Giulia geht abends nie aus

Giulia geht abends nie aus
Filmdaten
Deutscher Titel Giulia geht abends nie aus
Originaltitel Giulia non esce la sera
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 105 Minuten
Stab
Regie Giuseppe Piccioni
Drehbuch Giuseppe Piccioni
Federica Pontremoli
Musik Baustelle
Kamera Luca Bigazzi
Schnitt Esmeralda Calabria
Besetzung
  • Valerio Mastandrea: Guido Montani
  • Valeria Golino: Giulia
  • Sonia Bergamasco: Benedetta Montani
  • Domiziana Cardinali: Costanza Montani
  • Jacopo Domenicucci: Filippo
  • Chiara Nicola: Viola
  • Sara Tosti: Sofia
  • Jacopo Bicocchi: Enrico Giussi
  • Fabio Camilli: Eugenio
  • Sasa Vulicevic: Padre Rosario
  • Paolo Sassanelli: Bruno
  • Lidia Vitale: Agente donna
  • Antonia Liskova: Eva
  • Piera degli Esposti: Attilia

Giulia geht abends nie aus ist ein Film von Giuseppe Piccioni aus dem Jahr 2009. Am 1. September 2011 lief der Film in den deutschen Kinos an.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Guido, ein Schriftsteller, dessen neuestes Buch für einen Literaturpreis nominiert ist, holt seine Tochter Constanza vom Schwimmunterricht ab. Sie gesteht, dass sie nicht mehr schwimmen gehen möchte und so nimmt er an ihrer Stelle Unterricht bei der neuen Schwimmlehrerin Giulia.

Guido wandelt ziemlich abwesend und teilnahmslos durch sein Leben. Die meisten Menschen, denen er begegnet finden sein Buch gut, aber keiner hat es bis zum Ende gelesen. Er schreibt an Erzählungen für ein neues Buch, die dann auch als „Film im Film“ auf der Leinwand erscheinen.

Während seine Frau Benedetta und die Tochter in eine neue Wohnung in Rom ziehen, bleibt er weithin in dem Haus in der Vorstadt wohnen. Allmählich verliebt er sich in Giulia. Eines Tages verrät sie ihm ihr Geheimnis. Sie hat vor Jahren ihren Mann und ihre Tochter wegen eines Liebhabers verlassen. Als sich dieser dann von ihr trennen wollte, hat sie ihn ermordet. Seitdem sitzt sie im Gefängnis, darf aber als Freigängerin tagsüber in dem Schwimmbad arbeiten. Einmal fahren sie ans Meer und es scheint alles gut zu werden.

Giulia erzählt ihm wie sehr sie ihre Tochter vermisst. Heimlich schreibt er einen Brief in ihrem Namen an Viola. Bei einem Treffen im Café macht Viola ihrer Mutter klar, dass sie nichts von ihr wissen will und sie auch nie mehr sehen möchte. Giulia ist tief betroffen.

Am nächsten Tag erscheint sie nicht im Schwimmbad. Er ist überrascht, als sie ihn vor seiner Tür erwartet. Sie verbringen die Nacht miteinander.

Giulia geht nicht mehr ins Schwimmbad zur Arbeit. Guido ist zu seiner Familie nach Rom gezogen, er verbringt jetzt wieder mehr Zeit mit ihr. Dennoch vermisst er Giulia, die sich jedoch beharrlich seinem Wunsch verweigert sie im Gefängnis zu besuchen.

Eines Tages erfährt er im Schwimmbad, dass sie sich umgebracht hat. Im Gefängnis bekommt Guido in Giulias ehemaliger Zelle einen Karton mit ihren Habseligkeiten. Er liest in ihrem Tagebuch, das sie in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft begonnen hat zu schreiben. Notizen über ihre vorsichtige Annäherung an Guido und ihren langsam erwachenden Lebensmut, bis zur hoffnungslosen Verzweiflung über die Abweisung durch ihre Tochter.

Guido geht mit seiner Tochter zur Preisverleihung. Sein Konkurrent bekommt den Preis. Entspannt vertilgen Guido und Constanza ein ganzes Tablett Pralinen.

Kritik

„Regisseur Giuseppe Piccioni ist ein grosser Stilist, allerdings mit einem Hang zu Manierismen – seine ins Traumhafte tendierende Introspektion kommt deshalb zuweilen zu bedeutungsschwer daher.“

Der Bund[1]

„Giuseppe Piccioni schafft subtile Szenen, die treffend den schleichenden Zerfall von Beziehungen schildern. Aber auch seine Bilder von Vertrautheit sind ausdrucksstark, etwa wenn Giulia und Guido unter Wasser andere Schwimmer beobachten. Herausragend ist die Leistung von Valeria Golino als Giulia, die die Tragödie ihres Lebens in jedem – auch fröhlichen – Moment mit sich zu tragen scheint.“

br-online[2]

„Giuseppe Piccioni verfügt über eine Sensibilität, die nur wenige Regisseure seiner Generation besitzen, und lässt Figuren, Atmosphäre und Schauplätze harmonisch miteinander verschmelzen. Die Ebene der Realität wird von den Zweifeln, den Gedanken und der Unruhe der Protagonisten suggestiv durchkreuzt. Valeria Golino und Valerio Mastandrea verkörpern mit Intensität das Paar, das bloss über Blicke und Schweigen miteinander kommunizieren kann.“

Il Mattino[3]

Auszeichnungen

  • 2009 Nastro d’Argento Bestes Originallied: Piangi Roma für Baustelle und Valeria Golino
  • 2009 Nastro d’Argento speciale: Beste Nebendarstellerin des Jahres Piera Degli Esposti

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thomas Allenbach auf: Der Bund
  2. Louis Vazquez auf: br-online.de
  3. zitiert nach: cinema-italiano.ch

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