Adam Müller (Landwirt)

Adam Müller (Landwirt)

Adam Müller (* 14. Dezember 1814 in Gerhardsbrunn; † 20. Mai 1879 in München) galt als besonders gebildeter Landwirt, in seiner Heimat auch „Bauern-Pestalozzi“ genannt.

Müller war der einzige Sohn von Valentin Müller und seiner Frau Anna Maria, geborene Pfeiffer, und verbrachte seine Jugend auf dem elterlichen Hof. 1833 nutzte er einen längeren Aufenthalt nahe Metz zu Sprachstudien und in Morhange unterrichtete er selbst in Deutsch und Musik. Nach seiner Rückkehr auf den väterlichen bildete er sich neben der Arbeit in vielen Bereichen wie Physik, Mathematik, Geometrie und Botanik. 1842 heiratete er Anna Maria Höh.Ab 1858 war er auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, wie schon sein Vater und Großvater zuvor.

Er versuchte stets, sein Wissen für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Bereits sein erstes landwirtschaftliches Lehrbuch (1845) machte ihn weit über die Pfalz hinaus bekannt. Von 1846 bis 1850 war er Redakteur der Rheinischen Zeitschrift für Landwirtschaft.

1848 wurde er Wahlkommissär in Martinshöhe. Für den Wahlkreis Zweibrücken zog er 1848 in den bayerischen Landtag ein, dem er bis zu seinem Austritt 1864 angehörte. Er trat aus dem Landesparlament aus, um Lehrer an die landwirtschaftliche Abteilung der Kreisgewerbeschule Kaiserslautern zu werden. In München lernte er auch Justus von Liebig kennen, der ihn 1865 als Generalsekretär den Landwirtschaftlichen Verein Bayerns vorschlug. Ferner war er Organisator der Landwirtschaftsschauen bei den Weltausstellungen von Paris (1867) und Wien (1873) und Dozent der landwirtschaftlichen Abteilung am Polytechnikum München.

1868 wurde ihm das Ritterkreuz des Verdienstordens vom hl. Michael 1. Klasse verliehen.

Weblinks

Literatur

  • Kurt Baumann: Pfälzer Lebensbilder, Dritter Band, 1977, S. 247 ff.

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