Gelu-Chepa

Gelu-Chepa
Kiluhepa in Hieroglyphen
k
y
r
g
y G41 B1

KirGIpa [1]

Die Sonnengöttin Hepa ist meine Stärke

Kiluḫepa/Kiluchepa bzw. Kilu-ḫepa/Kilu-chepa (auch Geluḫepa, Giluḫepa) (akkadisch Ke-lu DingirHe-pa-at, ägyptisch KirGIpa) war die Tochter des mitannischen Königs Šutarna II. und Schwester von Tušratta, Biria-Waza und Artaš-Šumara.

Inhaltsverzeichnis

Geburtsdatum

Königsprinzessinnen wurden meist im Alter von 12 bis 15 Jahren verheiratet. Daher wird Kiluchepa wahrscheinlich zwischen dem 5. und 8. Regierungsjahr des Thutmosis IV. geboren sein. Eine frühere Ansetzung des Geburttermins und damit verbunden ein höheres Heiratsalter von Kiluchepa kann allerdings nicht ausgeschlossen werden.

Verheiratung mit Amenophis III.

Im 10. Regierungsjahr des Amenophis III. wird Kiluchepa mit Amenophis III. verheiratet.[2] Ihr Bruder Tušratta fungierte als Unterhändler im Auftrag seines Vaters. Der weitere Werdegang von Kiluchepa bleibt unklar, da sie im Amarna-Brief EA 17 noch von Tušratta erwähnt wird. Spätestens im 34. Regierungsjahr des Amenophis III. konnte Kiluchepa von mitannischen Boten nicht mehr identifiziert werden, weshalb Tušratta bei Amenophis III. nachfragte, was mit Kiluchepa geschehen sei.

In der folgenden Antwort unterstellt Amenophis III. den Boten mangelnde Kenntnis über das Aussehen: Haben sie (die Boten) denn nicht Kiluchepa erkannt? Sie stand ihnen (den Boten) doch gegenüber. In diesem Zusammenhang erfolgt die Nachfrage nach einer weiteren mitannischen Prinzessin. Tušratta schickte bald darauf seine Tochter Taduchepa zur Vermählung. Kiluchepas Alter lag zu diesem Zeitpunkt mindestens zwischen 36 und 39 Jahren. Weitere Nachfragen nach Kiluchepa seitens Tušrattas folgten nicht. Kiluchepa wird in den folgenden Briefen nicht mehr erwähnt, weshalb über das weitere Schicksal von Kiluchepa keine Aussagen möglich sind.

Literatur

  • Texte aus der Umwelt des Alten Testaments Band 1, Alte Folge, Gütersloher Verlagshaus 1985
  • Cord Kühne: Die Chronologie der internationalen Korrespondenz von El-Amarna, Butzon u. Bercker Kevelaer 1973, ISBN 3-7666-8587-2
  • Nasser-Mekawi Ouda, Horst Steible: Die Mittel der internationalen Kommunikation zwischen Ägypten und Vorderasien in der späten Bronzezeit, Uni Freiburg 2004

Einzelnachweise

  1. Hieroglyphische Schreibweise des Namens, siehe Wolfgang Helck, Urkunden der 18. Dynastie, Heft 22, Akademie-Verlag Berlin 1957, S. 1738
  2. Gedenkskarabäus, Helck, a. a. O.

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