Fürstenbruck

Fürstenbruck
Kněžmost
Wappen von ????
Kněžmost (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Mladá Boleslav
Fläche: 4045 ha
Geographische Lage: 50° 29′ N, 15° 2′ O50.487515.036111111111242Koordinaten: 50° 29′ 15″ N, 15° 2′ 10″ O
Höhe: 242 m n.m.
Einwohner: 1.633 (31.12.2006)
Postleitzahl: 294 02 bis 294 06
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 15
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Vítězslav Pospíšil
Adresse: Na Rynku 51
29502 Kněžmost
Website: knezmost.cz
Pfarrkirche des Hl. Franz von Assisi in Kněžmost

Kněžmost (deutsch: Fürstenbruck, auch Fürstinbruck) ist eine Gemeinde am südlichen Rand des böhmischen Paradieses im Okres Mladá Boleslav, Tschechien. Zu ihr gehören neben dem ehemaligen Marktflecken namens Kněžmost 14 umliegende Dörfer.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Flecken Kněžmost liegt an der Landstraße 268, etwa 6 Kilometer von Mnichovo Hradiště und 10 Kilometer von Sobotka entfernt. Nördlich der Straße beginnt das bewaldete Schutzgebiet des böhmischen Paradieses. Die Siedlungen sind in der offenen Landschaft im Tal des Baches Kněžmostka verteilt, der im 6 Kilometer entfernten Bakov in die Jizera mündet.

Geschichte

Die Siedlung Kněžmost entstand an einer Zollbrücke, auf der ein alter Handelsweg von Mělník nach Jičín die sumpfige Niederung des Baches Kněžmostka überquerte. Die Zollstation wurde 1316 erstmals erwähnt. Das älteste schriftliche Zeugnis über den Ort selbst stammt von 1380. In diesem Jahr kaufte Ctibor Valečovský von Valečov einen Teil der Grundherrschaft. Bereits 1408 wurde Kněžmost als Städtchen bezeichnet. Die eigentliche Verleihung der Stadtrechte erreichte erst Vaněk von Valečov in der Mitte des 15. Jahrhunderts. In dieser Zeit entstand auch unweit des Ortes die Burg Valečov, die als Familiensitz der Herren von Valečov diente. Zeitweise führte das Geschlecht auch den Namenszusatz „von Kněžmost“.

1468 brannte die Stadt während eines Einfalls der Hussitenheere vollständig nieder, wurde jedoch noch im 15. Jahrhundert wieder aufgebaut. 1481 verkauften die Herren von Valečov die Herrschaft. Die Besitzer wechselten während der folgenden Jahrzehnte schnell und das Gebiet wurde mehrfach aufgeteilt. 1654 ging es in dem Herrschaftsgebiet der Waldstein auf, zu dem es anschließend jahrhundertelang gehörte.

Heute ist Kněžmost ein lokales Zentrum für die 14 eingemeindeten Siedlungen. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Auf dem Gemeindegebiet haben sich auch einige Zulieferer für das Škoda-Werk im nahen Mladá Boleslav angesiedelt. Im Dorf Úhelnice betreibt Škoda eine kleine Teststrecke.

Ortsteile

Zur Gemeinde Kněžmost gehören neben dem Ort selbst die Dörfer Býčina, Čížovka, Drhleny, Chlumín, Koprník, Lítkovice, Malobratřice, Násedlnice, Solec, Soleček, Srbsko, Suhrovice, Úhelnice und Žantov.

Sehenswürdigkeiten

  • Auf dem Marktplatz von Kněžmost steht die Pfarrkirche des Hl. Franz von Assisi. Der Empire-Bau von 1838-1843 ist derzeit (2008) stark renovierungsbedürftig.
  • Der Ort ist ein beliebter Startpunkt für Radtouren und Wanderungen zu den kulturellen und landschaftlichen Denkmälern des Böhmischen Paradieses.
  • Die Ruine der Burg Valečov liegt etwa 3 Kilometer nordwestlich von Kněžmost auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Boseň.
  • In den Dörfern Solec und Soleček befinden sich Überreste zweier mittelalterlicher Burgen. Sie sind nur noch als Relief in der Landschaft wahrnehmbar.
  • Neben dem Freibad in Kněžmost selbst bietet der Teich Komárovský rybník im benachbarten Branžež Möglichkeiten zum Baden und Fischen.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно сделать НИР?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Fürstenbruck — Fürstenbruck, Marktflecken im Bezirk Münchengrätz des Kreises Gitschin (Böhmen); 650 Ew …   Pierer's Universal-Lexikon

  • BCB - Taxis — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von der… …   Deutsch Wikipedia

  • BCB IIIKc — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von der… …   Deutsch Wikipedia

  • KkStB 93 — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von der… …   Deutsch Wikipedia

  • ÖLEG F — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von der… …   Deutsch Wikipedia

  • ČSD-Baureihe 300.1 — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von der… …   Deutsch Wikipedia

  • kkStB 93 — Die kkStB 93 war eine Tenderdampflokomotivreihe der kkStB mit der Achsformel Cn2t, die von mehreren unterschiedlichen Privatbahnen zur kkStB kam. So stammten die 93.01–05 und 11–13 von der ÖLEG, die 93.11 –12 von der KFNB, die 93.13 –17 von… …   Deutsch Wikipedia

  • Kněžmost — Kněžmost …   Deutsch Wikipedia

  • Liste deutscher Bezeichnungen tschechischer Orte — In dieser Liste werden deutschen (heute großteils nicht mehr geläufigen) topografischen Namen die tschechischen, amtlichen Pendants gegenübergestellt. Durch die Vertreibungen nach 1945 wurden viele kleinere Orte und Gehöfte, insbesondere in… …   Deutsch Wikipedia

  • Knezmost — Original name in latin Knmost Name in other language Furstenbruck, Frstenbruck State code CZ Continent/City Europe/Prague longitude 50.48917 latitude 15.03829 altitude 244 Population 1470 Date 2006 11 25 …   Cities with a population over 1000 database

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”