Desposynos

Desposynos

Als Desposyni (von desposynos Erbe des Herrn) wurden jene (vermeintlichen) Nachkommen Jesu und der Geschwister Jesu bezeichnet, die in der gnostischen Geheimlehre überliefert werden.

Sie leiteten die Jerusalemer Urkirche der Judenchristen und die kleinasiatischen und nahöstlichen Patriarchate bis zu den Konzilen des 4. Jahrhunderts, die zur Gleichschaltung beziehungsweise Spaltung (Arianer) des Christentums führten.

Noch im Jahre 318 soll eine Desposyni-Delegation unter Joses (der angeblich von Jesu Bruder Judas abstammte) nach Rom zu Silvester I. gereist sein und gefordert haben, Sitz der Kirche solle Jerusalem statt Rom sein. Der Bischof von Jerusalem müsse ein echter Desposynos sein, die Bischöfe von Alexandria, Antiochia und Ephesus zumindest Verwandte, soll Joses gefordert haben. Silvester habe die Desposyni daraufhin im Auftrag Kaiser Konstantins aus der Kirche ausgeschlossen, behaupten Gnostiker.


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