Gertrud-Luckner-Gewerbeschule

Gertrud-Luckner-Gewerbeschule
Gertrud-Luckner-Gewerbeschule
Gertrud-Luckner-Gewerbeschule - neues Gebäude.jpg
Schulform Berufliche Schule
Gründung 1905
Ort Freiburg im Breisgau
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 0′ 2,4″ N, 7° 49′ 44,3″ O48.000677.82896Koordinaten: 48° 0′ 2,4″ N, 7° 49′ 44,3″ O
Träger Stadt Freiburg im Breisgau
Schüler ca. 1800
Leitung OStD Axel Klär
Website www.glg-freiburg.de

Die Gertrud-Luckner-Gewerbeschule in Freiburg ist eine der acht beruflichen Schulen der Stadt. Sie hat mehr als 1800 Schülerinnen und Schülern, die sowohl in verschiedenen Fachbereichen als auch in unterschiedlichen Schularten bis zur Hochschulreife ausbildet werden. Dazu werden zwei Gebäudekomplexe genutzt, zum einen das denkmalgeschützte Gebäude von 1905 in der Kirchstraße mit allen Angeboten des zweiten Bildungsweges und der Ausbildung für die zahnmedizinschen Fachangestellten und der moderne Komplex in der Bissierstraße mit allen anderen Angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Angebote

Hinzu kommen als Schularten die Berufsschule, die Berufsfachschule, die Meisterschule sowie für den zweiten Bildungsweg die Berufsaufbauschule, das Berufskolleg Fachhochschulreife, die Technische Oberschule und die Wirtschaftsoberschule.

Geschichte

Altes Gebäude in der Kirchstraße
Grundriss des alten Gebäudes von 1909

Die Schulbetrieb wurde im August des Jahres 1905 in dem jetzt denkmalgeschützten Gebäude aufgenommen. Geplant wurde das Gebäude von den Stadtbaumeistern Rudolf Thoma und Matthias Stammnitz. Es ist ein Gebäude im Stile des Späthistorismus der die Elemente der Gotik und der Renaissance in sich vereinte. Der graugelbe Sandsteinbau wurde in den Jahren 1902 bis 1905 errichtet. Auffallend sind die vielen Skulpturen und Mosaikgemälde die von Julius Seitz, seinen Schülern August Müssle, Theodor Hengst, Ferdinand Kohl und Louis Granget, sowie von Friedrich Meinecke stammen. Diese zeigen Bildnisse der meisten Handwerksberufe. An dem Bau haben sich sehr viele Freiburger Handwerksbetriebe beteiligt. Über zwei Fenstern auf dem linken Seitenflügel befindet sich ein Reliefbildnis des Münsterbaumeisters Hans Böringer, das von August Müssle geschaffen wurde.[1]

Bei der Einweihung entsprachen die Schulräume und Werkstätten dem aktuellen Stand der Technik. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war die Schule die Mobilmachungskaserne und in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1955 der Sitz des französischen Armeekommandos. In den Jahren 1926 bis 1935 waren hier auch die technischen Anlagen des ersten Freiburger Rundfunksenders untergebracht. Der Nachfolger ist heute der Sender Freiburg-Lehen im Ortsteil Lehen.

In den 1980er Jahren wurde eine Generalsanierung nötig, da sowohl der Nutzung als Schule als auch die Kriege ihre Spuren hinterlassen hatten. Es gelang die Schule zum „Kulturdenkmal mit besonderer Bedeutung“ zu deklarieren und somit den Abriss zu verhindern: In einer mehrjährigen Sanierung wurden die Schäden beseitigt. In diesem Rahmen erfolgte 1987 auch die Umbenennung in „Gertrud-Luckner-Gewerbeschule“ nach der 1979 zu Ehrenbürgerin Freiburgs ernannten Gertrud Luckner. Die Sanierungen setzen sich bis in die heutigen Tage fort; so wurde zum Beispiel von 1996 bis 2003 der Innenbereich umgestaltet.

Auch kam in den 1980 Jahren der Neubau in der Bissierstraße hinzu, der heute auch die Verwaltung und das Direktorat beherbergt.

Einzelnachweise

  1. Michael Klant: Vergessene Bildhauer In: Skulptur in Freiburg. Kunst des 19. Jahrhunderts im öffentlichen Raum, modo, Freiburg im Breisgau 2000, ISBN 3-922675-77-8, S. 170 f.

Weblinks

 Commons: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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