Jakob Hegner

Jakob Hegner

Jakob Hegner (* 25. Februar 1882 in Wien; † 24. September 1962 in Lugano, Schweiz) war ein österreichischer Drucker, Verleger und Übersetzer.

Er stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie und besuchte als Schüler das Gymnasium Wasagasse in Wien. Ab 1899 lebte Hegner in Leipzig und besuchte dort kunstgeschichtliche Vorlesungen. Während eines Aufenthalts in Berlin sammelte er literarische Erfahrungen, anschließend zog er in den damaligen Dresdner Vorort Hellerau. Dort gründete er den Jakob Hegner Verlag und arbeitete als Übersetzer, etwa von Paul Claudel.

Wegen der Weltwirtschaftskrise konnte er nicht weiter selbstständig sein und arbeitete von nun an für den Graphischen Betrieb Oscar Brandstetter. Er übersetzte unter anderem Georges Bernanos.

Nachdem er 1936 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen worden war, ging er zurück in seine Heimatstadt Wien. 1938 musste er nach London fliehen. 1946 zog er zuerst nach Basel und später nach Lugano. Erst später wirkte er in München und Köln wieder als Verleger.

Literatur

  • Heinrich Wild: Hegner, Jakob. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, S. 234 f. (Onlinefassung).
  • Vom Druckfehlerteufel und von der Hoffnung Jakob Hegners auf ein himmlisches Alphabet. Einige Brocken Verlegerlatein. Gesammelt von Peter Schifferli. Verlag Die Arche, Zürich 1984, ISBN 3-7160-1888-0 (Aphorismen und Anekdoten um Jakob Hegner)

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