Linjowo (Kaliningrad)

Linjowo (Kaliningrad)
Siedlung
Linjowo/Schönlinde
Линёво
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Prawdinsk
Frühere Namen Schönlinde, Kr. Gerdauen (bis 1946)
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 233 813 011
Geographische Lage
Koordinaten 54° 30′ N, 21° 23′ O54.521.383333333333Koordinaten: 54° 30′ 0″ N, 21° 23′ 0″ O
Linjowo (Kaliningrad) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Linjowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Oblast Kaliningrad

Linjowo (russisch Линёво, deutsch Schönlinde, Kreis Gerdauen) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Mosyrskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Mosyr (Klein Gnie)) im Rajon Prawdinsk (Kreis Friedland (Ostpr.)).

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Linjowo am linken Ufer der Aschwöne (Swine, russisch: Putilowka) liegt an der russischen Fernstraße R 508 im Streckenabschnitt zwischen Osjorsk (Darkehmen, 1938–1946 Angerapp) und Snamensk (Wehlau). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichtliches

Der ehedem Schönlinde (1601 = Schönelinde) genannte Ort war zwischen 1874 und 1945 in den Amtsbezirk Muldszen[1] (1936-1938 Muldschen, 1938–1946 Mulden, russisch: Perewalowo) eingegliedert und gehörte somit zum Landkreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 lebten hier 267 Einwohner[2]. Am 30. September 1928 schlossen sich die Landgemeinden Budwischken (1938–1946 Oberndorf, russisch: Bystrjanka), Jodeglienen (1938–1946 Wiedenau) und Schönlinde zur neuen Landgemeinde Schönlinde zusammen. Die Einwohnerzahl stieg bis 1933 auf 515 und betrug 1939 noch 488[3].

1945 kam das nördliche Ostpreußen und mit ihm auch Schönlinde zur Sowjetunion. 1946 wurde der Ort in „Linjowo“ umbenannt. Bis zum Jahr 2009 war er innerhalb der seit 1991/92 russischen Oblast Kaliningrad in den Nowo-Bobruiski sowjet eingegliedert und ist seither – aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[4] – eine als „Siedlung“ (possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der Mosyrskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Mosyr (Klein Gnie)) im Rajon Prawdinsk.

Kirche

Vor 1945 war die Bevölkerung Schönlindes überwiegend evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel Muldszen[5] (1936–1938 Muldschen, 1938–1946 Mulden, russisch: Perewalowo) eingepfarrt und gehörte somit zum Kirchenkreis Gerdauen (russisch: Schelesnodoroschny) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Heute liegt Linkowo im Bereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen Stadtgemeinde Tschernjachowsk (Insterburg), die sich der ebenfalls neu entstandenen Propstei Kaliningrad in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) eingegliedert hat[6].

Verweise

Fußnoten

  1. Rolf Jehke, Amtsbezirk Mulden
  2. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis Landkreis Gerdauen
  3. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch
  4. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 476 vom 21. Dezember 2004, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  5. Kirchspiel Muldszen
  6. Ev.-luth. Propstei Kaliningrad

Weblinks


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