Marienkapelle (Vild)

Marienkapelle (Vild)
Die Marienkapelle in Vild

Die Marienkapelle in Vild befindet sich am Beginn des Saumweges über Matug ins Rheintal. Die Kapelle ist als kantonalschützenswert eingestuft (B-Objekt)[1], und steht somit unter Denkmalschutz.

An der heutigen Stelle befand sich vor der Kapelle ein Bildstock, welcher im Jahr 1484 erstmals erwähnt wird. Im Jahr 1602 wurde von Christoffel Geel und seiner Ehefrau Anna Bantlin der Grundstein für eine Marienkapelle gelegt. Diese Kapelle wurde 26. Oktober 1606[2] oder 26. Dezember 1606[3] von Bischof Johannes V. Fugi zu Ehren der Gottesmutter Maria geweiht. Die Kapelle wurde 1628 und 1692 erweitert. Die alten Bauteile wurden dabei als Chor weiterverwendet. Der ursprüngliche Teil von 1606 diente nach 1624 als offene Sakristei. Die Wände wurden 1624 bemalt, wobei 1946 nur das Verkündigungsbild versiegelt werden konnte. Die beiden anderen Gemälde an den Längsseiten, die im Visitationsregress von 1639/40 beschrieben wurden, waren nicht mehr vorhanden. Im Jahr 1798 wurde die Kapelle durch die Franzosen verwüstet und 1809 wieder aufgebaut. 1945 wurde der Hochaltar an die Rückwand versetzt. Die Kapelle wurde zwischen 1975 und 1981 renoviert, und dabei die Disposition vor 1945 – soweit möglich – wieder hergestellt.

Im Innern befinden sich Wandmalereien von 1628. Der heutige Hochaltar wurde 1685 eingebaut. Im Turm befinden sich zwei Glocken aus der Gründerzeit.

Literatur

  • Benito Boari: Denkmalpflege im Kanton St. Gallen 1875-1980, ISBN 3-85819-056-X, S. 183
  • Erwin Rothenhäusler: Der Bezirk Sargans, Band 1 der Reihe Die Kunstdenkmäler des Kantons St. Gallen. Birkhäuser 1951, ISBN

Einzelnachweise

  1. [1] Provisorische PDF-Liste der B-Objekte
  2. Denkmalpflege im Kanton St. Gallen 1875-1980
  3. KdK St. Gallen Band 1 S. 336

Weblinks


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