Die lustigen Weiber von Windsor (1950)

Die lustigen Weiber von Windsor (1950)
Filmdaten
Originaltitel Die lustigen Weiber von Windsor
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1950
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Georg Wildhagen
Drehbuch Wolff von Gordon,
Georg Wildhagen
Produktion DEFA
Musik Otto Nicolai
Kamera Eugen Klagemann,
Karl Plintzner
Schnitt Johanna Rosinski
Besetzung
  • Sonja Ziemann: Frau Fluth
  • Camilla Spira: Frau Reich
  • Paul Esser: Sir John Falstaff
  • Claus Holm: Herr Fluth
  • Alexander Engel: Herr Reich
  • Ina Halley: Anna Reich
  • Eckart Dux: Fenton
  • Joachim Teege: Herr Spärlich
  • Gerd Frickhöffer: Dr. Cajus
  • Berta Monnard: Wirtin
  • Kurt Mühlhardt: Metzger
  • Charles Hans Vogt: Schneider
  • Fritz Melchior: Fuhrmann
  • Erich Gühne: Schuhmacher
  • Herbert Richter: Schmied
  • Edith Hancke: Lehrling bei Reich
  • Edgar Pauly: Wirt
  • Elfriede Dugall: Braune Hanne
  • Wladimir Marfiak: 1. Knecht
  • Nico Turoff: 2. Knecht
  • Adolf von Wyhl: Gehilfe bei Reich
  • Gerd Ewert: 2. Gehilfe bei Reich
  • Walter Weinacht: Faktotum
  • Franziska Klossak: Falsche Braut
  • Willy Dugal: Fischhändler
  • Carlo Kluge: Bauer
  • Horst Stoletzki: Botenjunge
  • Dita Hussina: Blumenfrau
  • Mimi Mittell: Fischfrau
  • Hans Jöckel: Passant
  • Hans Sanden: Zahnbrecher
  • Gisela Arnold: Seine Gehilfin
  • Heinz Gerlach: Patient
  • Wolfgang Grützmann: Bader
  • Renate Fischer: Seine Frau
  • Ludwig Sachs: Quacksalber
  • Fredy Teichmann: Mann, Ländliches Paar
  • Maria Eggert: Frau, Ländliches Paar
  • Miriam Barty: Beutelschneiderin
  • Kurt-Otto Fritsch: Geliebter
  • Liselotte Walter: Geliebte
  • Martin Rosen: Dicker Mann
Synchronisation

Die lustigen Weiber von Windsor ist eine deutsche Opernverfilmung der DEFA von Georg Wildhagen aus dem Jahr 1950.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Eine Theatergruppe kommt in eine Stadt und führt dort ihr Stück um Sir John Falstaff und die Weiber von Windsor auf.

Frau Fluth und ihre Nachbarin Frau Reich sind entsetzt, haben beide verheiratete Frauen von Ritter John Falstaff doch eine identische schriftliche Liebeserklärung erhalten. Sie beschließen, dem Trunkenbold, der ständig schlecht bei Kasse ist, einen Denkzettel zu verpassen. Gleichzeitig wollen sie Hern Fluth von seiner Eifersucht kurieren.

Frau Fluth beantwortet Falstaffs Brief, in dem sie ihn in ihr Haus einlädt. Frau Reich wiederum steckt Herrn Fluth einen Brief zu, der ihm vom Besuch Falstaffs bei seiner Frau berichtet. Als Falstaff erscheint und zudringlich werden will, erscheint Frau Reich mit dem Hinweis, Frau Fluths Mann käme nach Hause. Falstaff wird in einem Wäschekorb versteckt, der von den Knechten des Hauses in einen Tümpel entleert wird. Herr Fluth wiederum sucht vergeblich nach Falstaff. Er begibt sich nun selbst zu Falstaff, stellt sich unter fremdem Namen vor und versucht, über Falstaff ein Treffen mit seiner Frau zu vereinbaren. Er plant, Falstaff auf frischer Tat bei seiner Frau zu ertappen, wenn dieser ein Treffen für ihn vereinbart. Tatsächlich jedoch kann Frau Reich Frau Fluth rechtzeitig warnen und die versteckt Falstaff im Schweinestall. Von dort entkommt er in Frauenkleidern.

Nun klären Frau Fluth und Frau Reich ihren Männern gegenüber all die Verwicklungen auf. Sie beschließen, Falstaff endgültig aus Dorf zu verjagen. Frau Fluth und Frau Reich organisieren ein Rendezvous mit Falstaff im Wald, wo schließlich die gesamten Dorfbewohner in Verkleidung erscheinen und Falstaff unter Gespött verjagen.

In einer Nebenhandlung schafft es Frau Reichs Tochter Anna, sich ihrem Vater und ihrer Mutter zu widersetzen, die sie mit einem Schnösel und einem reichen, aber farblosen Mann verheiraten wollen, und den mittellosen Fenton zu ehelichen, der sie liebt und gut singen kann.

Die Vorstellung ist vorbei und die Darsteller verneigen sich vor dem Publikum. Der Vorhang fällt.

Produktion

Die lustigen Weiber von Windsor war nach Figaros Hochzeit (1949) die zweite Opernverfilmung, die Georg Wildhagen für die DEFA drehte. Nach Streitigkeiten um das Finale des Films, das kurz vor der Premiere verändert werden musste, drehte Wildhagen keinen weiteren Film mehr für die DEFA.[1]

Der Film erlebte am 22. Dezember 1950 im Leipziger Capitol seine Premiere.

Synchronisation

Der Gesang der Darsteller wurde synchronisiert:

Rolle Darsteller Gesang
Frau Fluth Sonja Ziemann Rita Streich
Frau Reich Camilla Spira Martha Mödl
Sir John Falstaff Paul Esser Hans Krämer
Herr Fluth Claus Holm Herbert Brauer
Herr Reich Alexander Engel Willy Heyer

Kritik

Die Kritik reagierte gespalten auf den Film: Während Kritiker der DDR den Film verrissen, da „die Handlung [der Oper] durch eigene Zutaten [der Drehbuchautoren] vergröbernd ins possenhaft Vulgäre“ gezogen werde und daher „vom Standpunkt der Volksbildung aus abzulehnen“ sei,[2] lobte die Kritik der BRD den Film. Er sei „mit optischen Zutaten so geschickt aufgelockert […], daß alles konventionell Opernhafte geschwunden ist. Kein orthodoxer Opernfilm, sondern ein pralles, sprudelndes Filmlustspiel mit Musikeinlagen!“[3]

Der film-dienst nannte Die lustigen Weiber von Windsor eine „musikalisch-beschwingte Verfilmung der komisch-phantastischen Oper von Nicolai nach Motiven von Shakespeare“.[4]

Literatur

  • Die lustigen Weiber von Windsor. In: F.-B. Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-349-7, S. 375–376.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die lustigen Weiber von Windsor. In: F.-B. Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, S. 376.
  2. Karl Schönewolf in: Weltbühne, Nr. 1, 1951.
  3. Sabine Tomzig in: Hamburger Abendblatt. 6. Januar 1962.
  4. Vgl. zweitausendeins.de

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