André Chéron (Musiker)

André Chéron (Musiker)

André Chéron (auch: Cheron) (* 6. Februar 1695 in Paris; † 7. Oktober 1766 in Paris) war ein französischer Komponist, Cembalist, Organist und Dirigent des Spätbarock.

André Cheron wurde ab 1703 durch Marc-Antoine Charpentier an der Sainte-Chapelle ausgebildet und erhielt dort 1713 eine Anstellung als beigeordneter Organist.[1] Er unterrichtete Jean-Marie Leclair in Harmonielehre und Kontrapunktik, die beiden verband eine langjährige Freundschaft. Chéron hatte eine Anstellung als „batteur de mesure“ (Taktschläger) an der Pariser Oper, hierfür wurde er mit 500 Livres entlohnt. In dieser Funktion leitete er zahlreiche Uraufführungen und Aufführungen von Opern und Ballettopern Rameaus, Leclairs, Pergolesis und anderer Zeitgenossen. Armand-Louis Couperin widmete ihm eine Sonate, „La Chéron“ genannt und Leclair 3 Konzerte für 3 Violinen, Viola und Bass, die 1737 im „Mercure de France“ erschienen.[1]

Bei den Eigenveröffentlichungen handelt es sich um die unter Op.1 erschienen Triosonaten und die Duo-Sonaten für Violine (Flöte) und B.c. Op.2. Beide Sammlungen erschienen 1729 und sind in einem zu dieser Zeit konservativen Stil eines Corellis oder Couperins gehalten. [2]

Einzelnachweise

  1. a b http://philidor.cmbv.fr/jlbweb/jlbWeb?html=cmbv/BurAff&path=/biblio/bur/02/47/247.pdf&ext=pdf
  2. http://www.recordsinternational.com/archive/RICatalogNov98.html

Weblinks


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