Universitäts-Studiengesetz

Universitäts-Studiengesetz
Basisdaten
Titel: Universitäts-Studiengesetz
Langtitel: Bundesgesetz über die Studien an den Universitäten
Abkürzung: UniStG
Typ: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Republik Österreich
Rechtsmaterie: Hochschulrecht
Fundstelle: BGBl. I Nr. 48/1997
Datum des Gesetzes: 25. April 1997
Inkrafttretensdatum: 1. August 1997
Außerkrafttretensdatum: 30. September 2009
Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung!

Das Universitäts-Studiengesetz (offizielle Abkürzung: UniStG) war ein österreichisches Bundesgesetz, in dem das Studienrecht an den damals zwölf wissenschaftlichen Universitäten, den fünf Kunsthochschulen sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien (später: Universitäten der Künste) geregelt war. Erstmals kundgemacht wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt I Nr. 48/1997.

Das UniStG löste das zuvor gültige Allgemeine Hochschul-Studiengesetz (AHStG) aus dem Jahr 1966 ab. Die verschiedenen Nebengesetze des AHStG, die darauf beruhenden ministeriellen Studienordnungen und die auf diesen aufbauenden Studienpläne der Universitäten und Hochschulen blieben für Studierende jedoch weiterhin in Kraft, sofern die Studiendauer pro Studienabschnitt die gesetzliche Studiendauer plus ein Semester nicht überschritt (gerechnet ab Inkrafttreten eines auf den Bestimmungen des UniStG beruhenden Studienplans). Für Studierende, die noch ein „Studium auf Grund von Studienvorschriften aus der Zeit vor dem Inkrafttreten des AHStG“ (sogenannte alte Studienvorschriften, ASVS) betrieben, galt eine verkürzte Übergangsfrist bis 30. September 2002.

Mit Ablauf des 31. Dezember 2003 wurde das Universitäts-Studiengesetz bis auf die weiterhin bestehenden Verfassungsbestimmungen vom Universitätsgesetz 2002 abgelöst. Diese verbliebenen Bestimmungen wurden 2008 materiell in das Bundes-Verfassungsgesetz übernommen und zu einfachgesetzlichen Regelungen umgewandelt.[1] Mit dem Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009 traten zum 30. September 2009 die letzten Reste des UniStG außer Kraft.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert und ein Erstes Bundesverfassungsrechtsbereinigungsgesetz erlassen wird. In: BGBl. I Nr. 2/2008. 4. Januar 2008, abgerufen am 8. November 2009 (PDF, ca. 330 KB).
  2. Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009. In: BGBl. I Nr. 81/2009. 18. August 2009, abgerufen am 8. November 2009 (PDF, ca. 240 KB).
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужен реферат?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Gerald Bast — (* 24. November 1955 in Freistadt) ist ein österreichischer Hochschuljurist und seit 2000 Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien.[1] Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistungen …   Deutsch Wikipedia

  • Lehrgang universitären Charakters — Ein Lehrgang universitären Charakters ist eine Studienform, die in Österreich von außeruniversitären Bildungseinrichtungen angeboten wird. Je nach Ausbildungsdauer können an die Absolventen Mastergrade (durchschnittliche Studiendauer 4 Semester)… …   Deutsch Wikipedia

  • Kollegialorgan für Studienangelegenheiten — Ein Kollegialorgan für Studienangelegenheiten (die konkrete Bezeichnung variiert von Universität zu Universität, gebräuchlich sind insbesondere Curricularkommission, Curriculakommission und Studienkommission, auch abgekürzt Stuko, daneben werden… …   Deutsch Wikipedia

  • Master — Der Master ([ˈmaːstɐ] oder [ˈmaːstə], aus engl. master, das auf lat. Magister für Lehrer, Vorsteher, Meister zurückgeht) ist ein akademischer Grad, den Hochschulabsolventen als Abschluss einer zweiten wissenschaftlichen Ausbildung erlangen. Das… …   Deutsch Wikipedia

  • UG 2002 — Basisdaten Titel: Universitätsgesetz 2002 Langtitel: Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten und ihre Studien Abkürzung: UG 2002 (inoffiziell) Typ: Bundesgesetz Geltungsbereich: Republik Österre …   Deutsch Wikipedia

  • Abschluss 2. Grades — Der Master ([ˈmaːstɐ] oder [ˈmaːstə], aus engl. master, das auf lat. magister „Lehrer“, „Vorsteher“, „Meister“ zurückgeht) ist in vielen europäischen Staaten der zweite akademische Grad, den Studenten an Hochschulen als Abschluss einer… …   Deutsch Wikipedia

  • Artium liberalium magister — Der Magister (weiblich Magistra) ist ein akademischer Grad. Inhaltsverzeichnis 1 Wortherkunft 2 Magister und andere Studienabschlüsse 3 Deutschland 3.1 Magister Artium/Magistra Artium (M. A.) …   Deutsch Wikipedia

  • Bordbuch — historisches Logbuch der Fregatten Replik Grand Turk Ein Logbuch (abgeleitet von Log, auch Logge; engl. log = [ursprünglich] Holzklotz) ist eine ursprünglich in der Seefahrt übliche Form der Aufzeichnung täglicher Ereignisse und Vorgänge ähnlich… …   Deutsch Wikipedia

  • Logbuch — historisches Logbuch der Fregatten Replik Grand Turk Ein Logbuch (abgeleitet von Log, auch Logge; engl. log = [ursprünglich] Holzklotz) ist eine in der Seefahrt übliche Form der Aufzeichnung täglicher Ereignisse und Vorgänge ähnlich einem… …   Deutsch Wikipedia

  • M.Ed. — Der Master ([ˈmaːstɐ] oder [ˈmaːstə], aus engl. master, das auf lat. magister „Lehrer“, „Vorsteher“, „Meister“ zurückgeht) ist in vielen europäischen Staaten der zweite akademische Grad, den Studenten an Hochschulen als Abschluss einer… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”