Yarrow M-Klasse

Yarrow M-Klasse
Yarrow M-Klasse Royal Navy
HMS Nerissa
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Bauwerft: Yarrow & Company, Scotstoun
Verdrängung: 864 ts Standard, 1006 ts max.
Länge: 269 ft 6 in (82,1 m) HMS Miranda, HMS Minos, HMS Manley
273 ft 6 in (83,4 m) alle anderen
Breite: 25 ft 7,5 in (7,81 m)
Tiefgang: 10 ft 6 in (3,2 m)
Antrieb: 3 Yarrow-Dampfkessel, Brown-Curtis Dampfturbinen, 2 Wellen
23.000 PSw (17.151 kW) HMS Miranda, HMS Minos, HMS Manley
27.000 PSw (20.134 kW) alle anderen
Geschwindigkeit: 36 kn (67 km/h)
Reichweite: 230 ts Heizöl
Besatzung: 79
Bewaffnung: 3 x 4 in (102 mm) Mk IV Geschütze

1 x Pom-Pom Flugabwehrkanone Mk.II
4 x 21 in (533 mm) Torpedo-Rohre(2*2)

Die Yarrow M-Klasse war eine Zerstörerklasse mit zehn Schiffen, die für die Royal Navy gebaut wurden und im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kamen.

Inhaltsverzeichnis

Entwurf

Die Schiffe waren den nach den Entwürfen der Admiralität gebauten Schiffen der Admiralty M-Klasse sehr ähnlich. Kleinere Änderungen an den Bauplänen wurden von der Bauwerft Yarrow & Company dennoch vorgenommen. Generell besaßen sie nur zwei Propeller anstelle von drei beim Basisentwurf. Daneben hatten sie zwei Schornsteine und einen geraden Heckabschluss, die Brücke war gegenüber dem Vorderkastell deutlich nach hinten versetzt. Bereits die ersten drei Schiffe waren, ungeachtet der geringeren nominellen Maschinenleistung und des fehlenden dritten Propellers um zwei Knoten schneller als die Admiralty M-Klasse. bei den späteren Schiffen wurde die Leistung dann erhöht. Jane's Fighting Ships beschreibt die Klasse als „very successful boats“ (sehr erfolgreiche Boote), und alle zehn Schiffe überstanden den Krieg und wurden in den 1920er Jahren abgewrackt. Die Moon, Mounsey und Musketeer besaßen die Ausrüstung um einen Beobachtungsballon einzusetzen. Das 4"-Geschütz auf dem Mittelschiff war zwischen den Schornsteinen montiert.

Schiffe der Klasse

1913 erworbene Vorkriegs-Schiffe

Drei bereits bei Yarrow im Bau befindliche Schiffe wurden im März 1913 als Teil des Vorkriegsbauprogramms von 1913-14 aufgekauft.

  • Miranda - Im Oktober 1912 auf Kiel gelegt, am 27. Mai 1914 vom Stapel gelassen und im August 1914 fertiggestellt. Am 26. Oktober 1921 zum Abwracken verkauft.
  • Minos – Im Oktober 1912 auf Kiel gelegt, am 6. August 1914 vom Stapel gelassen und im Oktober 1914 fertiggestellt. Am 31. August 1920 zum Abwracken verkauft.
  • Manley – Im Oktober 1912 auf Kiel gelegt, am 12. Oktober 1914 vom Stapel gelassen und im November 1914 fertiggestellt. Am 26. Oktober 1921 zum Abwracken verkauft.

Schiffe unter dem Kriegsnotprogramm

Vier Schiffe wurden im September 1914 bestellt.

  • Moon - Im September 1914 auf Kiel gelegt, am 23. April 1915 vom Stapel gelassen und im Juni 1915 fertiggestellt. Am 9. Mai 1921 zum Abwracken verkauft.
  • Morning Star – Im September 1914 auf Kiel gelegt, am 26. Juni 1915 vom Stapel gelassen und im August 1915 fertiggestellt. Am 1. Dezember 1921 zum Abwracken verkauft.
  • Mounsey – Im September 1914 auf Kiel gelegt, am 11. September 1915 vom Stapel gelassen und im November 1915 fertiggestellt. Am 8. November 1921 zum Abwracken verkauft.
  • Musketeer – Im September 1914 auf Kiel gelegt, am 12. November 1915 vom Stapel gelassen und im Dezember 1915 fertiggestellt. Am 25. November 1921 zum Abwracken verkauft.

Ein Schiff wurde Anfang November 1914 in Auftrag gegeben.

  • Nerissa – Im November 1914 auf Kiel gelegt, am 9. Februar 1916 vom Stapel gelassen und im März 1916 fertiggestellt. Am 15. November 1921 zum Abwracken verkauft.

Zwei Schiffe wurde im Mai 1915 in Auftrag gegeben.

  • Relentless – Im Mai 1915 auf Kiel gelegt, am 15. April 1916 vom Stapel gelassen und im Mai 1916 fertiggestellt. Am 5. November 1926 zum Abwracken verkauft.
  • Rival – Im Mai 1915 auf Kiel gelegt, am 14. Juni 1916 vom Stapel gelassen und im September 1916 fertiggestellt. Am 13. Juli 1926 zum Abwracken verkauft.

Literatur

  • Maurice Cocker, Ian Allan: Destroyers of the Royal Navy, 1893–1981. Ian Allan, London 1981, ISBN 0-7110-1075-7.
  • Jane’s Fighting Ships, 1919, Jane’s Publishing.
  • Ships of the Royal Navy, J.J. Colledge.
  • British Destroyers, 1892-1953, Edgar J. March.
  • The Metal Fighting Ships, 1860-1970, E.H.H. Archibald.

Weblinks

 Commons: Zerstörer der Yarrow M-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Yarrow-Kessel — Schnitt durch einen Yarrow Kessel Ein Yarrow Kessel ist eine von der britischen Werft Yarrow Shipbuilders entwickelte Dampfkessel Bauart, die vor allem auf turbinengetriebenen Kriegsschiffen zum Einsatz kam. Aufbau Es ha …   Deutsch Wikipedia

  • Yarrow Shipbuilders — Der Unternehmensgründer Sir Alfred F. Yarrow Yarrow Shipbuilders, meist abgekürzt Yarrows genannt, ist eine Werft mit Sitz in Scotstoun, Glasgow am Fluss Clyde in Schottland. Die Werft wurde vor allem durch die Yarrow Kessel und den Bau… …   Deutsch Wikipedia

  • Leander-Klasse (1959) — Leander Klasse HMS Apollo Übersicht Typ Fregatten Einheiten 53 Einheiten gebaut, für Vereinigtes Konigreich …   Deutsch Wikipedia

  • Broadsword-Klasse — Geschichte Typ …   Deutsch Wikipedia

  • Duke-Klasse (1987) — Duke Klasse …   Deutsch Wikipedia

  • Amazon-Klasse (1971) — Amazon Klasse HMS Avenger Geschichte Typ …   Deutsch Wikipedia

  • Laforey-Klasse (1913) — Laforey oder L Klasse Klasse HMS Leonidas Übersicht Typ …   Deutsch Wikipedia

  • J-, K- und N-Klasse (Royal Navy) — J , K und N Klasse Technische Daten …   Deutsch Wikipedia

  • L- und M-Klasse — Technische Daten …   Deutsch Wikipedia

  • Courageous-Klasse — Die Courageous Klasse war eine Klasse von Kriegsschiffen der Royal Navy. Sie bestand aus der HMS Courageous (deutsch: mutig ) und der HMS Glorious (deutsch: ruhmreich ); die Halbschwester HMS Furious (deutsch: erbost ) wird von einigen Autoren… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”