Hildegardplatz

Hildegardplatz
Historische Ansicht auf den Hildegardplatz mit der Kirche und Residenz im Hintergrund.

Der Hildegardplatz ist ein Platz neben der St.-Lorenz-Kirche in Kempten. In seiner heutigen Form besteht der Platz seit dem Bau der Kirche im 17. Jahrhundert. In den regionalen sowie überregionalen Blick gelang der Hildegardplatz durch einen geplanten Umbau, der einen Neubau einer Tiefgarage beinhaltete.

Beschreibung

Der Hildegardbrunnen um 1880

Der Hildegardplatz ist direkt neben der St.-Lorenz-Kirche platziert und dient heute als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Mittwochs und samstags dient der Platz in den Monaten des Frühjahrs bis zum Herbst als Wochenmarkt. In direkter Umgebung befindet sich das Zumsteinhaus daneben das Landhaus. Des Weiteren schließt der Platz an das Kornhaus sowie an die Serrohäuser an. Bis in die 1950er Jahre befand sich am Platz der Hildegardbrunnen. Es war ein neugotischer Brunnen mit einer Statue der Kirchenstifterin Hildegard.

Bürgerentscheid

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Stimmzettel des Bürgerentscheids vom 10. April 2011.

Bereits vor 1999 gab es Pläne, den Platz neu zu machen. Es gab auch Vorschläge für eine Garage. Die geplanten Maßnahmen wurden jedoch noch 1999 zu den Akten gelegt und nicht weiter verfolgt. [1] Hauptkritikpunkt war stets der Bau der Tiefgarage.

2007 legte der Stadtrat mit dem Oberbürgermeister Ulrich Netzer die Pläne wieder auf. Ende 2008 fand eine "Planungswerkstatt" statt, bei welcher etwa 200 Bürger Vorschläge für den neuen Platz vorbrachten. Im Juni 2009 wurden mehrere Pläne vorgestellt. Manche sahen eine Garage vor, andere nicht. Bis zum August 2009 hatten die Tiefgaragengegner die Möglichkeiten eines Bürgerentscheids vorgeschlagen. Im Juni 2011 sprach sich der Stadtrat für den gewünschten Bürgerentscheid aus. AZ

Große Kritik kam teilweise von den Bürgern und dem Bund der Steuerzahler (Deutschland). Die veranschlagten Kosten für den Umbau, der eine Garage beinhaltete, beliefen sich auf 7,10 Millionen Euro, der Verzicht auf die Garage würde die Gesamtkosten auf 2,70 Millionen Euro senken. Der Bau einer Tiefgarage war für den Zeitraum von 2013 bis 2015 veranschlagt. Dabei wurden archäologische Zufallsfunde nicht berücksichtigt. Der Bau ohne Tiefgarage würde von 2013 bis 2014 dauern. Bei dem geplanten Umbau wurde auch ein Verzicht auf Parkplätze geplant. So hätte man beim Bau einer Tiefgarage auf einige der bisherigen 183 Plätze verzichten müssen. Bei der Tiefgarage würden 40 Plätze unter freier Luft und 142 Plätze in der Garage zur Verfügung stehen. Ein garagenloser Platz hätte insgesamt 88 Stellplätze.

Am 10. April 2011 kam es zu einem Bürgerentscheid in der Stadt Kempten. Dabei wurde dem Bürger die Frage gestellt, ob er will, dass unter dem neu gestalteten Hildegardplatz eine Tiefgarage gebaut wird. Nach dem Auszählen der Stimmen wurde erklärt, dass circa 75 % der Beteiligten sich gegen den Tiefgaragenbau entschieden haben. Es gab eine Beteiligung von 37 %.[2]

Nach dem Bürgerentscheid wurde, wie auch schon davor, die geplante Platzgestaltung als ungelungen gesehen.[3] Daraufhin involvierte die Stadt öffentlich auf Hildegardplatz die Bürger zum Erstellen von Vorschlägen und Wünschen für einen neuen Hildegardplatz. Die Ergebnisse wurden am 9. November 2011 vorgestellt.[4]

Bei der Debatte vor dem Bürgerentscheid, gaben Kritiker an, dass die auf Schwemmsand stehende Kirche beschädigt werden könnte. Hierzu kritisierte auch der Bund der Steuerzahler die hohen Kosten. Teilweise äußerten ortsnahe Geschäfte die Kritik, dass der Bau zu lange dauern würde und so die Geschäfte Einbußen machen müssten.[5]

Befürworter der Garage behaupteten, dass durch den Wegfall der Parkplätze zu wenige Plätze vorhanden sein werden, die benötigt werden.

Einzelnachweise

  1. Allgäuer Zeitung, 10. November 2011
  2. Stimmzettel des Bürgerentscheids vom 10. April 2011
  3. www.all-in.de: Streit um die Gestaltung des Hildegardplatzes in Kempten. 30. März 2011. (abgerufen am 9. November 2011)
  4. www.kempten.de: Über 200 Bürger-Beiträge beim "Markt der Meinungen" zur zukünftigen Gestaltung des Hildegardplatzes (abgerufen am 9. November 2011)
  5. Gründe und Ziele der Initiative Hildegardplatz (abgerufen am 9. November 2011)
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