Cnidium

Cnidium
Brenndolden
Silaublättrige Brenndolde (Cnidium silaifolium)

Silaublättrige Brenndolde (Cnidium silaifolium)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Brenndolden
Wissenschaftlicher Name
Cnidium
Cusson

Die Brenndolden (Cnidium) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es handelt sich um meist mehrjährige, manchmal auch zweijährige oder selten einjährige krautige Pflanzen, die normalerweise einen, seltener mehrere, schlanke Stängel bilden.

Die Grundblätter sind zwei- bis drei- oder ein- bis zweifach gefiedert, wobei die Endfiederabschnitte meist recht schmal, linear lanzettlich oder linealisch, seltener auch oval sind. Die Stängelblätter sind nach und nach reduziert, kleiner, und sitzen auf einer erweiterten Blattscheide.

Die Blütenstände sind endständige und blattachselständige, lang gestielte Doppeldolden. Die linealischen oder schmal lanzettlichen Hüllblätter stehen zu mehreren und fallen bei den meisten Arten nicht ab. Auch linealische Hüllchenblätter existieren.

Kelchblätter existieren meistens nicht. Ab und zu sind sie vorhanden, aber winzig. Die weißen oder rötlich überlaufenen Kronblätter sind am Grunde keilförmig verschmälert. An der Spitze sind sie gekerbt, und genau in der Kerbe geht ein zurückgekrümmter, schmaler Lappen ab.

Die Früchte sind oval bis fast rundlich, leicht abgeflacht. Sie haben fünf schwach geflügelte Rippen, wobei die seitlichen Rippen etwas breiter sind.

Verbreitung und Standortansprüche

Die Gattung ist in den gemäßigten und kühleren Regionen Europas und Asiens verbreitet, je nach Auffassung der Gattung auch in Nordamerika.

Die meisten Arten kommen an offenen Standorten wie auf Grasland, an Feldrändern oder an der Küste vor, wobei sie nicht allzu trockene Standorte vorziehen.

Systematik / Arten (Auswahl)

Ob eine klare Abgrenzung der Gattung der Brenndolden zu nahe verwandten Gattungen, insbesondere zu den Silgen (Selinum) möglich ist, ist unklar. Von einigen Autoren wird deshalb eine Zusammenfassung der beiden Gattungen unter Selinum befürwortet.

Wegen der unklaren Abgrenzung zu ähnlichen Gattungen besteht die Gattung je nach Auffassung des Autors aus zwischen sechs und etwa 20 Arten. In Mitteleuropa sind davon nur Cnidium dubium und Cnidium silaifolium zu finden.

  • Gewöhnliche Brenndolde oder Sumpf-Brenndolde (Cnidium dubium)
  • Cnidium monnieri, eine ostasiatische Art, deren Samen als Medizin und als Aphrodisiakum verwendet werden.
  • Cnidium officinale, ebenfalls eine ostasiatische Heilpflanze.
  • Silaublättrige Brenndolde (Cnidium silaifolium), eine in Mitteleuropa lokal eingebürgerte Art aus dem Mittelmeergebiet.

Quellen und weiterführende Informationen

Literatur

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz Deutschland. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4

Weblinks


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