Olivier von Beaulieu-Marconnay

Olivier von Beaulieu-Marconnay
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Von Beaulieu-Marconnay
Grabmal von Oliver von Beaulieu-Marconnay auf dem Berliner Invalidenfriedhof

Oliver von Beaulieu-Marconnay (* 14. September 1898 in Berlin; † 26. Oktober 1918 in Arlon[1] oder Avion[2]) war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg, Träger des Eisernen Kreuzes und jüngster Ritter des Ordens Pour le Mérite.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Olivier Freiherr von Beaulieu-Marconnay wurde in Berlin als Sohn eines preußischen Offiziers aus einer adligen Hugenottenfamilie geboren. Direkt von der Kadettenanstalt kam er im Juni 1915 als Fahnenjunker zum Dragoner-Regiment von Bredow (1. Schlesisches) Nr. 4. Am 28. Juli 1916 wurde er zum Leutnant befördert. Wie sein älterer Bruder Heinz von Beaulieu-Marconnay meldete er sich im Frühjahr 1917 zur Fliegertruppe und bestand im November 1917 seine Prüfung als Flugzeugführer.

Am 1. Dezember 1917 kam „Bauli“, wie ihn seine Kameraden nannten, zur Jagdstaffel 18, schließlich am 20. März 1918 erfolgte seine Versetzung zur Jagdstaffel 15, die von Joseph Veltjens geführt wurde. Als ehemaliger Kavallerist des 4. Dragonerregiments markierte er sein blau angestrichenes Flugzeug mit einem stilisierten „4D“.

Er erzielte seinen ersten Luftsieg erst am 28. Mai 1918 über eine Dorand AR.2 bei Soissons, neun Tage später schoss er eine Airco D.H.4 und eine Royal Aircraft Factory S.E.5a ab. Ende Juni hatte er bereits acht , nach weiteren zwei Monaten 21 Luftsiege erzielt, allein sechs davon innerhalb von nur vier Tagen.

Am 2. September 1918 übernahm er mit nur 19 Jahren die Führung der Jagdstaffel 19.

Am 16. Oktober 1918 geriet er während eines Luftkampfs in das MG-Feuer einer eigenen Maschine, möglicherweise von der Jagdstaffel 74. Schwer verwundet musste er notlanden und starb am 26. Oktober 1918 im Lazarett in Arlon[1] vermutlich an einer Wundinfektion.

Kurz zuvor hatte er erfahren, dass ihm nach 25 Luftsiegen der Orden Pour le Mérite verliehen worden war. Mit nur 20 Jahren war Leutnant Olivier Freiherr von Beaulieu-Marconnay der jüngste Ritter dieses Ordens.[1]

Sein Bruder Heinz überlebte den Krieg, da er auf amerikanischer Seite unbeschadet mit seiner Fokker D.VII landete und in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.

Olivier von Beaulieu-Marconnay ruht auf dem Invalidenfriedhof in Berlin (Grabstelle II/13/16). Die Grabinschrift lautet:

Hier schläft den Heldenschlaf, Olivier Freiherr von Beaulieu-Marconnay, Leutnant im Dragoner Regiment von Bredow, Führer einer Jagdstaffel, Ritter des Ordens Pour-le-Mérite, geboren: 14. September 1898, gestorben: 26. Oktober 1918. «Mit uns aber ist der Herr, unser Gott, den wir nicht verlassen»““.

Siehe auch

Literatur

  • Arthur George Joseph Whitehouse: Flieger-Asse. 1914 - 1918. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1970.

Einzelnachweise

  1. a b c http://www.fliegergraeber.de/Oliver_Beaulieu-Marconnay.htm
  2. http://www.frontflieger.de/3-b-f.html#beaulieuolivier

Weblinks


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