Jan Koester

Jan Koester

Jan Koester, auch Jan Köster (* 29. Dezember 1953 in Braunschweig) ist ein deutscher Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Koester wurde zehnjährig für den Film entdeckt und für die zentrale Rolle eines kränkelnden (West-)Berliner Kindes besetzt, das in dem Lustspiel Happy-End am Wörthersee zur Erholung nach Österreich geschickt wird. Nach einer weiteren österreichischen Produktion, in deren Mittelpunkt erneut eine malerische Landschaft stand, erhielt Koester 1965 die Rolle seines (noch jungen) Lebens: In der von der Kritik durchaus wohlwollend aufgenommenen Neuverfilmung von Johanna Spyris Roman Heidi verkörperte er den zentralen 'Männer'-Part des Geißenpeter, den Schweizer Almfreund der Titelheldin.

Mit dem endgültigen Niedergang von Papas Kino Mitte der 60er Jahre wurde Koester, der auch weiterhin in München die Schule (Gymnasium) besuchte, nur noch unregelmäßig besetzt. Er spielte einen Schüler in einem Film der sogenannten Lümmelfilm-Reihe und übernahm 1970 als Partner von Susanne Uhlen die männliche Hauptrolle in dem kolportagehaften Jugendproblemfilm Engel, die ihre Flügel verbrennen: "Zwei heranwachsende Kinder erschlagen die Liebhaber ihrer Mütter in einem Münchner Luxus-Hochhaus und begehen, in die Enge getrieben, Selbstmord".[1] Nebenbei absolvierte Koester auch den einen oder anderen Auftritt in Fernsehproduktionen, darunter auch eine Folge (…wie die Wölfe) der Serie Der Kommissar.

Nach seinem Schulabschluss erhielt Koester kaum noch Angebote von Film und Fernsehen und trat allenfalls sporadisch mit Gastrollen in Serien (Derrick, Tatort, Forsthaus Falkenau) auf. Außerdem spielte er etwas Theater.

Seit 1995 leitet er die NOA NOA Hör-Buchedition, für die er auch als Sprecher tätig ist.[2]. Koester hat bereits im Kindesalter als Synchronsprecher gearbeitet, so war er beispielsweise die deutsche Stimme des Bud Ricks in der TV-Serie Flipper.

Ein anderer, 1978 geborener Jan Koester arbeitet als Animationsfilmgestalter und -regisseur.

Filmografie (Auswahl)

Anmerkungen

  1. zit. nach Lexikon des internationalen Films, Band 2 D-F, S. 867 f., Reinbek b. Hamburg 1987
  2. http://www.noa-noa-hoerbuch.de/jan/index.html

Weblinks


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