Glatschach

Glatschach
Wappen Karte
Wappen von Dellach im Drautal
Dellach im Drautal (Österreich)
DEC
Dellach im Drautal
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 76,1 km²
Koordinaten 46° 44′ N, 13° 5′ O46.737513.075555555556614Koordinaten: 46° 44′ 15″ N, 13° 4′ 32″ O
Höhe 614 m ü. A.
Einwohner 1.698 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 22 Einwohner je km²
Postleitzahl 9772
Vorwahlen 0 47 14
Gemeindekennziffer 2 06 04
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Nr. 18
9772 Dellach im Drautal
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Walter Egger (SPÖ)
Gemeinderat (2009)
(15 Mitglieder)
6 ÖVP, 5 SPÖ, 4 BZÖ
Burg Stein

Dellach im Drautal ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Dellach im Drautal liegt im Drautal etwa auf halber Strecke zwischen Lienz und Spittal, eingebettet zwischen den Gailtaler Alpen im Süden und der Kreuzeckgruppe der Hohen Tauern im Norden.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet ist in die fünf Katastralgemeinden Dellach im Drautal, Drassnitz, Drassnitzdorf, Nörenach und Stein gegliedert und umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Dellach (733)
  • Draßnitz (51)
  • Draßnitzdorf (98)
  • Glatschach (131)
  • Grientschnig (56)
  • Nörenach (167)
  • Raßnig (58)
  • Rietschach (63)
  • Schmelz (237)
  • Stein (69)
  • Suppersberg (83)
  • Weinberg (23)

Geschichte

Dellach im Drautal wurde 1267 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Ortsgemeinde konstituierte sich im Jahr 1850, vom ursprünglichen Gemeindegebiet wurde 1923 die Ortschaft Pflügl (bis dahin zur KG Stein gehörig) an die Nachbargemeinde Irschen abgegetreten.

Dellach war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Wirtschaftsgemeinde im oberen Drautal: Neben der traditionellen Landwirtschaft und der Lage an der wichtigen Transitstrecke durch das Drautal wurde Bergbau in Glatschach (Quecksilber), Jauken (Gold), Kolm (Nickel, Golmei) betrieben. Zudem bestand seit dem 18. und 19. Jahrhundert eine staatliche Zinkhütte, die später in ein Eisenhammerwerk umgewandelt wurde. An dessen Stelle errichtete Johann Taurer im Jahr 1872 die erste Holzstoff- und Pappenfabrik Kärntens, der 1897 und 1908 weitere folgten.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Dellach im Drautal 1.769 Einwohner, davon sind 98,7 % österreichische Staatsbürger. 94,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 2,9 % zur evangelischen Kirche, 2,0 % der Bevölkerung ist ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Burg Stein ist eine gut erhaltene mittelalterliche Felsenburg auf einem steil aufsteigenden Felsen etwa 200 Meter über der Talsohle. Im späten 12. Jahrhundert errichtet, war sie 1190 im Besitz eines ortenburgischen Ministerialen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde sie, als sie 1440 in den Besitz der Grafen von Cilli und anschließend 1456 an Kaiser Friedrich III. gelangte.
  • Pfarrkirche H. Margaretha in Dellach
  • Kapelle Mater dolorosa in Glatschach
  • An den früher betriebenen Bergbau in Dellach erinnern der Schachtofen Tonele im Draßnitztal, wo von 1524 bis 1789 Silber und Kupfer abgebaut wurden, sowie das Herrenhaus, ein ehemaliger Gewerkensitz bei einer Schmelze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Dellach im Drautal liegt an der Drautal Straße (B 100).

Die Wirtschaft von Dellach im Drautal ist geprägt vom Sommertourismus und von der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung. Eine größere Produktionsstätte der Firma Europlast hat ihren Sitz in Dellach. Sie produziert Plastikkontainer und große Plastikboxen. Es gibt zwei Elektrogeschäfte und mehrere weitere Fachhandel.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Dellach hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Da der im März 2009 gewählte Bürgermeister Walter Egger (SPÖ) aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht antreten kann, ist erneute Bürgermeisterwahl nötig.[1]

Wappen

Die Motive des Dellacher Wappens, das der Gemeinde am 6. Februar 1961 verliehen wurde, spielen mit den fünf Bergbauzeichen auf die vielfältige montanistische Vergangenheit im Gemeindegebiet, und die untere blaue Schildhälfte mit Wellenteilung auf die Bedeutung der Drau für die Gemeinde an.

Einzelnachweise

  1. Kleine Zeitung online, abgerufen 24. März 2009.

Weblinks



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