Felix Lewald

Felix Lewald

Felix Lewald (* 12. November 1855 in Berlin; † 11. Oktober 1914 ebenda) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben und Wirken

Nach Besuch des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums in Berlin studierte er erst Natur-, dann Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Berlin, Heidelberg, Göttingen und Straßburg und promovierte zum Dr. jur. Danach war er Referendar, ab 1886 Gerichtsassessor im Justizministerium. 1890 begann er Regierungsassessor bei der königlichen Regierung in Posen seine Laufbahn im preußischen Staatsdienst. 1891 wurde er zum Regierungsrat ernannt. Nebenamtlich betätigte er sich als Staatskommissar für Invaliden- und Altersversicherung und 2. Direktor der Rentenbank in Posen. Zur Mitwirkung an der Miguelschen Steuerreform wurde er 1894 ins Finanzministerium berufen. Ab 1896 trug er den Titel Geheimer Finanzrat, ab 1900 Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat und Vortragender Rat. Zuletzt wirkte er als Präsident der königlichen Generallotteriedirektion. Als Autor publizierte er mehrere Beiträge zu staatsrechtlichen Themen in Fachzeitschriften. Er war der Neffe der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Fanny Lewald.

1896 heiratete er die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Emmi Lewald geb. Jansen, Tochter des oldenburgischen Staatsministers Günther Jansen. Sie schrieb zahlreiche Romane, Novellen, Reisebilder und Skizzen sowie Gedichte.

Seine Grabstätte mit einem bemerkenswerten Grabdenkmal befindet sich nach Umbettung auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Literatur

  • Franz Neubert (Hrsg.): Deutsches Zeitgenossenlexikon. Leipzig 1905, S. 868–869.
  • Ruth Steinberg-Groenhof: Die tragische Liebe des Orpheus und der Eurydike. Zum Grabmal von Emmi und Felix Lewald auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf. In: Kulturland Oldenburg. Zeitschrift der oldenburgischen Landschaft. Nr. 1 (2011) = Nr. 47, S. 30–33.

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