Detmerode

Detmerode
Detmerode
Stadt Wolfsburg
Koordinaten: 52° 24′ N, 10° 45′ O52.3941410.7551Koordinaten: 52° 23′ 39″ N, 10° 45′ 18″ O
Einwohner: 7.378 (2010)
Postleitzahl: 38444
Vorwahl: 05361
Neubaugebiet Wolfsburg-Detmerode
Hochhäuser Don Camillo und Peppone 1973

Detmerode ist ein Stadtteil von Wolfsburg in Niedersachsen, der in den 1960er Jahren entstand. Er gehört zur sogenannten „Kernstadt“ Wolfsburgs.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der südwestlich vom Stadtzentrum gelegene Stadtteil Detmerode gehört – wie der benachbarte Stadtteil Westhagen und der Stadtteil Teichbreite in der Nordstadt – zu den neueren Stadtteilen Wolfsburgs, deren Bild besonders von Hochhaussiedlungen aus den 1960er Jahren (offizielle Fertigstellung des Stadtteils 1970) geprägt ist. Anders als in Westhagen dominieren hier die für viele Wolfsburger Stadtteile typischen Bungalowsiedlungen.

Verlässt man die Autobahn A 39 an der Abfahrt Wolfsburg-Mörse (Anschlussstelle Nr. 5) und fährt in Richtung Stadtzentrum, liegt am Beginn der Braunschweiger Straße eine „Kleeblattkreuzung“, an der man nach Süden in den Stadtteil Detmerode abfährt. Hauptverkehrsstraße ist die John-F.-Kennedy-Allee (weiter nördlich Konrad-Adenauer-Allee), die von einer markanten Brücke gequert wird. Diese ist Bestandteil des zentralen Einkaufszentrums. Hier steht – recht prominent auf einem Hügel – die evangelische Stephanuskirche - ein Werk des finnischen Architekten Alvar Aalto. Wahrzeichen des Stadtteils sind die beiden Hochhäuser Don Camillo und Peppone (Architekt Dr. Gerdes, Wolfsburg) an der Theodor-Heuss-Straße unweit vom Detmeroder Teich. Auffällig sind das „Stufenhochhaus“ am Kurt-Schumacher-Ring (erbaut 1964-67 durch Paul Baumgarten) sowie die „Neuland-Burg“ an der John-F.-Kennedy-Allee. Detmerode ist, wie die meisten Stadtteile Wolfsburgs, von Waldgebieten umgeben, wobei sich das Naherholungsgebiet um den Detmeroder Teich besonderer Beliebtheit erfreut.

Wappen

Detmerode verwendet als Stadtteil und Ortschaft das Wappen der Stadt Wolfsburg, da die Stadtteile der „Kernstadt“ bisher keine eigenen Wappen besitzen. Jedoch wurde Ende 2006 ein Wettbewerb ausgeschrieben, der sich vor allem an die Jugendlichen wendete, ein Wappen zu zeichnen. Das Gewinnerwappen wird dann als mögliches Wappen für Detmerode in Betracht gezogen.

Name

Der Ortsname „Detmerode“ geht auf eine mittelalterliche Siedlung zurück, die allerdings im 15. Jahrhundert wüst gefallen ist. Ein Gedenkstein an der Theodor-Heuss-Straße weist darauf hin. Detmerode ist nach Osten hin vom „Detmeroder Wald“, einem Teil des Wolfsburger Stadtwaldes umgeben, der sich bis zur Stadtmitte erstreckt. Im Detmeroder Wald findet sich der „Detmeroder Schalenstein“, ein Stein mit 173 schälchenartigen Vertiefungen, der vermutlich in der frühen Jungsteinzeit für Kulthandlungen verwendet wurde.

Einwohner

Detmerode wurde für etwa 15.000 Einwohner geplant. In den 1970er Jahren war der Stadtteil geprägt von Familien und vor allem von Kindern. Zwei achtzügige Grundschulen (je 30 Kinder pro Klasse) wurden zu diesem Zeitpunkt in jedem Jahrgang von 480 Kindern besucht, also insgesamt alleine auf den beiden Grundschulen knapp 4.000 Kinder. Schon vor längerer Zeit wurde eine der beiden Grundschulen geschlossen, der Stadtteil entspricht inzwischen in seiner Prägung etwa dem Wolfsburger Durchschnitt.

Politik

Politisch wird der Stadtteil durch den Ortsrat Detmerode vertreten. Ortsbürgermeister ist Ralf Mühlisch (SPD)

Übersichtskarte Wolfsburg-Detmerode

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Detmerode liegt direkt an der A 39.

Sehenswürdigkeiten

Kunst im Stadtbild

  • Brunnen von Peter Szaif (Wolfsburg) in der John-F.-Kennedy-Allee
  • Brunnen (1969) von Peter Szaif (Wolfsburg) im Einkaufszentrum
  • Spielanlage (1977) von Rolf Hartmann (Wolfsburg) im Freizeitpark (abgerissen 2004)
  • Figurenturm (1999) von Klaus Richter (Hof/Saale) in der Parkpalette Neuland-Burg

Kirchen

Sport

  • Detmerode ist Sitz des Sportvereins „SC Rot-Weiß Wolfsburg-Detmerode“

Weblink


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