Ernst Bormann

Ernst Bormann

Ernst Bormann (* 5. November 1897 in Kirchbrak; † 1. August 1960 in Düsseldorf) war ein Offizier, zuletzt Generalmajor, der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Beförderungen

  • 5. November 1916 Leutnant
  • 31. März 1920 Charakter als Oberleutnant
  • 1. September 1934 Hauptmann
  • 1. Januar 1938 Major
  • 19. Juli 1940 Oberstleutnant
  • 1. April 1941 Oberst
  • 1. Oktober 1944 Generalmajor

Bormann trat am 17. August 1915 als Fahnenjunker dem Reserve-Infanterie-Regiment 82 bei und agierte dort im Rahmen des Ersten Weltkriegs bis zum 21. März 1917 als Kompanieoffizier. Vom 22. März bis zum 23. Oktober 1917 absolvierte Bormann eine Flugzeugführerausbildung bei der Fliegerersatzabteilung 7. Nach deren erfolgreicher Absolvierung erfolgte seine Kommandierung zur Fliegerersatzabteilung 12, wo er vom 24. Oktober bis zum 22. Dezember 1917 eingesetzt war. Dem folgte bis zum 7. Januar 1918 ein kurzfristiger Aufenthalt im Armeeflugpark 9. Vom 8. Januar bis zum 20. April agierte Bormann als Flugzeugführer bei der Fliegerabteilung 42. Im Anschluss hieran wurde er zum Flugzeugpark 6 abkommandiert. Am 4. Mai kehrte er als Flugzeugführer zurück und fand Verwendung im Jagdgeschwader Boelcke. Dort verblieb er bis zur Demobilisierung des Geschwaders auf dem Fliegerhorst Brieg, Ende März 1919.

Vom 24. März 1919 bis zum 31. März 1920 diente Bormann als Kompanieoffizier im Reichswehr-Infanterie-Regiment 72, wo er mit dem Rang eines Oberleutnants aus dem aktiven Dienst ausschied.

Bormann fand bald wieder Verwendung als Luftwaffenoffizier und agierte vom 1. August 1925 bis Ende September 1930 als Lehrer an der geheimen Fliegerschule in Lipezk (Sowjetunion), später auch offen in Deutschland. Hier fand am 1. September 1934 seine offizielle Reaktivierung als Hauptmann und sein Eintritt in die im geheimen Aufbau begriffene Luftwaffe statt. In diesem Zuge agierte Bormann bis Ende März 1935 als Referent im Reichsluftfahrtministerium. Zum 1. April 1935 kehrte er als Staffelkapitän zum reaktivierten Kampfgeschwader Boelcke zurück, wo er bis Ende Mai 1938 verblieb. Zum Juni wechselte er als Kommandeur der III. Gruppe zum Jagdgeschwader Richthofen. Diese Funktion hielt Bormann bis Ende Oktober inne.

Vom 1. November 1938 bis Ende Juli 1940 agierte er als Kommandeur der I. Gruppe im Kampf-Lehr-Geschwader in Greifswald. Zum 1. August 1940 stieg Bormann zum Kommandeur der Flugzeugführerschule Gablingen bei Augsburg auf, wurde jedoch schon am 26. Februar 1941 zum Kommodore des Kampfgeschwader 76 berufen. In dieser Position verblieb er bis zum 7. Januar 1943. Im Januar 1943 fungierte Borman für wenige Wochen als Kommandeur der Kampfverbände der Luftflotte 4, wurde jedoch schon am 1. Februar mit einer neuen Aufgabe als Fliegerführer Krim betraut. Diese Position hielt er bis Ende Juni inne. Anschließend stand Bormann bis Ende September 1944 für verschiedene Kommandos und Sonderaufgaben zur Verwendung. Am 1. Oktober 1944 wurde er Flughafen-Bereichskommandant in Mähren, wo er am 10. Mai 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet. Aus dieser wurde er erst wieder am 9. Oktober 1955 entlassen. Er zählte damit zu den letzten deutschen Kriegsheimkehrern.

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Bd. I, Abernetty - v. Gyldenfeldt, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-2207-4, S. 106f.

Weblinks


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