Eugen Ludwig Hoess

Eugen Ludwig Hoess

Eugen Ludwig Hoess (* 1. Oktober 1866 in Immenstadt; † 9. März 1955 in Langenwang; eigentlich Eugen Ludwig Höß) war ein deutscher Kunstmaler und Graphiker.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Eugen Ludwig Hoess entstammt einer Brauerfamilie aus Immenstadt im Oberallgäu. Nach dem Besuch der Realschule und, ab 1885, der Vorbereitungsschule Hans Heim in München bestand er nach einem halben Jahr die Aufnahmeprüfung an der Akademie der Künste in München. Dort war er vier Jahre lang Schüler der Professoren Kirchbach, Raupp, v. Hackl und Ritter v. Herterich. 1889 zog es in nach Frankfurt, jedoch kehrte er 1891 schon wieder nach München zurück. Dort hatte er zwei Jahre später seine erste Ausstellung mit Jagd-, Wildbildern und Landschaften des Allgäus.

Sein Künstlername Eugen Ludwig Hoess entstand während der Rückkehr nach München.

Studienreisen unternahm er unter anderem nach Schweden, Österreich und Italien.

Seine Heimkehr in seine Vaterstadt erfolgte 1898.

Für die Stadtverwaltung Immenstadt entwarf er unter anderem den Notgeldschein zu 50 Pfennig und eine Urkunde für den Ehrenbürger Paul von Hindenburg.

1936 zog er nach Langenwang und heiratete dort die Schriftstellerin Adele Ude.

Der Künstler starb im Alter von 88 Jahren, seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von Lindau/ Bodensee.

Werke

Eugen Ludwig Hoess’ Werke bezogen sich auf Landschaften und des darin lebenden Wildes (daher sein Spitzname → der Rehfidles-Maler [1]). Die von ihm verwendete Technik war die Feder- und Steinzeichnung, die Radierung, das Aquarell, und die Ölmalerei. Zwischen 1900 und 1914 hatte er sich den Ruf als bester Jagdmaler erworben. Sein Erfolg fußte auch auf seine Mitarbeit bei der 1896 gegründeten und weitverbreiteten Zeitschrift „Jugend“. Hoess beschickte mehrere nationale und international Ausstellungen und ist Historischer Gast auf der für das Oberallgäu relevanten Kunstausstellung Die Südliche 2010.

Literatur

  • Immenstadt im Allgäu - Landschaft, Geschichte, Wirtschaft, kulturelles und religiöses Leben im Laufe der Jahrhunderte, (Hrsg.) † Dr. Rudolf Vogel, Verlag J. Eberl KG, Immenstadt 1996

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der Rehfidles-Maler bei Kunstgeschichten von Gunther le Maire

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Hoess — ist der Familienname folgender Personen: Eugen Ludwig Hoess (1866−1955), Kunstmaler und Graphiker Fritz Hoess (1932−2007), österreichischer Diplomat Karl Hoess, österreichischer Schauspieler Traute Hoess (* 1950), deutsche Schauspielerin Siehe… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Ho–Hoe — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Bahnhof Immenstadt — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Immenstadt — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Immenstadt i.Allgäu — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Immenstadt im Allgäu — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Jugend (Zeitschrift) — Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben …   Deutsch Wikipedia

  • Gunther le Maire — Gunther le Maire, auch W. Gunther le Maire, fälschlicherweise auch Günther le Maire (* 4. September 1940 in Rehau, Oberfranken) ist ein Kunstmaler, Kulturmanager und Publizist. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Stil 3 Auszeichnungen …   Deutsch Wikipedia

  • Biographical Dictionary of the Extreme Right Since 1890 — The Biographical Dictionary of the Extreme Right Since 1890 is a reference book by Philip Rees, on leading people in the various far right movements since 1890.It contains entries for what the author regards as the 500 major figures on the… …   Wikipedia

  • Liste der Mitglieder des Österreichischen Bundesrates (XVII. Gesetzgebungsperiode) — Dies ist eine Liste der Mitglieder des Österreichischen Bundesrates während der XVII. Gesetzgebungsperiode des Nationalrats. Die XVII. Gesetzgebungsperiode begann am 17. Dezember 1986 und endete am 4. November 1990. Da sich die Zusammensetzung… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”