Max Faßbender

Max Faßbender

Max Faßbender, auch Maks Fassbender (* 8. Oktober 1868 in Berlin; † unbekannt, vermutlich zwischen 1927 und 1932) war ein deutscher Kameramann und Pionier der Kinematographie.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Nach seiner fotografischen Ausbildung war er zunächst als Fotograf und Aktualitätenoperateur tätig. Noch vor dem Ersten Weltkrieg knüpfte er Kontakt mit dem Spielfilm und fand Anstellung bei der Produktionsfirma 'Continental-Kunstfilm’.

Der Regisseur Joe May holte ihn für seine frühen, populären Stuart-Webb-Serienkrimis, wenig später avancierte Faßbender bis 1919 zum ständigen Kameramann der Erfolgsfilme Richard Oswalds. Auch die Regie-Anfänger Fritz Lang („Harakiri“), E. A. Dupont („Europa postlagernd“) und Gerhard Lamprecht („Frauenbeichte“) sicherten sich die Kenntnisse des erfahrenen Aufnahmeoperateurs.

1922 stand Max Faßbender bei seinem bisher aufwändigsten Werk, Rudolf Meinerts Historienstoff „Marie Antoinette“, hinter der Kamera. Im Oktober des darauffolgenden Jahres ging er in die Schweiz, um dort das ambitionierteste Kinowerk des Landes zur Stummfilmzeit zu fotografieren. Doch „Die Entstehung der Eidgenossenschaft“, ein von US-Schweizern finanziertes Epos im theatralischen Passionsspiel-Stil, wurde ein künstlerisches wie ökonomisches Fiasko. Einzig Faßbenders Kameraarbeit wurde gelobt. Nach seiner Rückkehr nach Berlin Anfang Oktober 1924 konnte Max Faßbender kaum noch Aufträge erhalten; im Winter 1925/26 arbeitete er in Posen an einer polnischen Produktion.

Faßbender verstarb vermutlich vor 1932.

Filmografie

  • 1913: Fabrik-Marianne
  • 1913: Das verschleierte Bild von Groß-Kleindorf
  • 1913: Die geheimnisvolle Villa
  • 1914: Der Mann im Keller
  • 1914: Der Spuk im Hause des Professors
  • 1914: Das Panzergewölbe
  • 1915: Der gestreifte Domino
  • 1915: Die Toten erwachen
  • 1916: Seine letzte Maske
  • 1916: Seltsame Köpfe
  • 1916: Das unheimliche Haus
  • 1916: Der chinesische Götze
  • 1916: Freitag der 13.
  • 1916: Titanenkampf
  • 1916: Die Rache der Toten
  • 1916–18: Es werde Licht, 4 Teile
  • 1917: Königliche Bettler
  • 1917: Das Bildnis des Dorian Gray
  • 1917: Die zweite Frau
  • 1917: Der Weg ins Freie
  • 1917: Das Kainszeichen
  • 1917: Des Goldes Fluch
  • 1917: Rennfieber
  • 1918: Das Dreimäderlhaus
  • 1918: Colomba
  • 1918: Der lebende Leichnam
  • 1918: Das Tagebuch einer Verlorenen, 2 Teile
  • 1918: Jettchen Gebert
  • 1918: Peer Gynt
  • 1918: Mitternacht
  • 1918: Europa postlagernd
  • 1918: Die Reise um die Erde in 80 Tagen
  • 1918/1919: Anders als die Andern
  • 1919: Die Prostitution
  • 1919: Harakiri
  • 1919: Der rote Sarafan
  • 1920: Halbe Unschuld
  • 1920: Der Sprung ins Dunkle
  • 1920: George Bully
  • 1920: Die Nacht der Toten
  • 1920: Schatten aus dem Totenreich
  • 1920: Das Medium
  • 1921: Verlorene Seelen
  • 1921: Das Rattenloch
  • 1921: Frauenbeichte, 2 Teile
  • 1922: Marie Antoinette
  • 1922/23: Nachtstürme
  • 1924: Die Entstehung der Eidgenossenschaft
  • 1925/26: Cyganka aza
  • 1926: Das graue Haus
  • 1927: Die raffinierteste Frau Berlins

Literatur

Weblinks


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