hergestellt werden:[1]

\mathrm{2 \ Al + 3 \ S \longrightarrow Al_2S_3}

Die Reaktion ist extrem exotherm und kann Temperaturen über 1100 °C erreichen, so dass das Produkt geschmolzen vorliegt. Bei der Wahl des Reaktionsgefäßes ist dies zu beachten. Das abgekühlte Produkt liegt in kleinen Kristallen vor und ist sehr hart.

Auch durch Reaktion von Aluminium mit Schwefelwasserstoff kann es erzeugt werden.[1]

\mathrm{2 \ Al + 3 \ H_2S \longrightarrow Al_2S_3 + 3 \ H_2}

Eigenschaften

Aluminiumsulfid ist ein gelbliches kristallines Pulver, das durch überschüssiges elementares Aluminium grau gefärbt sein kann. Es ist trimorph, kommt also in drei unterschiedlichen Kristallstrukturen vor. Dies sind eine Struktur vom Aluminiumoxid-Typ (Raumgruppe R3c; Gitterparameter a = 6,47, c = 1227 pm), ein hexagonaler Typ (a = 6,423, c = 1783 pm) und ein Wurtzit-ähnlicher Typ (Raumgruppe P6/mcm; a = 6,200, c = 582,9 pm).[1]

Die Verbindung ist gegenüber Feuchtigkeit empfindlich, der Kontakt mit Wasser führt zur Hydrolyse und der Bildung von Schwefelwasserstoff und Aluminiumhydroxid.[1] Diese Reaktion kann schon durch die Luftfeuchtigkeit ausgelöst werden. Unter oxidierenden Bedingungen kann sich der Stoff auch unter Freisetzung von Schwefeldioxid-Gas zersetzen.[5]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie Band II, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 833.
  2. a b Datenblatt Aluminum sulfide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. März 2011.
  3. a b Brockhaus ABC Chemie, F.A. Brockhausverlag Leipzig 1971, S. 59.
  4. In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg: Inorganic Chemistry. Academic Press, San Diego 2001, ISBN 0-12-352651-5.

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