Birgitta Jónsdóttir

Birgitta Jónsdóttir
Birgitta Jónsdóttir 2009

Birgitta Jónsdóttir (* 17. April 1967 in Reykjavík) ist eine isländische Politikerin der Partei Hreyfingin („Die Bewegung“), die aus der isländischen Bürgerbewegung hervorging.[1]

Inhaltsverzeichnis

Isländische Politik

Sie ist seit 2009 Abgeordnete des isländischen Parlaments Althing für den Wahlkreis Reykjavík-Süd und Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Sie ist Sprecherin der Bewegung für ein neues isländisches Pressegesetz, genannt Icelandic Modern Media Initiative (IMMI).

WikiLeaks

Birgitta Jónsdóttir unterstützt offen WikiLeaks, äußert aber Kritik an Julian Assange, der ihrer Meinung nach zu sehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Sie war an der Veröffentlichung des Videos Collateral Murder beteiligt, das amerikanische Luftangriffe in Bagdad am 12. Juli 2007 aus der Sicht einer Bordkamera und damit des Schützen zeigt. Sie wird im Abspann des Videos als „co-producer,script“ genannt.[2][3]

Birgitta ist Mitgründerin der neuen Enthüllungsplattform GreenLeaks.org.[4]

Anfang Januar 2011 wurde bekannt, dass Birgitta Jónsdóttir zusammen mit Jacob Appelbaum und anderen Unterstützern von WikiLeaks von einem Auskunftsersuchen, einer sogenannten „Subpoena“ betroffen ist, mit dem das amerikanische Justizministerium Zugriff auf ihre bei Twitter gespeicherten persönlichen Daten erlangen möchte. Birgitta kündigte an, einen Anwalt und den Justizminister ihres Landes hinzuziehen zu wollen.[5] Sie bezeichnete die Bemühungen des amerikanischen Justizministers als „völlig inakzeptabel“ und kündigte ein Treffen mit dem amerikanischen Botschafter in Island an.[6] Am 9. Januar wurde dieser von der isländischen Regierung in der Angelegenheit ins Außenministerium zitiert.[7]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Icelandreview am 231. September 2009: Civic Movement MPs Found New Party. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  2. Deutschlandfunk, 3. Dezember 2010: WikiLeaks - Willkommen auf Island. Abgerufen am 22. Dezember 2010.
  3. Tages-Anzeiger Online, 15. Dezember 2010: Julian Assange und die Hilfe der Isländer. Abgerufen am 22. Dezember 2010.
  4. Homepage der Plattform. Abgerufen am 31. Januar 2011.
  5. gulli.com am 8. Januar 2011: US-Regierung: Twitter soll Daten von WikiLeaks-Unterstützern herausgeben (Upd.). Abgerufen am 9. Januar 2011.
  6. The Guardian online am 8. Januar 2011: Icelandic MP fights US demand for her Twitter account details. Abgerufen am 9. Januar 2011.
  7. Der Standard online am 10. Januar 2011: Island lud US-Botschafter wegen Wikileaks-Ermittlungen vor. Abgerufen am 10. Januar 2011.
Island Anmerkung zu isländischen Personennamen: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachname, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.

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