Leinblättriger Gauchheil

Leinblättriger Gauchheil
Leinblättriger Gauchheil
Anagallis monelli - Portugal.JPG

Leinblättriger Gauchheil (Anagallis monelli)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse (Myrsinoideae)
Gattung: Gauchheil (Anagallis)
Art: Leinblättriger Gauchheil
Wissenschaftlicher Name
Anagallis monelli
L.

Der Leinblättrige Gauchheil (Anagallis monelli, Syn.: A. linifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil (Anagallis).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Leinblättrige Gauchheil ist eine kurzlebige, ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Größe von 10 bis 50 (selten bis 70) Zentimeter erreicht. Der Stängel verholzt am Grund und ist aufrecht, aufsteigend oder niederliegend, [1] wurzelt aber nicht an den Knoten. [2] Die Blätter sind gegenständig, zu je 3 in Quirlen angeordnet oder seltener wechselständig, lineal-lanzettlich, lanzettlich oder elliptisch.[2] Die Krone ist radförmig, hat einen Durchmesser von 15 bis 25 Millimetern und blau oder seltener ziegelrot oder weiß gefärbt.[1] Die Kronblätter sind am Rand glatt oder wenig gekerbt, mit Drüsenhaaren aus vier gleich großen Zellen. [3].

Die Blütezeit reicht am Naturstandort von März bis Juli,[1] in Gartenkultur von Mai bis September[2]. Wildpflanzen sind diploid mit einer Chromosomenzahl von 2n = 20.[1] In Kultur gibt es auch großblütige Sorten mit einem tetraploiden Chromosomensatz von 2n = 4x = 40.[2] Die Unterarten Anagallis monelli subsp. maritima (dicht beblätterte Pflanzen der Küste) und Anagallis monelli subsp. linifolia (besonders schmalblättrige Pflanzen) sind nicht klar von typischen Pflanzen abgegrenzt und können als standörtliche Varianten angesehen werden. [1]

Vorkommen

Anagallis monelli kommt im westlichen Mittelmeerraum (von Portugal bis Süd-Italien[1] und von Marokko bis Tripolitanien[4]) an trockenen, offenen Orten, Acker-[1] und Wegrändern, Brachen und Sandküsten[1] vor.[2]

Nutzung

Der Leinblättrige Gauchheil wird selten als Zierpflanze für Sommerblumenbeete genutzt. Er ist spätestens seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts in Kultur.[2]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h A. Pujadas: Anagallis L. S. 57–62 in Santiago Castroviejo et al. (Hrsg.) 1997: Flora Iberica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. V. Ebenaceae–Saxifragaceae. – Madrid: Real Jardín Botánico, C.S.I.C., pp. i–lv + 1–320. PDF
  2. a b c d e f Werner Rothmaler (Begr.), Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Band 5. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Springer, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8. 
  3. Ulrika Manns & Arne A. Anderberg: Character Evolution in Anagallis (Myrsinaceae) inferred from Morphological and Molecular Data.Systematic Botany 32(1), 2007: 166–179 doi:10.1600/036364407780360210.
  4. S.I. Ali 1976: Flora of Libya 1: Primulaceae. 16 S., Tripolis

Weblinks

 Commons: Leinblättriger Gauchheil – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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