Cholmow

Cholmow

Ratmir Dimitrijewitsch Cholmow (russisch Ратмир Дмитриевич Холмов, * 13. Mai 1925 in Schenkursk; † 18. Februar 2006 in Moskau) war ein russisch-sowjetischer Schachspieler.

Ratmir Cholmow erlernte das Schachspiel mit 12 Jahren und war bereits mit 14 Jahren Meister von Archangelsk. In seiner Jugend war er Matrose der sowjetischen Handelsflotte. Zwischen 1949 und 1961 gewann er mehrmals die Meisterschaft von Litauen. 1954 wurde er Internationaler Meister, 1960 Großmeister. 1967 ließ er sich in Moskau nieder und spielte dort viele Jahre lang für Spartak Moskau. Zwischen 1948 und 1972 nahm er an sechzehn Landesmeisterschaften der UdSSR teil, sein bestes Ergebnis erzielte er dabei mit einem geteilten ersten Platz in Leningrad 1963. Er spielte auch einige Turniere im Ausland, allerdings nur in sozialistischen Ländern, und gewann unter anderem in Kecskemét 1962, Havanna 1968 und Budapest 1976. Er war bis ins hohe Alter schachlich aktiv, da er von seiner bescheidenen staatlichen Rente nicht leben konnte.

1982 veröffentlichte er eine Autobiografie mit 63 kommentierten Partien in russischer Sprache. Seine bekannteste Gewinnpartie spielte er in Havanna 1965 gegen Robert James Fischer (bekannt als Bobby Fischer, USA). Eine von Cholmow selbst überlieferte Anekdote ist, dass er sich als den „eigentlichen Weltmeister“ 1954 betrachtete, denn vor Beginn des WM-Kampfes zwischen Michail Botwinnik und Wassili Smyslow haben die beiden WM-Kämpfer jeweils geheime Trainingswettkämpfe mit Cholmow gespielt und Cholmow gewann beide.

Seine beste Historische Elo-Zahl war 2736 im März 1961, damit lag er auf Platz 8 der Weltrangliste.

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